07.04.2008 - 14:34 Uhr

Buchvorstellung: Wunder brauchen Zeit

Pressemitteilung von Jutta Schütz

Buchvorstellung: Wunder brauchen Zeit
Buchvorstellung: Wunder brauchen Zeit
Die Autorin Jutta Schütz hat am 29. Februar 2008 ihren Roman: "Wunder brauchen Zeit" der Buchwelt vorgestellt. Mit dem brisanten Thema "Transsexualität" wagt sie sich in die Öffentlichkeit und zeigt uns in ihrem Roman eine ganz andere Welt der Gefühle. Sie packt in diese außergewöhnliche Liebensgeschichte eine gute Portion Humor und Erotik hinein und lässt auch die große Problematik nicht außer Acht.

Kurze Inhaltsangabe: Eine junge Frau verliebt sich in den Arbeitskollegen ihres Mannes. Ausgerechnet dieser Mann vertraut ihr an, dass er lieber eine Frau wäre. Natürlich versucht sie sich gegen diese Liebe zu diesem außergewöhnlichen Mann zu wehren und versucht auch gleichzeitig ihm zu helfen. Die Probleme, die dadurch entstehen, sind vorprogrammiert. Gemeinsam informieren sie sich über Transsexualität und besuchen auch eine Selbsthilfegruppe. Am Ende wird es eine große Überraschung geben. Leseprobe:Kapitel 5Ein paar Tage danach erhielt ich einen langen Brief von Uwe. Er hatte ihn persönlich in meinen Briefkasten geworfen, denn der Umschlag war ohne Briefmarke. Ich steckte ihn ohne zu öffnen in meine Tasche, da ich sehr in Eile war. Außerdem wollte ich seine Zeilen in Ruhe lesen.

Ich fragte mich den ganzen Tag, was er mir wohl geschrieben hatte und wurde immer ungeduldiger. Gegen sechzehn Uhr verließ ich das Büro und fuhr nach Hause. Eilig schloss ich die Tür auf und schmiss meine Jacke achtlos aufs Sofa und begann zu lesen.Er schrieb über seine Gefühle, die ihn nicht mehr losließen. Er beschrieb sie voller Leidenschaft und ich konnte jedes einzelne Wort in meiner Seele spüren. Nein, sein Geständnis erschreckte mich nicht, seine Gefühle waren nur so überraschend für mich. Sollte ich jetzt schockiert oder erschüttert oder traurig sein?Ich saß auf meinem blau melierten Teppichboden und konnte wegen meiner weichen Knie nicht aufstehen. Dieser tolle Mann hatte mir soeben ein Geständnis gemacht und er vertraute jetzt auf mein Mitgefühl.Rot lackierte Fingernägel, die Wimpern lang und seidenschwarz getuscht, Make-up und rubinrote, glänzende Lippen. Dazu einen engen und nur bis zum Po reichenden Minirock, Nylonstrümpfe und hohe Pumps.Uwe fand das an Frauen sehr toll.Aber am meisten an sich selbst. Seine Frau in ihm möchte endlich zu leben anfangen!Nein, ich war nicht traurig und auch nicht entsetzt, vielleicht nur etwas erschüttert. Und was ich sonst noch fühlte, kann ich nicht mit Worten beschreiben. Vielleicht war es so wie rückwärts gehen, oder im Kopfstand zu versuchen ein Glas Sekt zu trinken und dabei die Schwerkraft außer Acht zu lassen? Selbstverständlich wusste ich, dass es "solche Menschen" irgendwo gab, nur hatte ich nie welche von ihnen kennen gelernt. Und ausgerechnet Uwe sollte solch ein Mensch sein?Er schrieb über Gefühle die weiblich oder männlich wären und ich fragte mich, was Gefühle mit dem Geschlecht zu tun haben? Und ich dachte mir, nicht männlich oder weiblich bilden den Unterschied, sondern echt und unecht.Seine Schilderungen, diese Reise in sein Inneres, hatten mich auf eine Weise berührt, wie die Tautropfen im Gras, wenn sich der Nebel langsam im Morgengrauen erhebt. Ich spürte, dass er jetzt wie ein Vergissmeinnicht für mich war, das ich ganz nah an meinem Herzen spüren möchte, aber trotzdem nicht pflücken durfte.In den letzten Tagen musste ich sehr viel an ihn denken, und wenn ich an ihn dachte, dann hätte ich mich jedes Mal an ihm berauschen können. Daran änderte jetzt auch dieser Brief mit seinem Bekenntnis nichts mehr.Kapitel 6Der nächste Tag war mein dreißigster Geburtstag und ich hatte Uwe zum Frühstück eingeladen. Pünktlich um neun Uhr schellte es an meiner Tür und ich öffnete mit glühenden Wangen.

Natürlich war ich unsicher und wusste nicht, wie ich mich ihm gegenüber verhalten sollte. Die letzten Wochen hatte ich immer deutlicher gespürt, wie magisch mich dieser Mann anzog, dieser Mann, der jetzt lieber eine Frau werden möchte. Wie selbstverständlich nahm er mich zur Begrüßung in seinen Arm und küsste mich auf den Mund. Viele unbekannte Gefühle baten in diesem Augenblick vor meinem Herzen um Einlass und ich lies sie ohne weiter nachzudenken einfach herein.Als ich uns Kaffee einschenkte, brachten mich sein umwerfender Charme und sein unwiderstehliches Lächeln etwas aus dem Konzept und er bemerkte das Zittern meiner Hände. "Ich spüre deine Unsicherheit mir gegenüber", fing er zögernd an. "Du hast meinen Brief gelesen?" "Ja Uwe." "Und du weißt jetzt nicht, was du sagen sollst?" "Stimmt." "Liebe Lissy, es ist heute dein Geburtstag und wir sollten wirklich ein anderes Mal darüber reden. Wärst du damit einverstanden?"Natürlich war ich damit einverstanden, denn ich wusste ja überhaupt nicht, wie ich mit dieser Situation umgehen sollte. Aber wenn ich mir ihn ansah, konnte ich überhaupt nicht fassen, was ich gestern gelesen hatte. So ein toller Mann, dem alle Frauen hinterher schauten, wo auch immer er auftauchte, will eine Frau werden? Das war doch wohl ein Witz? Nach dem Frühstück gingen wir stundenlang am Fluss spazieren. Am Ufer sitzend schauten wir dem Wellenspiel des Wassers zu in denen sich die verschiedensten Figuren der Wolken wider spiegelten und unsere Hände fanden sich oft und er drückte dann zärtlich für Sekunden meine Hand. Menschen, die an uns vorüber gingen, hielten uns für ein Liebespaar. Was wohl Liebe ist?


Jutta Schütz
Im Mittelfeld 18
76698 Ubstadt-Weiher
Ansprechpartner: Jutta Schütz

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Jutta Schütz
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Über die Autorin:Jutta Schütz Sie wurde 1960 in Lebach im Saarland geboren und wohnt jetzt mit ihrer Familie in Bruchsal. Ihre Berufe sind: Sekretärin, Buchhalterin und Reiseleiterin. Sie lebt abwechselnd in Europa, Afrika und Amerika. Nebenher studierte sie noch Psychologie.Das Schreiben hat sie sich zum Hobby gemacht und so erschien am 29. Februar 2008 ihr erster Roman: Wunder brauchen Zeit (Buch: ISBN-Nr.: 978-3-940921-94-9) vom Verlag: tredition GmbH (www.tredition.de)

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