19.05.2009 - 16:26 Uhr

Schuberth gibt die 10 wichtigsten Pflegetipps für Motorradhelme

Pressemitteilung von Straub & Linardatos GmbH

Stefanie Reichenbacher, Leiterin des Service-Centers beim Helmhersteller Schuberth
Stefanie Reichenbacher, Leiterin des Service-Centers beim Helmhersteller Schuberth
Jetzt ist er da, der Frühling. Zusammen mit den nahezu sommerlichen Temperaturen kehren auch die Motorrad- und Rollerfreunde auf die Straßen zurück. Für uneingeschränkten Fahrspaß und Fahrsicherheit ist die Pflege des Motorradhelms unerlässlich. Hierzu gibt Stefanie Reichenbach, Leiterin des Service-Centers beim Helmhersteller Schuberth, zehn grundlegende und leicht umsetzbare Tipps.

1.Sicherheitskontrolle
Kontrollieren Sie zum Saisonstart unbedingt die einwandfreie Funktionsfähigkeit Ihres Helms. Das Kinnriemenschloss muss passgenau schließen und sich problemlos wieder öffnen lassen. Dabei sollte der Kinnriemen ebenfalls in einwandfreiem Zustand sein. Ist dies nicht der Fall, lassen Sie diesen von Ihrem Händler auswechseln. Kratzer auf dem Visier beeinträchtigen die Sicht und stellen somit ein hohes Unfallrisiko dar. Vergewissern Sie sich vor Ihrer ersten Fahrt, dass Sie einen ungehinderten Durchblick haben und tauschen Sie gegebenenfalls das Visier aus.

2. Reinigung der Helmschale
Der Winterstaub und Verschmutzungen durch Insekten nach einer Tour lassen sich einfach mit einem feuchten Tuch und etwas warmer Seifenlauge beseitigen. Zur Konservierung des Lacks nutzen Sie am besten eine handelsübliche Politur.
Wichtig: Verwenden Sie auf keinen Fall „scharfe“ Reinigungsmittel wie Reinigungsbenzin, da diese den Lack angreifen können! Eine milde Seifenlauge reicht für die Helmschale in der Regel aus.

3. Reinigung des Belüftungssystems
Insekten können zur Verstopfung der Belüftungshauben führen und die Frischluftzufuhr behindern. Reinigen Sie daher regelmäßig das Belüftungssystem. Eine schlecht funktionierende Belüftung kann die Konzentration bei längeren Fahrten mindern.

4. Reinigung der Gummierung
Die regelmäßige Reinigung der Dichtung mit lauwarmem Wasser und einem weichen Tuch verhindert ein Verkleben des Gummis am Visier. Lassen Sie es gut trocknen, bevor Sie das Visier schließen und den Helm wieder nutzen.
Tipp: Pflegen Sie die Gummidichtung des Helms ab und zu mit etwas Talkumpuder. So bleibt das Material länger haltbar und wird nicht spröde.

5. Reinigung der Innenausstattung
Schuberth Premium Helme verfügen über teilweise herausnehmbare Innenausstattungen und gewährleisten damit eine einfache Pflege. Diese herausnehmbaren Polster können Sie in der Waschmaschine bei 30 Grad reinigen. Nicht entfernbare Stoffteile reinigen Sie durch vorsichtiges Auftragen einer milden Seifenlösung mit einem Tuch. Vermeiden Sie dabei das Durchwässern der Polsterteile.
Hinweis: Durch das Tragen einer Sturmhaube schonen Sie das Innenfutter und verlängern dessen Lebensdauer erheblich.

6. Reinigung des Visiers
Um die Visieraußenseite zu reinigen, nehmen Sie einen weichen Lappen und etwas lauwarmes Wasser. Bei hartnäckigen Verschmutzungen durch Insektenreste legen Sie ein feuchtes Papiertuch auf die Außenseite des Visiers und lassen es eine kurze Zeit einwirken. So lässt sich der Schmutz anschließend schnell und unkompliziert entfernen. Eine Anti-Fog-beschichtete Visier-Innenseite wie bei einigen Schuberth Helmen ist ausschließlich mit einem nebelfeuchten Mikrofasertuch vorsichtig zu reinigen. Vermeiden Sie zudem starkes Reiben oder Rubbeln, andernfalls kann die Innenbeschichtung schwer beschädigt werden. Eine Beschlagsfreiheit ist dadurch nicht mehr gegeben.
Wichtig: Nach einer Reinigung lassen Sie das Visier einige Zeit an der Luft trocknen, damit sich keine Luftfeuchtigkeit zwischen Helm und Visier bilden kann. Diese kann die beschlagshemmende Eigenschaft des Visiers beeinträchtigen.

7. Reinigung des Sonnenvisiers
Alle Schuberth Helme verfügen standardmäßig über ein Sonnenvisier. Auch hier sollten Sie vor Fahrtantritt dessen Funktionsfähigkeit und Sauberkeit testen. Zur Reinigung empfiehlt sich hier ein nebelfeuchtes Mikrofasertuch. Da es sich bei diesen Visieren ebenfalls um empfindliches Zubehör handelt, vermeiden Sie ein starkes Rubbeln und Reiben um das Visier und die aktive Anti-Fog-Beschichtung nicht zu beschädigen.
Wichtig: Nicht für die Reinigung geeignet sind der Einsatz von Reinigungsmitteln und Wasserbädern.

8. Nach einem Sturz
Ersetzen Sie Ihren Helm nach einem Sturz immer gegen einen Neuen; selbst dann, wenn der alte Helm keine sichtbaren Schäden aufweist! Feine, unsichtbare Haarrisse machen den Helm instabil. Zudem kann durch einen Sturz die Innenschale gestaucht sein. Dies beeinträchtigt die Schutzwirkung des Helms. Nur ein intakter Helm bietet einen wirksamen Schutz vor Kopfverletzung bei Unfällen!

9. Neuer Helm für größtmögliche Sicherheit
Motorradhelme sind nicht für die Ewigkeit gebaut. Durch Materialermüdung und Verschleiß an einzelnen Komponenten ist ihre Lebensdauer beschränkt. Zudem altern Helmschale und Futter, wodurch der Helm an Stabilität und Passgenauigkeit verliert. Dieser Verschleißeffekt variiert je nach Gebrauchsintensität und Witterung. Die Helmexperten von Schuberth empfehlen daher einen Tausch des Helms nach circa fünf Jahren.

10. Pflege der Visierrasterung
Generell ist es bei Schuberth Helmen nicht nötig die Visiermechanik zu ölen oder zu fetten. Sie sollten jedoch darauf achten, dass sich keine groben Schmutzpartikel darin befinden. Dies garantiert eine vollständige Funktionsfähigkeit und lange Lebensdauer der Mechanik.


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Unternehmensprofil:

Schuberth-Helme: Hightech "Made in Germany"
Schuberth mit Sitz in Magdeburg entwickelt und produziert seit über 70 Jahren Kopfschutz-Systeme im Highend-Bereich. Mit einer Vielzahl an innovativen Produkten zählt das Unternehmen zu den weltweit führenden Herstellern für Formel 1- und Motorradhelme. Insbesondere die Erfahrungen aus der Königsklasse des Motorsports liefern beständig neue Impulse für Produktentwicklungen, die die Referenzklasse der Kopfschutz-Systeme markieren.

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