Welt-Ei-Tag 2009
Unveganer zelebrieren Hühnerausbeutung
Pressemitteilung von Maqi
Wie der "Weltmilchtag" soll der "Welteitag" der Förderung des Tierproduktkonsums und damit der Tierausbeutung dienen. "Doch langsam keimt in der Gesellschaft ein Bewußtsein für das auf, was nichtmenschlichen Tieren für menschliches Konsumverhalten angetan wird, im Auftrag nicht-veganer Verbraucher und somit durch sie verursacht", so Achim Stößer von der Initiative Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus. "Daher ist es für die Propaganda nahezu zwingend, das Mäntelchen des Tierschutzes über die Ausbeutung zu breiten." So wundert es auch nicht, daß Tierschutzpreise an Tierausbeuter vergeben werden, so etwa an einen "Geflügelhof", der für die Eiproduktion 480000 qualgezüchtete Hennen gefangenhält und somit alljährlich fast einen Million Hühner (davon die Hälfte "unbrauchbare" männliche Eintagsküken) tötet. "Ein Tierschutzpreis dafür, daß ein Tierausbeutungsbetrieb wie gesetzlich vorgeschrieben von einer Qual- und Mordmethode auf eine andere umrüstet", bemerkt Stößer, "spricht wohl weniger für diese \'Eierproduktion\' als gegen Tierschutz."
Denn statt offensichtlich für Eikonsum zu werben, wird vordergründig - von Tierschutzorganisationen ebenso wie vom "Bundesverband Deutsches Ei e.V." - die "Käfighaltung" (teils auch in Form von "Kleingruppenhaltung") kritisiert oder es werden explizit oder implizit "alternative" Formen der Gefangenhaltung propagiert.
Tierrechtler fordern jedoch im Gegensatz zu Tierschützern aus gutem Grund die Abschaffung von Tierausbeutung statt deren Reform, die nichts als Augenwischerei ist. Zum "Welteitag" weist die Tierrechtsinitiative Maqi daher insbesondere auf die ethisch gebotene Notwendigkeit, keine Eier zu konsumieren - allgemein: vegan zu leben - hin.
Bei all den für die Eiproduktion ausgebeuteten Hennen handelt es sich um Qualzüchtungen, die unabhängig von der Haltungsform darunter leiden, von der Geschlechtsreife an fast täglich ein Ei legen zu müssen, statt wie normale, nicht qualgezüchtete Hühner und alle anderen Vögel etwa eine Handvoll jährlich zur Fortpflanzung.
Die männlichen Geschwister dieser Hennen werden, da sie für die Mast nicht geeignet sind, unmittelbar nach dem Schlüpfen vermust oder vergast. Denn die auf "Legeleistung" gezüchteten Hühner legen nicht so schnell Gewicht zu wie "Masthühner", die binnen 34 Tagen, also noch als Küken, ihr "Schlachtgewicht" erreichen - Babys in der Gestalt von Sumoringern. Die männlichen "Legehuhnküken" zu mästen wäre demnach unrentabel.
Auch die Hennen werden getötet - wenn sie nach etwa einem Jahr des Dauerlegens körperlich am Ende sind, die "Legeleistung" nachläßt und sofern sie so lang die Strapazen überlebt haben - nicht wenige sterben bereits vorher und verwesen zwischen den anderen oder landen in Mülltonnen um dann, wie ein Großteil derer, die das Jahr überleben, in der "Tierkörperbeseitigung" zu enden.
Für ein Ei leidet eine Henne einen Tag. Für das tägliche Ei der Unveganer (einschließlich der Vegetarier) wird jedes Jahr ein männliches Küken und eine Henne umgebracht.
In welcher Haltungsform dies geschieht ist marginal. Ob es nun die Biohühner besser haben, die Ökogetreide bekommen, so dass sie, wenn ihnen nach einem Jahr der Kopf abgehackt wird, gesünder sterben; oder die Freilandhühner mit mehr vorgeschriebenem Platz als die Biohühner; oder die Bodenhaltungshühner mit Dach überm Kopf als Schutz vor Bussarden; oder die Käfigbatteriehühner mit wesentlich kleineren sozialen Gruppen und der (bis zum Ende im Schlachthaus) geringsten Mortalitätsrate: sie alle leiden, sie alle werden getötet wie ihre männlichen Geschwister.
"Die Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere basiert auf Speziesismus, der Diskriminierung aufgrund der Artzugehörigkeit, also ethisch irrelevanter Merkmale, analog zu Sexismus und Rassismus", so das Fazit. "Speziesismus ist ebenso wenig vertretbar und muß ebenfalls abgeschafft werden, Tierrechte müssen geachtet, eine vegane Gesellschaft etabliert werden."
Welttierrechtstag ist am 15. Oktober, Weltvegantag am 1. November.
[4171 Anschläge. Fotos stehen kostenfrei zur Verfügung. Diese Pressemitteilung finden Sie online unter http://maqi.de/presse/welteitag2009.html
. Bei redaktioneller Verwendung Hinweis/Belegexemplar erbeten.]Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte (so etwa das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit), die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein.
Nähere Informationen und Bildmaterial bei Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim Stößer, Berliner Str. 34, D-63619 Bad Orb, Tel. 06052 309788, mail@maqi.de, http://maqi.de
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Maqi
Berliner Str. 34
63619 Bad Orb
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Telefon: 06052 309788
Ansprechpartner: Achim Stößer
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