(fair-NEWS) -
Die Strategen, die sich jeden Tag mit der Börse beschäftigen, rechnen mit steigenden Kursen und zwar zum Ende 2009. Die Banken veröffentlichen jedes Jahr ihre Prognosen und man sieht nun scheinbar Mitte bis Ende 2009 ein Licht am Ende des Tunnels. Ich kann mich noch an die Sätze Ende 2007 erinnern, als die Analysten folgendes meinten:Jürgen Pfister von der BayernLB sagte im Dezember 2007: "Im Angesicht der Turbulenzen an den Finanzmärkten habe der Aktienmarkt eine Robustheit gezeigt, die uns alle frappiert. Es handelt sich ja auch nicht um eine Unternehmens-, sondern um eine Bankenkrise."
Die Dekabank erwartet den DAX Ende 2008 bei 9.000 Punkten - da können Anleger zum Champagner greifen.
DAX-Prognosen für Ende 2008:
- Deutsche Bank: 8.300 Punkte
- Sal. Oppenheim: 8.400 Punkte
- Dekabank: 9.000 Punkte
Aus dem Champagner ist, zumindest für die Kleinanleger, nichts geworden. Die Analysen, die auch jetzt wieder veröffentlicht werden, haben es in sich.
Die Experten rechnen zwar damit, dass die Durststrecke zunächst noch etwas anhalten wird. Dennoch geht die Mehrzahl davon aus, dass es nach dem Ausverkauf langfristig wieder nach oben geht.
Oder
"Wir glauben, dass die zuletzt so sehr leidenden Aktienmärkte irgendwann im kommenden Jahr zurückkommen werden."
Oder
Für den Deutschen Aktienindex (DAX) prophezeit ein Metzler-Experte, dass er in den kommenden ein bis zwei Jahren gar um etwa die Hälfte zum aktuellen Niveau zulegen wird.
Fast man die drei Prognosen zusammen, kann man daraus schließen, dass es irgendwann die nächsten zwei Jahre wieder nach oben geht. Es ist, glaube ich, für jeden, der ein wenig mit der Börse zu tun hat, logisch, dass es irgendwann auch wieder nach oben gehen wird und dafür braucht man wirklich keine Analysten.
Sinnvoller wäre es zu sagen, dass man aktuell keine Prognosen abgeben kann, denn die Unsicherheiten an den Märkten lässt einfach keine seriöse Prognose zu.
Wenn es Anzeichen einer Stabilisierung gibt, werden wir auch wieder Kaufempfehlungen geben, aber derzeit sollte man sich vom Aktienmarkt noch zurückhalten.
Das wäre für mich aussagekräftiger und jeder Anleger weiß dann im Prinzip, was er machen soll, wenn er dem Analysten sein Vertrauen schenkt.
An den Prognosen für 2008 sehen Sie auch, dass es auch in 2009 anders kommen wird als prognostiziert, deshalb sollten Sie solche Meinungen nicht zu ernst nehmen, sondern als gelesen und abgehakt auffassen.
markus frick
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www.pressetext.de/pte.mc?pte=090203017www.up2trade.com/unterseite.php?id=2873www.online-artikel.de/article/markus-frick-etfs-auf-steigenden-und-fallenden-dax-10969-1.html