25.09.2009 - 17:41 Uhr

Reaktorsicherheitminister: „Der Störfall ist der Normalfall“

Warum handelt Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) nicht?

Pressemitteilung von Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft (CDAK)

CDAK-Aktion \
CDAK-Aktion \"Schach der Atomenergie\" Blockade des Atomkraftwerks Temelín (Tschechien)
Berlin / Mainz (25. September 2009) - „Ein Unfall oder ein Terroranschlag auf ein Atomkraftwerk kann in einem dicht besiedelten Industrieland eine Katastrophe auslösen“ sagt der für Strahlenschutz zuständige Bundesminister Sigmar Gabriel (SPD) über deutsche Atomkraftwerke. Die organisierten Atomkraftgegner in der Union sind empört darüber, daß Sigmar Gabriel die Bürgerinnen und Bürger dem Risiko von nach Gabriels eigener Beurteilung unsicheren Atomkraftwerken aussetzt und diese nicht, wie gesetzlich vorgeschrieben unverzüglich stillegt. Der BUNDESVERBAND CHRISTLICHE DEMOKRATEN GEGEN ATOMKRAFT (CDAK), CDU/CSU - Mitglieder für die Überwindung der Kernenergie hat sich deshalb gestern mit folgendem Brandbrief an Reaktorsicherheitminister Sigmar Gabriel (SPD)gewandt, den wir als Dokumentation für die Öffentlichkeit freigeben:

... im Wortlaut:

Bitte sofort vorlegen! Eilt sehr!

Reaktorsicherheitminister Sigmar Gabriel
via Ministerbüro
Alexanderstraße 3
D - 10178 Berlin
per Telefax 030 18 305-4375

24. September 2009

Betreff:
Dienen Atomkraftwerke Sigmar Gabriel zur Erpressung von Wählern?
„Der Störfall ist der Normalfall“

Sehr geehrter Herr Minister,

Sie haben die Sicherheit deutscher Atomkraftwerke öffentlich bezweifelt (Quelle: Abendblatt).

(Zitatanfang) „Die Behauptung der Atomindustrie, wir hätten in Deutschland die sichersten Kraftwerke, ist falsch. Auch deutsche Reaktoren sind anfällig. Der Störfall ist der Normalfall.“ (Zitatende)

(Zitatanfang) „Ein Unfall oder ein Terroranschlag auf ein Atomkraftwerk kann in einem dicht besiedelten Industrieland eine Katastrophe auslösen.“ (Zitatende)

Demnach gibt es in Deutschland in der Verantwortung von Reaktorsicherheitminister Sigmar Gabriel (SPD) höchstselbst schwer beherrschbare, im Ernstfall enorm gefährliche nukleare Abwärmekraftwerke.

Unsichere Atomkraftwerke sind jedoch unverzüglich stillzulegen.
So steht es im Gesetz.

Warum hatten Sie als Reaktorsicherheitminister bitteschön dann nicht den Mumm, diese Atomkraftwerke auch unverzüglich stillzulegen? Sollten diese als Erpressungspotential gegenüber dem Souverän, das heißt den Wählerinnen und Wähler genutzt werden? Oder pokern und spekulieren Sie (wie so viele vor Ihnen) auf einen fetten Posten in der Energiewirtschaft für die Zeit nach Ihrem Abgang?

Um Antwort wird öffentlich gebeten.

Mit verbindlichen Grüßen

Geschäftsführung


Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft (CDAK)
Postfach 421431
55072 Mainz
(Deutschland)
Telefon: 0171-1049920
Ansprechpartner: BUNDESVERBAND CHRISTLICHE DEMOKRATEN GEGEN ATOMKRAFT (CDAK), CDU/CSU - Mitglieder für die Überwindung der Kernenergie

Pressekontakt:
BUNDESVERBAND CHRISTLICHE DEMOKRATEN GEGEN ATOMKRAFT (CDAK), CDU/CSU - Mitglieder für die Überwindung der Kernenergie
Bundesgeschäftsstelle
Postanschrift:
Postfach 42 17 13
D - 55072 Mainz


Unternehmensprofil:

Die Christlichen Demokraten gegen Atomkraft (CDAK) wurden nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gegründet. Sitz der Organisation ist Mainz. Zu ihnen gehören Abgeordnete und ehemalige Minister, Lehrer und Journalisten sowie hauptamtliche Mitarbeiter aus dem Bereich von Gewerkschaft, Politik und Kirche. Ebenso sind Naturwissenschaftler und Landwirte, Rechtsanwälte und Richter, ja sogar Kriminal- und Polizeibeamte vertreten. Sie haben sich unter dem Motto "Unsere Kinder sollen lachen und nicht strahlen" zusammengefunden und sind allesamt in CDU, CSU und deren Vereinigungen organisiert.

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