28.05.2009 - 08:46 Uhr

Natürliche Anstriche fürs Wohlbefinden

Wer beim Streichen der Wände gesundheitlich auf Nummer Sicher gehen will, für den sind Naturfarben eine gute Alternative. Nicht nur, dass sie keine Lösungsmittel enthalten, sie helfen auch, Schimmel zu vermeiden. Einige Bio-Varianten lassen sich sogar günstig selbst herstellen.

Pressemitteilung von Immowelt AG

Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Reizungen der Atemwege in Innenräumen können durch Wandfarben ausgelöst werden. Denn handelsübliche Dispersionsfarbe enthält manchmal Lösemittel. Selbst der Aufdruck „lösemittelfrei“ garantiert nicht völlige Sicherheit, da die Entwicklung von haltbarer verarbeitungsfertiger, also nasser Wandfarbe nicht ohne die umfangreiche Palette chemischer Füll- und Zusatzstoffe wie Weichmacher, Dispersionen und Konservierungsstoffe möglich ist, berichtet das Immobilienportal Immowelt.de. Als Alternative bieten sich Naturfarben an. Lehmfarben etwa sorgen für einen gut deckenden Anstrich völlig ohne Lösemittel und Konservierungsstoffe. Darüber hinaus reguliert Lehm die Raumluftfeuchte, wirkt antistatisch und reduziert Schadstoffe in der Raumluft.

Die Wandfarbe auf Lehmbasis kann grundsätzlich auf allen trockenen, staub- und fettfreien Untergründen mit der Lasurbürste aufgestrichen oder mit der Farbwalze aufgerollt werden. Fehlerhafte Untergründe wie Löcher oder Spachtelgrade werden allerdings auch nach dem Übertünchen sichtbar bleiben. Entscheidend für den Erfolg ist also nicht nur der Farbauftrag, sondern ebenso die Vorbereitung des Untergrundes, betont Immowelt.de. Neben Lehmfarben sind beispielsweise auch Silikatfarben Wandfarben auf natürlicher Rohstoffbasis, die auf Putz oder Tapete angewendet werden können. Zu ihrer Herstellung wird Quarzsand (Silikat) mit Pottasche unter großer Hitze geschmolzen und zu einer wässerigen Silikatschmelze verarbeitet. Die ausgehärtete Farbe ist witterungs- und säurebeständig und wirkt antibakteriell.

Wer will, kann natürliche Wandfarben preiswert auch selbst herstellen. Leimfarben beispielsweise werden aus Wasser, pflanzlichem Leim und Pigmenten gemischt. Sie decken sehr gut und bilden an der Wand einen kreidigen Effekt. In Feuchträumen sollten sie allerdings nicht verwendet werden, da sie nicht wasserfest sind, rät Immowelt.de. Eine andere Möglichkeit sind die so genannten Kalkkaseinfarben, die im Vergleich zur geleimten Wandfarbe den Vorteil haben, dass sie nicht abkreiden und mehrfach überstrichen werden können. Kaseinfarbe lässt sich innerhalb einer halben Stunde aus Kalk, Pigmenten und Magerquark herstellen. Für Feuchträume gibt man noch einige Tropfen Leinölfirnis dazu und erreicht so eine weitgehend wasserfeste Oberfläche. Als Pigmente für Farben kommen Kreide, Marmormehl sowie bunte Erd- und Mineralpigmente in Frage.


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