11.09.2009 - 14:45 Uhr

Vorstellung des im August von Goethe Literaturverlag erschienen Buches „Wir waren doch nur Kinder...“ des Autors Jenö Alpár Molnár am 14.09.09 im Südwestfernsehen

Pressemitteilung von Frankfurter Verlagsgrupe

Vorstellung des im August von Goethe Literaturverlag erschienen Buches „Wir waren doch nur Kinder...“ des Autors Jenö Alpár Molnár am 14.09.09 im Südwestfernsehen
Vorstellung des im August von Goethe Literaturverlag erschienen Buches „Wir waren doch nur Kinder...“ des Autors Jenö Alpár Molnár am 14.09.09 im Südwestfernsehen
In der SWR-Landesschau Rheinland-Pfalz wird am 14.09.09 ein Bericht über den Autor Jenö Alpár Molnar des August von Goethe Literaturverlages ausgestrahlt.
Das Buch „Wir waren doch nur Kinder...: Geschichte einer geraubten Kindheit“ von Jenö Alpár Molnár schildert autobiographisch das Schicksal eines Heimkindes im und nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach einer kürzlich ausgestrahlten Hörfunksendung dreht der SWR nun auch einen Fernsehbeitrag mit dem Autor. Auch auf der Frankfurter Buchmesse sind bereits Fernsehinterviews und Beiträge zu der Thematik am Stand der Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe angefragt.
Die Misshandlung und der Missbrauch vieler Nachkriegswaisen, die in den Wirren des Zweiten Weltkrieges teilweise gezielt den Eltern entzogen und in Heimen untergebracht wurden, ist ein aktuell diskutiertes Thema in der Politik. Im September will der „Runde Tisch“ unter Frau Dr. Antje Vollmer das lebenslängliche Trauma dieser vergessenen Kinder aufarbeiten, die unter unerträglichen Bedingungen groß geworden sind. Auch die Landtage der deutschen Bundesländer haben sich dieser unseligen Tragödie tausender von Kindern angenommen, wie der kürzliche Aufruf des Hessischen Landtages zu einer öffentlichen Anhörung von Heimkindern in den 60er und 70er Jahren erkennen lässt.
Molnár berichtet in seinem autobiographischen Roman vom grausamen Schicksal des Sohnes eines US-Soldaten und einer Österreicherin, der von der US-Armee entführt und in mehrere Heime gesteckt wurde. Trotz der erfahrenen Misshandlungen gelang es diesem besonders drangsalierten Menschen schließlich ein normales Leben zu führen, obwohl er bis vor wenigen Jahren nicht nur an den psychischen Folgen der Misshandlung, sondern auch unter der Verweigerung der deutschen Staatsbürgerschaft litt. Als Sohn einer Österreicherin und eines US-Soldaten und als Heimkind aufgewachsen besaß er weder die österreichische noch die amerikanische oder deutsche Staatsbürgerschaft.

Es ist daher ein Lichtblick für die unter ihrem unverschuldeten Heimaufenthalt bis heute leidenden Kinder, dass ihnen nun als Erwachsene endlich Gerechtigkeit widerfährt.
Hierzu möchte der Autor Jenö Alpár Molnár mit seinem Buch einen wichtigen Beitrag leisten, um auf diese Weise auf das Schicksal dieser verlorenen Kinder des Zweiten Weltkrieges aufmerksam zu machen.

„Kindesraub - geraubte Kindheit

Salzburg 1945

Die vor den Russen aus Ungarn geflohene 23-jährige Lehrerin E.M. erfährt die Liebe eines US-Besatzungssoldaten. Perfide Methoden der US-Armee in Österreich trennen die beiden - auch von ihrem Kind.
Während die Mutter in einem US-Militärgefängnis inhaftiert und der Vater in die USA zurückversetzt wird, entführt die US-Militärpolizei das Kind aus der Obhut von Nachbarn.
Gedeckt durch österreichische Behörden wird das Kind in den folgenden Jahren in zwei Kinderheimen versteckt.
Sein (Über-)Leben in den Heimen „Schloß Neuhaus“ und „Schloss Leonstein“ wird hier zur „Geschichte einer geraubten Kindheit“

Stimmen zum Buch:

„Eine autobiographische, erschütternde und zugleich Mut machen-
de Geschichte des Lebens - und Überlebens - in zwei oberösterreichischen Waisenhäusern der Nachkriegszeit, in denen der Autor den größten Teil seiner Kindheit verbracht hat. Authentisch und lebensweltnah, in einer klaren, kraftvollen und empfindsamen Sprache, wird die Inhumanität einer Zwangseinrichtung in bedrücken-
der Weise gegenwärtig. Unweigerlich stellen sich Assoziationen zu Jean-Paul Sartres düsterem Menschenbild ein: Die Hölle, das sind die anderen. Daß in dieser von Mißtrauen, Kontrolle und Gewalt geprägten Umgebung trotzdem Persönlichkeitsbildung durch Widerstand und kleine Fluchten möglich ist, auch Freundschaften und Liebe wachsen können, zählt zu den
bewegendsten Momenten einer Zeitreise in die persönliche Vergangenheit, verheißen sie doch einen aufrechten Gang durchs Leben. Ein faszinierendes und aufrüttelndes Buch, auch geschrieben gegen das Vergessen einer noch gar nicht so lange zurückliegenden Zeit, in der ,Wechselbälger’ noch Kinder zweiter Klasse waren.“
PD Dr. Waldemar Vogelgesang,
Universität Trier“ (Buchrückentext)

Jenö Alpár Molnár
Wir waren doch nur Kinder
Geschichte einer geraubten Kindheit
August von Goethe Literaturverlag im Frankfurter Literaturverlag GmbH
331 S., Softcover
17,40 €
ISBN 978-3-8372-0296-0


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Gelingende Literatur ist der Lebenswirklichkeit verpflichtet. Deshalb kann und muß moderne Literatur die nachwachsende Autorengeneration zur Erscheinung bringen. Dieser Aufgabe - neue Autoren durch Herausgabe von Debüts zu unterstützen - stellt sich der AUGUST VON GOETHE LITERATURVERLAG. Der Verlag ist in Deutschlands bedeutendster Literaturstraße, dem Frankfurter Großen Hirschgraben, zu Hause. Goethe-Haus, Theater und Buchhändlervereinigung sind neben dem AUGUST VON GOETHE LITERATURVERLAG ansässig. August von Goethe (1789-1830), der Sohn des berühmten Dichters, hinterließ ein Tagebuch, das von der Italienreise erzählt und seinen literarischen Ruhm begründet hat.

Der Verlag erinnert mit seinen Buchausgaben vorzüglicher Autoren der Gegenwart auch an den Reiseschriftsteller August von Goethe. Manuskripte sind an das Lektorat erbeten (www.august-goethe-verlag.de).

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