16.12.2009 - 16:25 Uhr

Atomkraftwerke sind Klima-Verheizer und Strahlenschleudern

Glaube an Grenzwerte täuscht über tödliches Risiko hinweg

Pressemitteilung von Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft (CDAK)

Wo die Schöpfung gefährdet wird, WIRD GOTT GEKREUZIGT / Kreuzweg Freiburger Münster - Fessenheim
Wo die Schöpfung gefährdet wird, WIRD GOTT GEKREUZIGT / Kreuzweg Freiburger Münster - Fessenheim
Kopenhagen / Berlin / Mainz (16. Dezember 2009) - Diese beiden Erkenntnisse werden, so der Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft (CDAK/Mainz), die Nuklearindustrie ins Mark treffen:
1. Das Schadenspotential von Atomkraftwerken läßt sich nur noch mit Gewalt kaschieren.
2. Der Glaube an Grenzwerte täuscht über das tödliche Risiko hinweg, weil politisch festgelegte Grenzwerte für Radioaktivität die Verursacher schonen und zu Lasten der unschuldigen Opfer gehen.

Wer die enormen Risiken von Klimaaufheizung und "freigesetzter" ionisierender Strahlung (Radioaktivität) vermeiden will, muß Atomkraftwerke abschalten. Atomkraftwerke heizen via Kühlwasser die Flüsse auf und emittieren selbst im "Normalbetrieb" Radioaktivität in die Luft und in die Flüsse.

Die politisch festgelegten "Grenzwerte für Radioaktivität" schonen lediglich Verursacher und gehen zu Lasten der Opfer, die selbst zusehen müssen, wie sie zu ihrem Recht kommen. Die Rechnung schien aufzugehen: Je geringer die Belastung mit radioaktiver Strahlung, desto geringer die Gefahr, Gesundheitsschäden davonzutragen. Diese Rechnung ist jedoch falsch: Radioaktive Niedrigstrahlung ist in vielen Fällen der Grund für frühzeitigen Tod. Den Nachweis führen zwei Wissenschaftler aufgrund amtlicher Statistiken: Im Umkreis der für "unbedenklich" erklärten Nuklearanlagen sterben die Menschen rascher als anderswo. Das Ergebnis: Einen Grenzwert für die "Verträglichkeit radioaktiver Strahlung" gibt es nicht. Bei der Auswertung umfangreichen Datenmaterials aus Sterberegistern und von Gesundheitsbehörden haben Dr. Jay Gould und Benjamin Goldman festgestellt, daß nach jeder Freisetzung von Radioaktivität überdurchschnittlich viele Todesfälle zu verzeichnen waren. Auffällig war dies besonders bei Säuglingen und kleinen Kindern und bei Menschen mit Immunschwächekrankheiten. Aus der großen Fülle der vorgetragenen Fakten belegen Gould und Goldman, daß es keinen Grenzwert gibt, jenseits dessen radioaktive Strahlenbelastung unbedenklich sei. Dr. Jay Gould war Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des US-Umweltbundesamtes. Er gehört zu den Mitbegründern des Projekts Strahlung und öffentliche Gesundheit. Benjamin Goldman publizierte u.a. den Gift- und Sterblichkeitsatlas von Amerika.

Der schlimmste Konstruktionsfehler im Atomgesetz ist für den Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft, daß nicht die Verursacher, sondern wir Steuerzahler für die Schäden durch radioaktive Strahlung haften. Für die organisierten atomkritischen CDU/CSU-Mitglieder widerspricht es christlichen Prinzipien von Ethik und Gerechtigkeit, Risiken und mögliche Schäden mit solch ungeheurem Ausmaß der Allgemeinheit aufzubürden.


Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft (CDAK)
Postfach 421431
55072 Mainz
(Deutschland)
Telefon: 0171-1049920
Ansprechpartner: BUNDESVERBAND CHRISTLICHE DEMOKRATEN GEGEN ATOMKRAFT (CDAK), CDU/CSU - Mitglieder für die Überwindung der Kernenergie

Pressekontakt:
Pressesprecherin: Petra Pauly


Unternehmensprofil:

Die Christlichen Demokraten gegen Atomkraft (CDAK) wurden nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gegründet. Sitz der Organisation ist Mainz. Zu ihnen gehören Abgeordnete und ehemalige Minister, Lehrer und Journalisten sowie hauptamtliche Mitarbeiter aus dem Bereich von Gewerkschaft, Politik und Kirche. Ebenso sind Naturwissenschaftler und Landwirte, Rechtsanwälte und Richter, ja sogar Kriminal- und Polizeibeamte vertreten. Sie haben sich unter dem Motto "Unsere Kinder sollen lachen und nicht strahlen" zusammengefunden und sind allesamt in CDU, CSU und deren Vereinigungen organisiert.

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