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Senioren sind nur mit 0,07 % als Hauptverursacher aller KFZ-Halter an den PKW-Unfällen beteiligt

Pressemitteilung von

Unfälle lt. St. Bundesamt und KFZ-PKW lt. KBA - eigene Berechnungen Rainer Schäffer
Unfälle lt. St. Bundesamt und KFZ-PKW lt. KBA - eigene Berechnungen Rainer Schäffer

Die Begründung des Zuschlages bis 90 % auf die KFZ-Prämie für ältere KFZ-Halter konnte widerlegt werden.

(fair-NEWS) Die KFZ-Versicherung wird von neun Risikomerkmalen beeinflusst. Ein Merkmal davon ist das Alter des KFZ-Halters, bzw. des Fahrzeugnutzers, was meist dem Alter des Versicherungsnehmers entspricht.

Es hat sich nun herausgestellt, dass die KFZ-Versicherer seit 2008 auf die Prämien von KFZ-Haltern ab etwa 65 Jahren Zuschläge gegenüber jüngeren PKW-Besitzern erheben. Vergleiche, die jeder über Vergleichsportale durchführen kann, ergaben, dass diese bis zu 90 % der Versicherungsprämie betragen können.

Begründet werden diese Zuschläge von den Versicherern nach dem Allgemeinen Gleichbe-handlungsgesetz, § 20 Abs. 2 Satz 2 AGG: Eine unterschiedliche Behandlung wegen … des Alters … ist … nur zulässig, wenn diese auf anerkannten Prinzipien riskoadäquater Kalkulation beruht, insbesondere auf einer versicherungsmathematisch ermittelten Risikobewertung unter Heranziehung statistischer Erhebungen.

Das Kraftfahrtbundesamt hat den Bestand der Personenkraftwagen am 1. Januar 2016 mit ca. 45 Millionen festgestellt. Die Risikogemeinschaft der PKW-Fahrer umfasst somit ca. 45 Mio. Von den ca. 45 Mio. PKW’s beträgt der Anteil der Halter über 60 Jahre 29,3 %, was 13, 2 Mio. entspricht.

Nun wird den Fahrern ab 65 Jahren meist nachgesagt, sie würden sehr oft an den Unfällen schuld sein und daher müssten sie auch höhere KFZ-Prämien tragen. Es zeigt sich beim näheren Hinsehen, dass die Fakten die verbreitete Meinung nicht stärken.

KFZ-Nutzer ab 65 Jahren als Hauptverursacher an Unfälle zählen in der Risikogemeinschaft der PKW-Fahrer mit 0,07 Prozent und bei den Unfallbeteiligten nur 0,1 % von ca. 45 Mio. Kfz-Haltern bei Schäden durch Unfälle. Das angebliche Altersrisiko der Älteren ist für die KFZ-Versicherer verschwindend gering, gleichwohl müssen Senioren ab 65 Jahren einen Zuschlag von bis zu 90 % auf ihre Prämie zahlen.

Vermuten könnte der unbefangene Betrachter, dass die Zahlen für die Senioren zu deren Nachteil mit einer herbeigezogenen gesetzlichen Begründung unrichtig berechnet worden sind.

Die Begründung der KFZ-Assekuranz, dass aufgrund von statistischen Erhebungen die unter-schiedliche Behandlung aufgrund des Alters bei der KFZ-Versicherung gerechtfertigt ist, wird durch die vorstehenden Zahlen deutlich widerlegt.

Mehr als erstaunlich ist, dass die dafür zuständigen Ämter wie die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), die Bundesanstalt für die Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), das Statistische Bundesamt sowie das Verbraucherschutzministerium die Statistiken der KFZ -Versicherer nicht näher angeschaut haben, so dass die KFZ-Versicherer ungehindert seit acht Jahren erkennbar nicht begründete Zuschläge auf das Alter zu den KFZ-Prämien erheben.


Bildinformation: Unfälle lt. St. Bundesamt und KFZ-PKW lt. KBA - eigene Berechnungen Rainer Schäffer



Postfach 77 01 51
28701 Bremen
Deutschland
Telefon: 0421/6209682
Ansprechpartner: Rainer Schäffer

Pressekontakt:
Rainer Schäffer
Postfach 77 01 51
28701 Bremen
Mail: kontakt.bremen@googlemail.com
Unternehmensprofil:
Herr Schäffer ist jemand, der mit Menschen gerne zusammen arbeitet. Hierbei interessiert er sich für Benachteiligungen, die oft unmerklich für die Betroffenen über Bescheide, Abrechnungen, Prämien oder Betriebskostenabrechnungen bei Mietern und Wohnungseigentümern daher kommen.

Diese Pressemitteilung wurde über fair-NEWS veröffentlicht.
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