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Gesundheitsforum Eningen: Was Betreuung moeglich macht

Pressemitteilung von

Lesung der Eninger Autorin zum Thema amtliche Betreuung versus persönlicher Betreuungsassistenz und den Umgang mit dem Asperger-Syndrom
Lesung der Eninger Autorin zum Thema amtliche Betreuung versus persönlicher Betreuungsassistenz und den Umgang mit dem Asperger-Syndrom

Wohl dem, der einen Schutzengel hat

(fair-NEWS) Lesung und Vortrag der Eninger Autorin Inge Stauder über ihre Erfahrung mit amtlich verordneter Betreuung und Ihre erfolgreiche Arbeit als Betreuungsassistentin."Grüß Gott, Inge." In der alltäglichen Kommunikation etwas völlig normales. Doch im Fall von Inge Stauder ein Erlebnis, das einem unvermittelt eine Gänsehaut verschafft. Diese banale Begrüßung war die erste verbale Kommunikation zwischen Inge Stauder und ihrem 'Patienten' Eduard Bohn (so sein Name im Buch der Autorin "Vom Rollator zum Gipfelkreuz" (erschienen im novum pro Verlag)) nach einem halben Jahr der Betreuungsassistenz. Man ist den Tränen – und der Wut - nah, wenn man die Geschichte der 74-jährigen liest. Sie berührt und macht nachdenklich. Und vor Allem schafft sie Hochachtung vor so großartig engagiertem, ehrlichem Tun. Das Gesundheitsforum Eningen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Gesunde Gemeinde und der Buchhandlung Litera lädt zur Lesung der Autorin und Heilerziehungspflegerin Inge Stauder ein. Die Eninger Autorin liest in der Gemeindebibliothek Eningen aus ihrem Buch "Vom Rollator zum Gipfelkreuz" und gibt in Ihrem Vortrag Praxiseinblicke in das Thema Betreuungsassistenz.Die Geschichte klingt beinahe wie ein Hollywood-Drehbuch, aber sie ist so passiert. Und zwar in unserer unmittelbaren Nähe. Inge Stauder, Heilerziehungspflegerin, 74 Jahre, aus Eningen hat sie erlebt – und diese Erlebnisse in einem berührenden Buch aufgeschrieben. Ursprünglich war das Buch gar nicht der Plan. Die Aufschriebe waren ihr Tagebuch zur Aufarbeitung des Erlebten oder die Protokolle für die amtliche Überwachung der Betreuung. Dass daraus ein Buch wurde kam erst viel später auf den Plan. Und dass es so berührend wurde ist den Umständen der Geschichte und dem ehrlichen menschlichen Engagement der Autorin zu verdanken.Relativ schnell muss sie erkennen, dass der Betreuer, der Eduard Bohn von Amts wegen 'verordnet' worden war, seinen Betreuungsauftrag wie viele andere vom Schreibtisch aus erledigt und so nicht zu Fürsorglichkeit und in persönlicher Art und Weise bereit und in der Lage ist. Den Ansprüchen der Realität kann das nicht gerecht werden und auch nicht dem, was sich in der offiziellen Bezeichnung "Amtlicher Betreuer" ausdrückt. Die tatsächliche "Alltagsbegleiterin" war die "Betreuungsassistentin", Frau Stauder, der von amtlicher Seite die Erfüllung ihrer Aufgaben eher erschwert wurde. Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit steht dazu: „[...] Es soll erreicht werden, dass den betroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern bzw. Pflegegästen durch zusätzliche Betreuung und Aktivierung mehr Zuwendung und eine höhere Wertschätzung entgegen gebracht, mehr Austausch mit anderen Menschen und mehr Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglicht werden. […]" Ein Gelingen dieses Anspruchs hat sich Inge Stauder mit Eduard Bohn zu eigen gemacht und hat den höher vergüteten amtlichen Betreuern wohl damit Sand ins "Routine-Getriebe" gebracht. Allein der Kampf Inge Stauders gegen die Mühlen der Bürokratie wäre schon eine Geschichte für sich.In der weiteren Betreuung von Eduard Bohn tat sich die zweite 'Baustelle' auf. Eduard Bohn leidet am Asperger-Syndrom, einer milden Form des Autismus, die eine weitere intensive vertrauensvolle Betreuung erfordert. Menschen, die an dem Asperger-Syndrom leiden sind nur eingeschränkt fähig, sozial zu interagieren. Zu non-verbaler Kommunikation sind sie kaum fähig. Sie erkennen Signale ihrer Gegenüber nicht und können selbst auch keine aussenden.Inge Stauder, als ausgebildete Heilerziehungspflegerin nimmt die Herausforderung als Betreuungsassistent für sich und Eduard Bohn an. Das, was am Ende steht, scheint filmreif. Eduard Bohn kann und darf wieder ein selbstbestimmtes Leben führen - dank der intensiven und persönlichen Betreuung von Inge Stauder. Der Titel des Buches "Vom Rollator zum Gipfelkreuz" mit seinem Untertitel "Ein Weg aus völliger Abhängigkeit in ein freies Leben" ist Realität. Sonntägliche Spaziergänge und sogar Wanderungen in den Voralpen sind heute mit dem einst beinahe bewegungsunfähigen Mann möglich. Aber zu viel sei hier nicht vorausgenommen. Das soll Inge Stauder den interessierten Zuhörern in der Gemeindebibliothek selbst erzählen.Äußerst spannend für alle, die dieses Buch in den Händen hatten und haben. Grund genug für das Gesundheitsforum, diese Lesung in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Gesunde Gemeinde Eningen und der Buchhandlung Litera in der Gemeindebücherei zu veranstalten – zumal die Autorin doch eine Eningerin ist. Die Lesung wird vermutlich eher ein Erfahrungsbericht mit dem Fokus auf die Aufgaben, Möglichkeiten und Schwierigkeiten als Betreuungsassistenz als ein medizinischer Fachvortrag zu den Thema Asperger-Syndrom werden, aber gerade deshalb umso eindrücklicher

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