Tribut an die Märtyrer Tibets - Soloprotest einer Nonne aus der TAP Kardze
Pressemitteilung von Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) Arbeitsgruppe München
Einer zuverlässigen Quelle zufolge veranstaltete die 34jährige Nonne Dolma Yangtso, die aus Tapon Tsang, Dorf Lhopa, Tibetisch-Autonome Präfektur (TAP) Kardze (chin. Ganzi), Provinz Sichuan, stammt, am 10. August um 8 Uhr morgens eine friedliche Solo-Demonstration. Sie rief Slogans wie "Tibet gehört den Tibetern!", "Laßt alle politischen Gefangenen, auch den Panchen Lama, frei!" und "China hat die Versprechen nicht gehalten, die es bei der Zuerkennung der olympischen Spiele gab!". Innerhalb kurzer Zeit rückte chinesische Polizei und Militär an, die sie brutal schlugen, was sie jedoch nicht davon abhielt, ihre Rufe fortzusetzen. Schließlich wurde sie mit einer Waffe niedergestreckt, die die Opfer betäubt. In bewußtlosem Zustand wurde sie dann abgeführt.
Seit den Vorfällen im Kloster Dzogchen in der Gegend von Derge, Provinz Sichuan (siehe Pressemitteilung vom 19. Juli 2008) steht nun das College für Dialektik Shriseng im Kloster leer, nachdem die 300 Mönche ihr Kloster verlassen haben.
Weiteren Information zufolge wurde Sangey Bum, die aus dem Dorf Dashi in Amdo, Provinz Qinghai kommt, zusammen mit zwei anderen Tibetern, Sonam Gyon und Palden, bei den Protesten im März festgenommen. Der Verbleib von Sangey Bhum ist nach wie vor unbekannt.
Angesichts der kritischen Situation in Tibet appellieren wir an die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft, sich dringend unserer folgenden Forderungen anzunehmen:
1) unverzüglich unabhängige Untersuchungskommissionen nach Tibet zu entsenden;
2) unverzüglich der freien Presse Zugang zu ganz Tibet zu gewähren;
3) unverzüglich dem brutalen Morden in ganz Tibet ein Ende zu setzen;
4) unverzüglich für die sofortige Freilassung aller festgenommenen und verhafteten Tibeter zu sorgen;
5) unverzüglich die medizinische Versorgung der verletzten Tibeter zu ermöglichen;
6) die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit der Menschen und ihren Zugang zu lebensnotwendigen Gütern sicherzustellen.
Quelle: Tibetan Solidarity Committee (tibetisches Solidaritätskomitee)
http://www.stoptibetcrisis.net

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Der Auftrag der IGFM zielt auf die friedliche Verwirklichung der Menschenrechte, deklariert von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948, dem Tag der Menschenrechte. Seit einigen Jahren leistet die im Jahre 1972 gegründete und seitdem anerkannt gemeinnützige Gesellschaft auch mildtätige Arbeit.
Die IGFM hat Beobachterstatus beim Europarat sowie ECOSOC-(Roster) Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Die Arbeitsgruppe München hat Tibet als Schwerpunkt gewählt. Eine umfangreiche Sammlung von Texten zur Menschenrechtslage in Tibet steht auf unserer Website unter der Rubrik "Tibet", wir versenden auch kostenlos aktuelle Meldungen zu Tibet per e-mail. Anmeldung unter tibet@igfm-muenchen.de.
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