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Der vierte Weg des Erwachens

Pressemitteilung von

E.M.A. Betsch
E.M.A. Betsch

TraumaDance

(fair-NEWS) Alles Erleben ist eine Frage des Unterscheidens und Bezeichnens. Mit anderen Worten: Ein Trauma ist nicht so oder anders, sondern: Ein Trauma ist, was als Trauma empfunden wird. 
 
Überforderung / Overload
Normalerweise hat jeder Mensch in seinem Gehirn einen Vorrat an Erfahrungswissen („neuronale Netzwerke“) gespeichert, mit dem er auf Situationen angemessen reagieren kann. Ob dieses Erfahrungswissen nun aus eigenen Erfahrungen stammt oder von den Eltern oder anderen Menschen entlehnt (sprich: abgeguckt) wurde, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist, dass der Mensch Reaktionsmöglichkeiten im Gehirn angelegt hat. Hat er das nicht, dann entsteht eine Überforderung.
 
Hilflosigkeit / Blackout
Die Folge der Überforderung (s.o.) ist, dass der Körper massenweise Stresshormone ausschüttet, die ihn mit einer so ungeheuren Menge an Energie versorgen, dass der Mensch „rot sieht und Bäume ausreißen“ kann, sprich: Es gibt nur noch die Möglichkeit von Angriff oder Flucht, Leben oder Tod. Das Problem ist, dass der Körper einen derart aktivierten Zustand nur kurzfristig aushalten kann; er steht unter „Starkstrom“ und das Herz wird „durchbrennen“, d.h. es wird versagen, wenn sich, - sollte Angriff oder Flucht nicht möglich sein -, keine Schockstarre einstellt.
 
Abspaltung / Dissoziation
Wenn Tiere aufgrund einer Bedrohung reglos werden, ist diese Reaktion zeitlich begrenzt. Sobald sie aus dem Totstellreflex heraus kommen, steht ihnen die eingeschlossene Energie zur Flucht oder für einen Gegenangriff zur Verfügung. Menschen dagegen empfinden die Energie, die in der Erstarrungsreaktion eingesperrt ist, oft als so mächtig, dass sie Angst vor ihr bekommen und sie mitsamt dem Erleben der damit verbundenen Gefühle wie Wut, Schrecken, Scham, Schuld etc. in die „Verbannung“ schicken. Gleichzeitig werden dann Wächter- und Kontrollinstanzen in der Psyche installiert, die dafür sorgen, dass der Mensch weder mit der eingesperrten Energie noch mit der Erinnerung an den Vorfall jemals in Berührung kommen kann.
 
TraumaMuster / DoomLoop
Und trotzdem: Weil der Körper noch immer unter Starkstrom steht, - denn die Energie wurde ja nur verdrängt und nicht verbraucht -, weil also der Alarmknopf im Inneren noch nicht abgeschaltet wurde, bleibt der Mensch weiterhin in der „Hab-Acht-Stellung“ gefangen, was gleichzeitig auch den Drang zur Vollendung der Erstarrungsreaktion, d.h. zur Abführung der Energie aktiviert. Das wiederum verstärkt die Notwendigkeit der Wächter- und Kontrollinstanz, so dass am Ende ein Teufelskreislauf entsteht: Je mehr die Erstarrungsenergie nach Vollendung ruft, umso vehementer agiert die Wächter- und Kontrollinstanz; und umso vehementer die Wächter- und Kontrollinstanz agiert, umso mehr ruft die Erstarrungsenergie nach Vollendung, d.h. nach Abführung.
 
AlterEgo / Myself
Ein traumatisiertes Ich hat sich also aufgespalten in einen Anteil, der die Last der Erfahrung trägt, - der Verbannte (s.o.); in einen anderen Anteil, der dafür sorgt, dass sowohl die Energie als auch die Erinnerung an den Vorfall verdrängt bleibt, - die Wächter- und Kontrollinstanz; und dann gibt es da noch einen Anteil, der heroisch und vehement reaktiv anspringt und alles und jeden kurz und klein schlägt, falls doch etwas von dem, was verdrängt bleiben soll, an die Oberfläche dringt. Diese drei Anteile bilden zusammen das TraumaMuster, das sich autopoietisch am Leben erhält. Autpoietisch bedeutet: Es erschafft sich selbst nicht nur in seiner Existenz, sondern auch in seiner Wechselwirkung, was wie eine eigenständige Persönlichkeit erscheint, aber tatsächlich keine ist.

Infolge der Konstruktion des Alter Egos vergisst der Mensch sein wahres Ich und beginnt sich mit dem traumatisierten Ich zu identifizieren, d.h. er glaubt so zu sein, wie seine Anteile agieren und reagieren. Dem ist aber nicht so. Denn - metaphorisch ausgedrückt - Finsternis kann Licht nicht schlucken. Mit anderen Worten: Das traumatisierte Ich ist nur eine Erscheinungsweise, - quasi wie eine Illusion, ein Nebel, eine Wolkenschicht, eine Fatamorgana -, es ist also nur nur das Abbild einer Erfahrung; ein Abbild, das sich in den Vordergrund schiebt und die Sicht auf den Hintergrund, - nämlich das wahre Ich -, verstellt.
 
Wenn nun aber die Anteile zur Seite treten und die Sicht auf den Hintergrund freigeben, - und sei es auch nur für einen kurzen Moment, und sei es auch nur für einen kleinen Spalt -, kann das wahre Selbst hervortreten und mit seinem Licht (i.e.S. Wissen) den Raum der Finsternis (i.e.S. Vergessen) erhellen. Wenn das geschieht, dann wissen wir, dass es geschieht. Denn mit der wahren Natur, - wie auch immer sie für den Einzelnen beschaffen sein mag -,  ist der Mensch geboren: Er kennt sie, er weiß um sie und er erinnert sie, wann immer er ihr begegnet.
 
Nach Peter Levin kann ein Trauma der vierte Weg des Erwachens sein:
Indem wir unser Trauma auflösen, entdecken wir jene fehlenden Teile unseres Selbst, die uns das Gefühl von Ganzheit und Vollständigkeit geben. Der Prozess der Trauma-Heilung kann uns in tatsächliche Geburtskanäle des Bewusstseins werfen. Von einer traumatischen Erfahrung geheilt zu werden, kann jenes innere Schütteln und Zittern sein, der Kick, der uns erweckt und uns zurück in unser eigenes Ich führt.

http://traumadance.jimdo.com/


Bildinformation: E.M.A. Betsch


TraumaDance
Am Festplatz 4
76767 Hagenbach
Deutschland
Telefon: 072735296
Ansprechpartner: Elisabeth Maria Anna Betsch

Homepage:
http://traumadance.jimdo.com/

Pressekontakt:
JamOn Media GmbH
Unternehmensprofil:
E.M.A. Betsch, Buchautorin und Rechtsanwältin, Fachgebiet humane Trennung und Scheidung mit dem Schwerpunkt Systemische Lebensberatung und Mediation (sysTEM), Schulmediation u. Kindercoaching (SiS), Bioenergietherapie (Rosenheim) u. Traumatherapie (sysTEM), HypnoSpezial (sysTEM), Familien- und Systemische Strukturaufstellungen (WISL), TrainerIn (8kon, TraumaDance) Konfliktcoach

Diese Pressemitteilung wurde über fair-NEWS veröffentlicht.
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