03.09.2008 - 13:00 Uhr

Energiespar-Tipp - Das Abdichten von Fenstern und Türen drückt die Heizkosten

Pressemitteilung von Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e. V.

Die Wärmebildkamera bringt die Wahrheit an den Tag: Die mit Richtstreifen abgedichtete Tür (1) lässt deutlich weniger Zugluft ins Haus als die unbehandelte Tür (2). Fotos: tesamoll / www.energie-fachberater.de
Die Wärmebildkamera bringt die Wahrheit an den Tag: Die mit Richtstreifen abgedichtete Tür (1) lässt deutlich weniger Zugluft ins Haus als die unbehandelte Tür (2). Fotos: tesamoll / www.energie-fachberater.de
Der Anteil der Fenster am gesamten Energieverbrauch eines Hauses kann je nach Bauklasse und Fensterausstattung bis zu 27 Prozent betragen. Gerade in älteren Gebäuden geht überdurchschnittlich viel Wärme über undichte Fenster und Hauseingangstüren verloren. Durch das Abdichten von Fenster- und Türspalten können diese unnötigen Energieverluste vermieden und die Heizkosten um bis zu 20 Prozent gesenkt werden.

Wärmeschutzfenster lassen gegenüber Fenstern mit Einfachglas fast 75 Prozent weniger Wärme entweichen. Das macht sich beim Energieverbrauch deutlich bemerkbar. "Die Erneuerung der Fenster, im Rahmen einer größeren Modernisierung oder als Einzelmaßnahme, führt zu sehr guten energetischen Ergebnissen und rentiert sich durch die Energieeinsparung in wenigen Jahren", erläutert Rolf-Peter Weule, Energie-Fachberater im Baustoff-Fachhandel. Doch nicht jeder kann eine energetische Modernisierung sofort umsetzen - sei es aus finanziellen Gründen, sei es, weil sie eine gründliche und längerfristige Planung voraussetzt. Wenn rasche Abhilfe nötig ist, wenn der nächste Winter schon vor der Tür steht, sind daher effektive Zwischenlösungen gefragt. "Das Abdichten von Fenster- und Türspalten ist eine einfache und kostengünstige Maßnahme gegen feuchte Zugluft", weiß Weule. Fenster und Türen sind im Laufe der Jahre hohen Belastungen ausgesetzt. Witterungseinflüsse sorgen dafür, dass sich das Material ausdehnt, quillt oder sich zusammenzieht, das Öffnen und Schließen führt zu mechanischen Belastungen. Temperaturschwankungen beeinflussen vor allem Kunststoffrahmen, Holzrahmen sind feuchtigkeitsanfällig und können sich verziehen. Diese Belastungen hält kein Material auf Dauer unbeschadet aus. Das führt dazu, dass sich Fenster und Türen nicht mehr richtig schließen lassen. Durch Ritzen, Fugen, Spalten schleichen sich dann Feuchtigkeit und Kälte in Haus und Wohnung.

Für jede Fuge das richtige Dichtungsband
"Dagegen helfen selbstklebende Dichtstreifen, die Fenster- und Türspalten schließen und den Wärmeverlust vermindern", empfiehlt Weule. Anwender haben die Wahl zwischen Gummiprofilen und Dichtungsbänder aus Schaumstoff, abhängig von der abzudichtenden Spaltenbreite sowie der gewünschten Haltbarkeit und Qualität. Gummidichtungen mit verschiedenen Profilen eignen sich für Spaltenbreiten von einem bis fünf Millimeter. Sie weisen eine hohe Witterungs-, Temperatur-, UV- und Ozonbeständigkeit auf und haben eine lange Haltbarkeit. Für besonders große Spalten sollte man Hohlprofil-Gummidichtungen verwenden. Schaumstoff-Dichtungen sind weich und hoch elastisch und passen sich kleinen und mittleren Spalten, auch mit unterschiedlichen Abständen, von drei bis 3,5 Millimeter an. Die Haltbarkeit beträgt hier zwei bis vier Jahre. Für undichte Türen gibt es auch spezielle Türdichtschienen, die an der Türunterkante angebracht werden. Sie eignen sich je nach Ausführung für unebene Böden, Textilböden oder glatte Böden.

Beachtliches Sparpotenzial
"Die entsprechenden Produkte sind in der Regel selbstklebend und lassen sich auch leicht wieder entfernen. Sie werden einfach auf die Innenkante des Fensterflügels, in den Fenster- beziehungsweise Türfalz geklebt. Vor der Montage muss die Klebefläche gründlich gereinigt werden. Die Bänder sollten so verklebt werden, dass an den Ecken keine Ritzen bleiben", beschreibt Weule. Mit der Abdichtung von Fenster- und Türfugen erzielt man in älteren Gebäuden aus den 60er und 70er Jahren beachtliche Energieeinspareffekte. Bei einem Haus mit vielen undichten Fenstern mit breiten Spalten lassen sich die Heizkosten durch Dichtstreifen um bis zu 20 Prozent reduzieren. Bei drei Millimeter breiten Spalten können Berechungen zufolge in vier Jahren rund 150 Euro Heizkosten eingespart werden, bei größeren Spaltenbreiten entsprechend auch mehr.

Als Erstmaßnahme bestens geeignet
"Langfristig sollten Eigentümer, auch mit Blick auf den Energieausweis, auf die energetische Modernisierung ihres Hauses setzen", betont Weule. Eigenheimbesitzern, die noch nicht sanieren können oder wollen, empfiehlt er, vor Wintereinbruch die Tür- und Fensterfugen mit Dichtstreifen abzudichten und so den Wärmeverlust zu verringern.


Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e. V.
Münchener Str. 13
86899 Landsberg a. Lech
(Deutschland)
Telefon: 08191-4282541
Ansprechpartner: Alfred Remy

Pressekontakt:
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Hans Dietmar Schneider,
Neufeldstraße 6, 76456 Kuppenheim
Tel. 0 72 22 / 78 79 6 -0, Fax 0 72 22 / 78 79 6 -11
h.schneider@marketeamcreativ.de

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unter http://www.energie-fachberater.de in der Rubrik Presse
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