Messestatements zur Eurobike 2010
[pd-f] Die Eurobike ist nach dem Wegfall der Kölner Fahrradmesse IFMA laut vieler Branchenkenner die Welt-Leitmesse der Fahrradbranche. Sie ist vergangenes Wochenende zu Ende gegangen. Wie lief die erste Eurobike der Post-IFMA-Ära? Der pressedienst-fahrrad hat bei Ausstellern nachgefragt.
Pressemitteilung von pressedienst-fahrrad
Torsten Mendel, Marketingleiter bei Abus (www.abus.de
)"Wir finden auf der Eurobike dieses Jahr sehr reges Interesse am Komfort beim Radfahren. Spaß am Radfahren wird durch Entspannung und Komfort möglich. Immer mehr Alltagssportler setzen sich aufs Rad, im Zuge dessen erleben wir eine deutliche Vermischung der verschiedenen Radgattungen: Radler beispielsweise wollen Komfort beim Sport - aber auch sportlichere Positionen für Alltagsräder. Unsere Erweiterung der sechs Sattellinien um je ein sportliches Modell erweist sich als richtige Entscheidung."
Matteo Paccagnella, Marketing Manager bei Selle Royal (www.selleroyal.com
)"Wir empfinden diese Eurobike als grundlegend positiv, vor allem der internationale Anteil zeigt sich sehr stark. Wir konnten viele neue Exportkontakte schließen - in unserem zehnköpfigen Standteam waren vier für den Export nach Österreich und in die Schweiz zuständige Kollegen. Die Änderung der Öffnungszeiten wirkte sich vor allem auf einen entspannten Straßenverkehr aus, auch seitens unserer Händler hörten wir öfter, die Verkehrssituation stelle sich besser dar als zuvor. Unsere Neuheiten wie das 24-Zoll-Jungenrad Crusader wurden hervorragend angenommen, es wurde mehrfach als 'genau richtig' beschrieben, erstmals ein Schul-Mountainbike mit 24 Gängen und Abbau-Optionen verschiedener Teile anzubieten."
Ralf Puslat, Geschäftsführer von Puky (www.puky.de
)"E-Bikes sind der stärkste Trend der Fahrradwelt - in diesem und im nächsten Jahr. Wir sind sehr froh, als Pionier in Sachen E-Bikes auf dieser Messe zu sein. Unser 15-jähriger Weg auf diesem Gebiet wird nun von anderen Marktteilnehmern massiv bestätigt und das freut uns selbstverständlich. Es fiel auf, dass kaum ein Stand ohne ein E-Bike zu finden war; auch sportliche Anbieter sind nun vermehrt dabei. Das war nötig und tut dem Thema gut. Von den Händlern erfuhren wir viel Begeisterung; viele setzen auf Flyer als eine wichtige Säule ihres Geschäfts. Das zeigt sich auch in den positiven Signalen für die Vororder 2010."
Kurt Schär, Geschäftsführer von Biketec (www.flyer.ch
)"Die Eurobike 2009 war lebendig, die ganze Fahrradwelt zeigte sich trotz Wirtschaftskrise sehr vital. Es ist offensichtlich, dass es auch im nächsten Jahr mit der Radbranche nicht bergab geht. Wir haben phantastische neue Produkte präsentiert und zudem auch zwei Eurobike-Awards gewonnen. Der einzig vergebene Green Award dieses Jahres ging an unser ‚E-Werk". Die Messe Friedrichshafen ist zu ihrer 2009er Eurobike nur zu beglückwünschen - die Veranstalter haben große Anstrengungen unternommen, um die Verkehrssituation in den Griff zu bekommen. Das ist großenteils gelungen und die bereits in die Wege geleiteten Maßnahmen wie der Ausbau der Anfahrt West und Ost versprechen eine völlige Beseitigung dieser Probleme im kommenden Jahr. Uns bleibt also einzig der Wunsch, 2010 mit einem angemessen großen Stand vertreten sein zu dürfen."
Dr. Rainer Müller, Geschäftsführer Busch & Müller (www.bumm.de
)"Die Eurobike bietet seit Anbeginn ein großartiges Ambiente. Als sehr großer Erfolg sind die Fahrgelegenheiten zu nennen, wie der Demo Day und das Freigelände mit dem Extra Energy-Stand. Unsere Räder waren ständig verliehen. Auch die E-Bike-Ausstellung im Foyer Ost empfinden wir als sehr gelungen. Hier in Friedrichshafen konzentriert sich das gesamte Raduniversum - wir merken das vor allem am Ansturm auf unseren Stand: Wir sind mit 18 Mitarbeitern hier und haben alle rund um die Uhr zu tun. Die beste Resonanz erhalten wir natürlich auf unsere Hybrid-Räder. Das neue Avenue hybrid grenzt sich funktional ab: Der Frontnabenmotor ermöglicht ihm als einzigem Hybridrad einen Rücktritt sowie freie Schaltungswahl."
Markus Riese, Geschäftsführer von riese und müller (www.r-m.de
)"Wir sind im Großen und Ganzen zufrieden mit der Eurobike 2009. Allerdings wirkt sich die Änderung der Öffnungszeiten für uns nicht positiv aus. Abendtermine verschieben sich noch weiter und die Tage werden so noch länger. Ein weiterer Besuchertag am Sonntag würde uns auch helfen. In der Werbung der Eurobike vermissten wir das Thema Reise und Trekking völlig, das mag auch der Grund sein, warum so wenig Händler aus dem Norden der Republik anwesend waren. Mit den Ergebnissen der Messe sind wir glücklich. Die Atmosphäre war super, wir konnten einen zweistelligen Zuwachs an Händlern verbuchen und fragen uns ernsthaft, von welcher Krise überall die Rede sein mag. Allein das Interesse an unserer Messeneuheit, dem E-Bike-Kit für Reiseräder namens eSupport, zeigt ganz deutlich, dass Händler und Endverbraucher willens sind, für Qualitätsprodukte einen angemessenen Preis zu zahlen. 2010 werden wir sicherlich mit einem größeren Stand zugegen sein."
Inge Wiebe, Geschäftsführerin Utopia Velo (www.utopia-fahrrad.de
)"Die Eurobike lief für uns auch 2009 wieder super, wir hatten viel Betrieb am Stand und sehr gute Gespräche. Man merkt deutlich, dass die Branche sich mit Spaß professionalisiert - wir fanden eine angenehme, entspannte Zufriedenheit. Sehr gut gefielen uns die neuen Lösungen der Messe Friedrichshafen, die neuen Hallen und der Ostflügel. Die Anfahrt per Rad war wieder prima - die Gegend ist einfach wunderschön zum Radeln. Im Auto anzureisen ist eh unpassend für diese Branche - ähnlicher Meinung waren auch viele unserer Händler. Deren Feedback zeigte uns übrigens auch, dass wir mit den Produkten auf dem richtigen Weg sind: Der neue Babysitz wurde begrüßt, Croozer-Kindertransporter überzeugen nach wie vor durch das Preis-Leistungs-Verhältnis und die neuen Chariot-Farben wurden wohlwollend angenommen."
Reiner Kolberg, zuständig für Kommunikation von Zwei plus zwei (www.zweipluszwei.de
)"Unser Eindruck von dieser Eurobike ist ein konstant hoher Besucherfluss - wenn es auch auf unserem Stand relativ ruhig war. Aber wir konnten einige Radhändler mit unserem Thema Fahrradgarage/Fahrradparksysteme erreichen, was quasi unser Hauptanliegen ist, denn wir haben bisher größtenteils mit Kommunen und Großbetrieben zusammengearbeitet. Wir präsentierten hier unsere neue Radgarage BikeBox Three - und erhielten viele Reaktionen auf die bisherigen Fernseh- und Zeitungsberichte. Wir haben Anfragen sogar aus Asien! Unsere Richtung für die 2010er Messe ist klar: Ein größerer Stand!"
Andreas Hombach, Key Account Manager bei wsm, Walter Solbach Metallbau GmbH (www.wsm.eu
)"Die Eurobike ist wegen ihrer Größe einfach unverdaubar - im positiven Sinne: Ich hätte gerne mehr Zeit gehabt, selber Stände anzuschauen. Doch dafür ließen uns die Besucher unseres Standes schlicht keine Zeit. Das Konzept unseres Lastenrades Mundo wird sehr gut verstanden und sogar manchmal noch mit freudiger Überraschung ‚belohnt". Wir konnten einige Bestellungen festhalten - aus denen auch klar der Trend E-Bike hervorgeht: Gerade im Bereich Lastentransport ist der unterstützende E-Motor ein willkommenes Zubehör. Andere Anfragen zeigten die zwei anderen deutlichen Trends für 2010: Familienmobilität und Fahrradnutzung durch Kleingewerbe."
Klaus Schröder, Geschäftsführer von Yuba (www.cargobike.info
)"Die Eurobike 2009 überraschte uns mit zahlreichen konkreten Bestellungen aus dem Ausland - z. B. aus den Niederlanden, Großbritannien und Korea; das war so noch nie da. Generell war unser Stand weitaus besser besucht als z. B. 2008 - das kann man sicher dem allgemeinen Retrotrend zuschreiben. Dass die Eurobike so voll war, dass sogar teilweise Stände in den Gängen verkauft wurden, gefällt mir nicht, da sollte mehr Luft gelassen werden. Verständlich ist es insofern, dass viele Aussteller gerne größere Stände gebucht hätten; so auch wir. Von den 2010er Trends gefiel mir der Gates-Riemenantrieb am besten. Ich bin froh über das hohe Qualitätsniveau, das der Riemen ermöglicht. Auch fiel auf, dass das Interesse am MTB zurückgeht, mehr Augenmerk scheint auf urbaner Mobilität zu liegen. Das gefällt uns sehr gut, denn wir sind Stadt. Das MTB in unserem Namen steht nämlich seit 1982 für ‚Motion Technics Bern" - und nicht für ‚Mountainbike"."
Butch Gaudy, Gründer und Inhaber von MTB Cycletech (www.mtb-cycletech.de
)"Die Eurobike ist die wichtigste Fahrradmesse der Welt und somit das klare Jahres-Highlight für unser Unternehmen. Die Qualität der Gespräche hat immens zugenommen, ebenso ihre Anzahl. Daher sind wir hier mit insgesamt 100 Mitarbeitern aus allen Bereichen der Firma vertreten. Während die Händler und Besucher über die 2010er Produkte informiert werden, findet hinter den Kulissen schon die Konzeption der Neuheiten 2011 statt. Die Atmosphäre dieser Messe begeistert nicht nur uns, sondern auch Besucher; eine Pressevertreterin nannte die Eurobike ‚besser als die IAA"."
Dirk Belling, Marketingchef bei Sram Europe (www.sram.com
)"Die Fahrradindustrie ignoriert die Weltwirtschaftskrise. Wir spüren einen klaren Anzug des Bereichs Singlespeed und Fixies; unser neuer Starrgänger Brougham mit dezentem Design trifft offensichtlich genau den Nerv der Zeit. Überhaupt ist Style stark im Kommen - klare Farbkonzepte dürfen mitunter auch knalligere Töne zeigen, wie z. B. unser AR5, das neben Sichtcarbon an Weiß/Grellgrün erkennbar ist. Unsere Händler berichten von einem guten Jahr 2009, die Vororder läuft gut an und wir blicken zuversichtlich in die nächste Saison."
Stefan Scheitz, Marketing-Manager von Felt Deutschland (www.felt.de
)"Wir sind mit dieser Messe wieder sehr zufrieden - die Besucher scheinen entspannter durch die Hallen zu ziehen, das macht eine sehr gute Atmosphäre und ermöglichte angenehme Gespräche mit den Händlern. Grund dafür sind offensichtlich die neuen Öffnungszeiten, denn die Besucher sind nicht weniger geworden - eher leicht im Gegenteil. Anhand der Nachfrage können wir den klaren Trend E-Bikes nachvollziehen, aber auch MTBs ziehen wieder an, Downhill z. B. boomt regelrecht . Am stärksten aber sehen wir den Bereich City/Commuting im Kommen, das schließt den Fixies-Hype mit ein. Es hat mich sehr überrascht, wie viele Vertreter der Gattung man hier sieht."
Doris Klytta, Firmensprecherin bei Schwalbe (www.schwalbe.com
)"Unseren Messestand habe ich wieder mit Santana-Chef Bill McGrady betreut - und es war gut, die Händleranfragen direkt und bis ins Detail beantworten zu können. Die Besucher haben sich vor allem für unser Renntandem mit Shimano DI-2-Ausstattung interessiert und natürlich unsere Exogrid-Rahmen. Es ist ganz klar: Komfort ist eine der wichtigsten Eigenschaften eines Fahrradrahmens - wenn man wie bei unseren Exogrid-Rohren das Carbon in das ausgefräste Titan hineinlaminiert, erhält man die perfekte Verbindung von Schwingungsdämpfung und Leichtgewicht."
Wolfgang Haas, Europa-Importeur von Santana-Tandems (www.santana-tandem.com
)"Die Eurobike zeigt ganz deutlich, dass Farben wieder groß rauskommen. ‚Pimp my ride" ist jetzt für jeden Radler möglich, denn alle großen Hersteller bringen neue Farbkonzepte raus, vom Fahrradhersteller bis hin zu Komponentenspezialisten wie uns. Die Händleranfragen zeigen, dass Weiß als feste Größe im ‚Stilbaukasten" bleibt, fürs punktuelle Akzentuieren wird aber vermehrt gern zu eloxierten Alu-Teilen gegriffen. Hier geht es nur um Farbaspekte - das erschlagende Eloxieren des ganzen Rads wie in den Neunzigern ist vorbei. Wir verfolgen auch den Fixie-Trend sehr genau und werden im Laufe dieser Saison dafür geeignete Teile entwickeln. Zur Messe selber fällt mir auf: Ich vermisse das Chaos! Ich habe es weder erlebt noch davon gehört - das ist sehr schön! Die Extra-Stunde gefällt mir prima - auch wenn man so natürlich teilweise 13 Stunden am Stand verbringt ..."
Willi Humpert, Geschäftsführer der Humpert GmbH & Co. KG (www.humpert.com
)"Die Eurobike 2009 hat wieder Maßstäbe gesetzt und einmal mehr gezeigt, dass sie DIE Fahrrad-Messe auf dem Globus ist. Für Winora war die Messe in jeder Beziehung erfolgreich, wir konnten in allen Bereichen zulegen. Besonders hervorzuheben ist hier jedoch der Brückenschlag zwischen E-Bike und dem sportiven Sektor, der uns sowohl mit z. B. dem Modell Avanos als auch mit unseren neuen Urban-Pedelec Town:exp gelungen ist. Persönlich gefällt mir der Design-Quantensprung - wohin man schaut, sehen die Räder besser aus als im letzten Jahr. Es kommt mir vor, als ob die gesamte Branche stilistisch erwachsener und selbstsicherer geworden ist."
Susanne Puello, Geschäftsführerin von Winora (www.winora.de
)"Wir können uns dieses Jahr über ein sehr hohes Frequentieren unseres Standes freuen. Stetige Verbesserung zahlt sich eben aus - ein Teil unseres Standes mutet an wie ein gemütliches Café, das die Leute zum Anhalten, Ausruhen und entspannten Besprechen einlädt. Die Händler finden unser Programm stimmig, vor allem die E-Bikes finden viele Zielgruppen. Daher werden wir unsere Elektroräder künftig auch unter dem Motto ‚Das E-Bike verbindet Generationen" zusammenfassen. Ungebrochen ist der Ansturm auf die Cross-Räder - sie sind quasi die ‚SUV"s unter den Rädern und überzeugen mit breiten Einsatzspektrum. Ja, umfassend lässt sich feststellen: Die Grenzen zwischen den einzelnen Radgattungen verschwimmen zusehends."
Katrin Pfeuffer, Marketingmanagerin bei Hercules (www.hercules-bikes.de
)Mehr Informationen rund um das Thema Fahrradtrends und Neuheiten 2010 finden Sie unter www.pd-f.de
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