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Donald Trumps Miss Universe vermeidet Steuern

Pressemitteilung von

Mohr mit der venezolanischen Journalistin Dalexis Forneau
Mohr mit der venezolanischen Journalistin Dalexis Forneau

Internationale Schönheitswettbewerbe bevorzugen Offshore-Domizile

(fair-NEWS) Noch bis vor Kurzem gehörte Miss Universe, einer der beiden führenden internationalen Schönheitswettbewerbe, dem amerikanischen Milliadär und Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Der Sitz der Organisation in der US-Steueroase Delaware war eines der illustren Negativbeispiele auf der International Compliance Conference in Frankfurt, wie mit Hilfe von Briefkastenfirmen Steuern vermieden, schwarze Kassen unsichtbar gebildet oder Gewinne krimineller Aktivitäten verschleiert werden.

Als Schlussredner hatte FICO TONBELLER, der deutsche IT-Anbieter von Risikoidentifizierungs- und Überwachungslösungen, den Panama-Experten Carsten Mohr aus dem Vorstand der Nichtregierungsorganisation Business Crime Control gewonnen. Erfrischend launig sprach Mohr im Anschluss an den Vertreter der US-amerikanischen Homeland Security über „Hinter- und Abgründe von Offshore-Gesellschaften“, Terrorismusfinanzierung, Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Dabei fand sein investigatives Projekt in der Welt der Beauty Contests, welches sich 2008 im Anschluss an die Aufdeckung der panamaischen Briefkastenfirma Billingsley des damaligen Auslandschefs der Bundesdruckerei, Jörg Baumgartl, ergab, Erwähnung: „Auch Miss World Limited sitzt formell auf Jersey, einer steuerbefreienden Kanalinsel“. Es werde in der Branche gerne mit Charity-Veranstaltungen und Advocacy, dem Eintreten für soziale Zwecke, geworben. Die Staaten mit Steuern zu befähigen, Basisversorgung finanzieren zu können, werde nicht für notwendig gehalten.

Auch in Deutschland betreibe der Miss-Deutschland-Eigentümer Detlef Tursies seine internationalen Wettbewerbe über die Phantomfirmen Miss Intercontinental Organization und World Beauty Organisation („Top Model of the World") in Panama. Seinem Beispiel folgte dessen ehemaliger Geschäftspartner Gerhard Parzutka von Lipinski und gründete ebenfalls eine panamaische Tarnfirma im Beauty-Pageant-Genre. Am Fall des Deutschen, der sich seit seinem Bankrott in Polen betätigt, zeigte Mohr nicht nur Vertragserfüllungs- und Reputationsrisiken, sondern auch die Gefahren für Besitzer von „Bearer-Share“-Companies in Steuerparadiesen auf. Ein solch dokumentierter Inhaberschein verbrieft das Eigentum an der Gesellschaft. Wird er gestohlen, geht die Firma vollständig verloren.

Ähnlich dramatisch sei, so Carsten Mohr, wenn sich der Treuhänder selbst als untreu erweise. Der Compliance-Experte erinnerte an Dr. Dr. Herbert Batliner, der Schlüsselfigur der großen CDU-Parteispendenäffären in den siebziger bis neunziger Jahren. Der Erfinder der Familienstiftungen in Liechtenstein, in denen Hunderte Millionen Mark vor der Steuer versteckt und gewaschen wurden, verstand es, sich Vermögen anzueignen, wenn die Stiftungserben außer eines Codewortes über keine Nachweise verfügten oder erhöhte Kosten seiner Kanzlei hinnahmen.


Bildinformation: Mohr mit der venezolanischen Journalistin Dalexis Forneau


Business Crime Control e.V.
Postfach 1575
63475 Maintal
Deutschland
Telefon: 01632188210
Ansprechpartner: Carsten Mohr

Homepage:
www.businesscrime.de

Unternehmensprofil:
Business Crime Control e.V. mit Sitz in Maintal ist eine unabhängige Aufklärungs- und Hilfsorganisation von Bürger- und Menschenrechtlern, die 1991 den gemeinnützigen Verein BCC gegründet haben und seither mit Fallanalysen, Recherchen, wissenschaftlich gestützter Beratung und öffentlicher Aufklärungsarbeit über die Sozialschädlichkeit und Umweltfeindlichkeit der kriminellen Ökonomie zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität, Organisierter Kriminalität und Korruption einen eigenständigen, vom marktradikalen Mainstream abweichenden Beitrag leisten.

Diese Pressemitteilung wurde über fair-NEWS veröffentlicht.
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