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Pressemitteilung von

Report über eine Podiumsdiskussion von Lotto Berlin im Roten Rathaus in Berlin über Sport, Jugend und die Kulturförderung der Lottostiftung

(fair-NEWS) Von Norbert Gisder

„Das Beste war das Kartoffelsüppchen am Büffett danach.“ Der Mäkelphilipp des Tages, der dies resümierte, fand selbst in der Runde seiner Fans keine Zustimmung. Der Spruch wurde als launig aufgenommen, inhaltlich aber abgelehnt. 120 Gäste der Podiumsdiskussion des Deutschen Lotto- und Totoblocks, vertreten durch die Berliner Lotto-Gesellschaft, sprachen am Dienstag, 7. Oktober, zwei Stunden intensiv über „Die Zukunft der Lotto-Kulturförderung in Deutschland“. Ihr Fazit hätte den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, gefreut. Der SPD-Stratege hat als Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin ein klares Bekenntnis in die Diskussionsrunde der hauptstädtischen Kulturschaffenden geschickt: „Lotto-Mittel tragen maßgeblich dazu bei, dass das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Berlin weiter blüht."

Im Roten Rathaus blühte unterdessen eine lebhafte Diskussion: Raiko Thal, Moderator des RBB, moderierte mit den Kulturschaffenden, mit der Senatskanzlei Berlin, Abteilung Kultur, und der Berliner Lotto-Gesellschaft den Stellenwert und die Zukunft der Kulturförderung aus Lotto-Mitteln.

Ziel der Podiumsdiskussion: die enormen Bedeutung der Abgaben der staatlichen Glücksspielanbieter in diesem Bereich und die Möglichkeiten, auch in Krisenzeiten eine verlässliche Perspektive für die Kultur aufzuzeigen.

„Auch künftig wollen die staatlichen Lotto-Gesellschaften in den Bundesländern am gemeinwohlorientierten Monopolmodell festhalten und ihr Engagement für die Förderung von Kunst und Kultur in Deutschland fortsetzen“, versichert Hansjörg Höltkemeier, Vorstand von Lotto Berlin. „Das kann aber keine Einbahnstraße bleiben, in der die Mittel aus dem staatlichen Glücksspiel oftmals für den größten Teil der Finanzierung sorgen, danach aber die Hervorhebung zusätzlicher privater Engagements den Eindruck vermitteln, als ob sich auch auf dem Wege des Sponsoring ein breites kulturelles Angebot finanzieren ließe“.

Das Beispiel der privaten Wettanbieter, die sich in ihren Engagements auf wenige Sportarten und dort allein auf die Spitzenvereine konzentrierten, belege die Mängel dieses einseitigen, letztlich allein der Gewinnerzielung untergeordneten Ansatzes.

Die Podiumsteilnehmer waren starke Vertreter einer Überzeugung, die das jetzige Lotto-Stiftungsmodell unterstützten: Staatssekretärin Barbara Kisseler, Chefin der Senatskanzlei, Hansjörg Höltkemeier, Mitglied des Vorstandes von Lotto Berlin, Professor Dr. Dirk Böndel, Direktor der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin, Professor Dr. Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Holger Klotzbach, Geschäftsführer der Bar jeder Vernunft GmbH, Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste. Sie diskutieren sehr offen darüber, wie auch die Kultur die staatlichen Glücksspielanbieter stärker in ihre Kommunikation einbinden könne.

Vor allem auf diesem Sektor gaben auch Kulturschaffende Defizite zu. Um das duale System aus Lotto-Geld und privaten Initiativen zu erhalten und so die vielfältige Kultur-Landschaft in Deutschland zu sichern, sei eine auf allen Seiten wesentlich stärkere Kommunikation über den Nutzen der Lottomittel dringend erforderlich, das war ein Fazit, dem sich alle anschließen konnten.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock stellt jährlich rund drei Milliarden Euro für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung, ein Teil davon fließt in Projekte auf dem Gebiet der Kunst und Kultur. Allein in der Hauptstadt flossen 2008 über die Abgaben aus den Umsätzen rund 20 Mio. Euro in die Kulturförderung.

Insgesamt wurden 2008 in Berlin 120 Projekte gefördert, davon 54 im kulturellen Bereich. Die Palette reicht vom Karneval der Kulturen über den Erwerb des Gemäldes „Der Guckkastenmann“ von Nicolas Lancret bis zur Sanierung des Schlosses Schönhausen, der East Side Gallery und des Museums für Naturkunde.

Im Jahr 2008 wurden für das Land Berlin bzw. die Lotto-Stiftung insgesamt 109,1 Mio. Euro erwirtschaftet. Diese Summe setzt sich aus Lotteriesteuern (46,3 Mio.), Zweckabgaben an die LOTTO-Stiftung (53,4 Mio.), dem an die Lotto-Stiftung abzuführenden Bilanzgewinn 2008 (9,0 Mio.) sowie einer Abführung für Zwecke der Suchtforschung und Suchtprävention (0,4 Mio.) zusammen. Darüber hinaus wurden 1,2 Mio. Euro an die Destinatäre der GlücksSpirale geleistet.

GT nimmt die Diskussion im Roten Rathaus zum Ausgangspunkt für eine Serie, in der zum einen Exponenten verschiedener Auffassungen zu Wort kommen; des weiteren aber auch konkrete Projekte erzählt werden, die der Lotto-Stiftung ihre über das Plansoll hinausgehende Leistung verdanken.

Der Glücksspielstaatsvertrag und seine Bedeutung

Der neue Glücksspielstaatsvertrag ist am 1. Januar 2008 in Kraft getreten. Ausgangspunkt des Glücksspielstaatsvertrages ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 28. März 2006. Die Karlsruher Richter entschieden damals, dass das staatliche Wettmonopol mit dem Grundgesetz nur dann vereinbar ist, wenn es stärker als bisher an den Zielen des Spielerschutzes und der Suchtprävention ausgerichtet wird.

Kernziele des Glücksspielstaatsvertrages lassen sich wie folgt zusammenfassen:
• Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht verhindern und Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung schaffen
• Glücksspielangebot begrenzen und den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen lenken, insbesondere ein Ausweichen auf nicht erlaubte Glücksspiele verhindern
• Jugend- und Spielerschutz gewährleisten
• Sicherstellen, dass Glücksspiele ordnungsgemäß durchgeführt, die Spieler vor betrügerischen Machenschaften geschützt und die mit Glücksspielen verbundene Folge- und Begleitkriminalität abgewehrt werden.

Mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag wird das ausschließlich staatliche Glücksspielangebot fortgeführt und noch stärker am Spielerschutz sowie an der Suchtprävention ausgerichtet. Die Länder haben sich damit für das gesellschaftspolitische Modell eines ordnungsrechtlichen Glücksspielangebots in Deutschland entschieden. Die Regelungen dienen in erster Linie dazu, unerwünschte Auswirkungen einer Kommerzialisierung des Glücksspiels (Spielsucht, Überschuldung, Kriminalität) zu verhindern.

Als positiver Nebeneffekt wird die Förderung des Gemeinwohls gesichert: Jährlich erwirtschaften die Lottogesellschaften etwa drei Milliarden Euro für Sport, Soziales und Karitatives, Kunst und Kultur sowie Umwelt- und Denkmalschutz. Allein in Berlin sind es jährlich rund 110 Mio. Euro, wovon rund ein Fünftel auf den Bereich Kunst und Kultur entfallen.

Drei Viertel der Bürger sprechen sich laut einer Forsa-Umfrage für eine Begrenzung des Glücksspiels unter staatlicher Kontrolle und damit für die Ziele des Glücksspielstaatsvertrages aus. Sechs von zehn Befragten stimmen zu, dass die staatliche Regulierung zur Minimierung der Spielsuchtrisiken wichtig sind. Ein großer Teil der Verbraucher geht zudem davon aus, dass es ohne staatliche Aufsicht keine Rechtssicherheit und Verlässlichkeit für die Spielteilnehmer gäbe. Nur jeder Zehnte ist für eine Öffnung des Marktes für die kommerzielle Glücksspielindustrie. Lediglich ein Prozent der Befragten wünscht sich generell mehr Glücksspielangebote. In einer weiteren repräsentativen Befragung, die 2007 ebenfalls von Forsa durchgeführt wurde, sprachen sich 86% der Befragten für die Beibehaltung des staatlichen Glücksspielmonopols aus.

Der EuGH hat in seinem Urteil vom 8. September seine bisherige Auffassung bestätigt, dass exklusive staatliche Glücksspielmonopole am besten geeignet erscheinen, die mit den Zielen und Gründen solcher Monopole verbundenen Kontrollen und Durchgriffe auf die Veranstalter sicherzustellen. Er hat anerkannt, dass eine begrenzte Erlaubnis von Spielen den Vorteil bietet, den Spielbetrieb in kontrollierte Bahnen zu lenken. Dieses gilt auch für das Internet.

Deutsche Klassenlotterie Berlin (DKLB)

Die DKLB ist die Lottogesellschaft Berlins. Seit 1946 führt sie - im Auftrag des Landes Berlins - Glücksspiele und Lotterien durch. Unter dem Namen LOTTO Berlin bietet die DKLB heute verantwortlich verschiedene LOTTO-Produkte an, darunter LOTTO 6aus49, KENO, plus 5, TOTO, Spiel 77, SUPER 6, GlücksSpirale, Rubbellose und ODDSET. Die Zweckabgabe der Deutschen Klassenlotterie Berlin fließt an die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin verfolgt gemeinnützige Zwecke und fördert ausschließlich soziale, karitative, dem Umweltschutz dienliche, kulturelle, staatsbürgerliche, jugendfördernde und sportliche Vorhaben.

Lesen Sie mehr in GT - www.gt-worldwide.com - der ganze Report. Und schon in den nächsten Tagen die Fortsetzung von Norbert Gisder

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