Außenstände in der Wirtschaftskrise - "Geldeintreiber" sind die falsche Lösung
Pressemitteilung von Brillstein Security Consultancy Ltd. & Co. KG
Frustrierte Gläubiger, die auf ihren Forderungen sitzen, weil der Rechtsweg ausgeschöpft ist und der Schuldnertitel nicht mehr wert ist als das Papier auf dem er geschrieben ist, weil Schuldner die EV ablegen und "offiziell" nichts mehr haben, wenden sich darum immer häufiger an so genannte "Geldeintreiber". Solche "Geldeintreiber" schmücken sich gern mit einer Art Mafia- oder Schlägerimage, das nur in den seltensten Fällen der Wahrheit entspricht - meist nur Kundenfang und Drohgebärden um den Schuldner mit psychischem Druck und Angst zur Zahlung zu bewegen, wenn die Geldeintreiber vor dem Haus stehen. Das Ansehen von Betroffenen kann nachhaltig geschädigt werden, für Schuldner die ein Unternehmen haben kann dies erheblich geschäftsschädigend sein. Solche Geldeintreiber finden Gläubiger dann über Empfehlungen von Freunden oder Geschäftspartnern, im Internet oder über Zeitungsanzeigen oder über TV Berichte.
Gläubiger, die beim Inkasso nicht weiterkommen, suchen nach Alternativen. Der Weg über Geldeintreiber ist aber falsch, weil hier meist auf strafbarem Wege Geld beigetrieben wird, dies schädigt AUCH das Image des Auftraggebers und kann zu erheblichen rechtlichen Konsequenzen für ihn führen. Die Liste der Strafbarkeit ist lang - von Erpressung, bis erpresserischem Raub, Nötigung, Bedrohung, bis hin zum Straftatbestand des beharrlichen Nachstellens oder gar Körperverletzung. Gläubiger können sich der Mittäterschaft, Beihilfe oder Anstiftung schuldig machen, wenn Schulden so beigetrieben werden, Drohbriefe verschickt werden, die Geldeintreiber drohend beim Schuldner auftreten und ihm nachstellen, oder sogar handgreiflich werden und der Schuldner dann aus Angst vor Schlägen bezahlt. Meist kommt es nicht soweit, dass Personen geschlagen werden, denn viele Schuldner kennen das Vorgehen der Geldeintreiber bereits aus den Medien und rufen die Polizei und erstatten Anzeige - plötzlich lassen sich diese "Blender" nicht mehr sehen.
In den wenigsten Fällen handelt es sich um echte kriminelle Geldeintreiber, die dann tatsächlich auch handgreiflich werden. Meist sind es Möchtegern, die auf Abschreckung aus sind, ohne entsprechenden Background von echten kriminellen Geldeintreibern, welche nicht selten in Strukturen der Organisierten Kriminalität verstrickt sind und in solchen Kreisen verkehrt der normale Schuldner und Gläubiger ja nicht. Kriminelle werben nicht mit ihren Erfolgen und der Brutalität mit der sie vorgehen, aus verständlichen Gründen. Man kann sagen der bellende Hund beißt nicht, das trifft auf Personen zu, die sich nach dem allgemeinen Sprachgebrauch "Geldeintreiber" nennen. Die echten Kriminellen, ziehen keine Show ab, damit sie jeder sehen kann, der sie später bei der Polizei identifizieren kann. Sie suchen den Schuldner diskret auf, sprechen eine Drohung aus, mit einem Zahlungsziel, wenn dieses Zahlungsziel nicht eingehalten wird, kommt es evtl. zu weiteren Drohungen, oder es geht direkt zur Sache: Sachbeschädigungen an Eigentum, oder der Schuldner wird zusammengeschlagen und bekommt den einen oder anderen Finger gebrochen. Der Schuldner zahlt dann meist sehr schnell, wenn er überhaupt Geld hat, denn wo nichts ist, kann man nichts holen, auch nicht mit Gewalt.
Unternehmen die ihre Außenstände so beitreiben lassen, können sich nirgendwo mehr sehen lassen - es spricht sich herum wie ein Lauffeuer, dass das Unternehmen XY seinen säumigen Schuldnern Geldeintreiber auf den Hals hetzt - die Reputation bei Kunden und Geschäftspartnern wird nachhaltig geschädigt.
Das Fazit ist, dass der Grossteil der angeblichen Geldeintreiber Bauernfänger sind, die sich schnell verkrümeln, wenn die Luft brennt, sprich Polizei anrückt, oder sie einmal auf einen Schuldner treffen, der sich die Aktion nicht so einfach gefallen lässt und sich zur Wehr setzt, den Baseballschläger aus der Ecke holt, das Messer zückt oder seine Kumpels oder ganz simpel die POLIZEI zur Hilfe ruft.
Sie nutzen einfach die seelische Verfassung von enttäuschten Gläubigern aus, welche immense Kosten in Anwälte und Gerichte gepumpt haben, nach langwierigen Prozessen und erreichten Titeln gegen den Schuldner nun hofften endlich zu ihrem Geld zu kommen und am Ende doch nichts sahen. Das Inkasso brachte nichts ein, weil der Schuldner entweder wirklich nichts hat oder durch allerlei Schuldnertricks sein Vermögen verschleiert und versteckt hat, denn sie müssen nur ins Internet sehen und lernen dort in "Schuldnerforen", wie sie Gläubiger aufs Kreuz legen können... Leider tut auch da das Gesetz nichts, um Gläubiger vor solchen strafbaren Hilfen zum Betrug zu schützen.
Für Gläubiger gilt, wenn die eingeschalteten Geldeintreiber sich straffällig machen, ob nun Möchtegern oder echte Kriminelle - mitgehangen, mitgefangen.
Mehr Informationen zu diesem Themenbereich und wie man Inkasso rechtlich korrekt, und dennoch effizient, kostengünstig und schnell durchführt und Kapitalausfälle vor Allem auch VERMEIDEN kann finden Sie unter: www.deutschland.eubsa.com/inkasso.htm
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