14.01.2010 - 09:00 Uhr

Muskelhypothek für das Eigenheim

Ausbauhäuser lassen die eigenen vier Wände auch bei nicht so guter finanzieller Ausstattung in greifbare Nähe rücken ? indem selbst Hand angelegt wird. Die persönlichen Möglichkeiten sollten aber nicht überschätzt werden, warnt das Immobilienportal Immowelt.de.

Pressemitteilung von Immowelt AG

Wer selbst mit anpackt, kann viel Geld beim Bau des Eigenheims sparen. Ausbauhäuser werden heute mit verschiedenen Ausbaustandards angeboten. Oft handelt es sich dabei  um Fertighäuser, bei denen der Innenausbau teilweise oder komplett vom Bauherrn selbst übernommen wird, hat das Immobilienportal Immowelt.de beobachtet. Heimwerker können etwa die Dämmung und den Ausbau des Dachgeschosses übernehmen. Das hat nicht nur Vorteile bei den Kosten, die vor allem aufgrund geringerer Personalkosten um viele Tausend Euro günstiger liegen können als bei schlüsselfertigen Häusern, sondern auch bei der Baufinanzierung. Denn die selbst geleistete Arbeit wird von vielen Banken als sogenannte Muskelhypothek dem Eigenkapital zugeschlagen, berichtet Immowelt.de.

Sich vom niedrigen Preis hinreißen zu lassen, birgt aber auch Risiken. Wichtig ist in jedem Fall die Auswahl unter den angebotenen Ausbau-Versionen. Bauherren sollten sicherstellen, dass sie sich selbst nicht überschätzen und für die vorgesehenen Arbeiten auch genug Zeit und Kompetenz mitbringen. Dabei ist einzukalkulieren, dass Laien wesentlich länger für die einzelnen Arbeiten brauchen als Profis. Wer handwerklich weniger begabt ist oder nicht wirklich über ausreichend Zeit verfügt, sollte lieber schon bei der Planung eine höhere Ausbaustufe wählen. Denn je länger sich der Ausbau hinzieht, umso länger muss neben den Kreditraten auch weiter die Miete gezahlt werden.

Auch die nachträgliche Beauftragung von Fachbetrieben ist meist teurer als ein vom Baupartner geschnürtes Paket. Selbst das vermeintlich günstigere Besorgen ausgewählter Baustoffe in Eigenregie kann nach hinten losgehen. Denn haben diese Materialfehler, haftet der Baupartner nicht. Statt einer Ersparnis können so am Ende Zusatzkosten beim Bauherren hängen bleiben.

Vor allem anspruchsvollere Arbeiten wie das Verlegen elektrischer Leitungen sollte besser Experten überlassen werden. Schließlich ist die Sicherheit im eigenen Haus ein hohes Gut. Ganz wichtig sind daher regelmäßige Besuche eines anerkannten Bauleiters auf der Baustelle, rät Immowelt.de. So kann das Risiko eigener, folgenschwerer Fehler verringert werden.


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