25.01.2010 - 13:52 Uhr

Christdemokraten: FDP agiert moralisch fragwürdig und verwerflich

Bürgschaften für französischer Nuklearkonzerne müssen öffentliches Thema werden

Pressemitteilung von Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft (CDAK)

Wo die Schöpfung gefährdet wird, WIRD GOTT GEKREUZIGT / Kreuzweg Freiburger Münster - Fessenheim
Wo die Schöpfung gefährdet wird, WIRD GOTT GEKREUZIGT / Kreuzweg Freiburger Münster - Fessenheim
Paris / Berlin / Mainz, 25. Januar 2010 - Die im Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft (CDAK/Mainz) organisierten atomkritischen CDU/CSU-Mitglieder wollen, daß Bürgschaften deutscher Steuerzahler für die Atomtechnologie-Exportgeschäfte französischer Nuklearkonzerne öffentliches Thema werden. Augenscheinlich haben die von Guido Westerwelle, Rainer Brüderle und Dirk Niebel geführten Ministerien des Äußeren, für Wirtschaft sowie Entwicklung keine Skrupel, den Bau von neuen Atomanlagen in Brasilien, Pakistan oder Kaliningrad staatlich zu fördern.

Für das Atomkraftwerk Angra 3, das im einzigen Erdbebengebiet Brasiliens gebaut werden soll, gibt es weder akzeptable Pläne für die Entsorgung des radioaktiven Abfalls und von kann einer unabhängigen Atomaufsicht die Rede sein. Bereits der Vorgängerreaktor Angra 2 hat Brasilien tief ins Schuldenloch gestürzt. Die zuständigen FDP-Minister wollen jedoch keine Probleme sehen und die Bürgschaft kommenden Mittwoch durch den Haushaltsausschuß des Bundestages bringen. Dies sei moralisch fragwürdig und zutiefst verwerflich. Die FDP-Minister wollten Hand in Hand mit der französischen Atomindustrie die in Deutschland gültigen Hermes-Umweltleitlinien eliminieren, welche Atomexporte klar von der Bürgschaftsvergabe ausschließen.

Das von der französischen Atomindustrie beherrschte Unternehmen Areva NP (NP steht für Nuclear Power, deutsch Kernenergie) will hierfür von den deutschen Steuerzahlern eine milliardenschwere Hermes-Bürgschaft haben. Nach Erhebungen der Atomkraftgegner in der Union haben deutsche Steuerzahler mehrheitlich keine Lust, die gefährlichen Geschäfte der französischen Atomindustrie abzusichern. Was Areva exportieren wolle, sei "technischer Schrott", weil der vor 30 Jahren geplante Atomreaktor keinesfalls heutigen Sicherheitsanforderungen genüge. Die französische Atomwirtschaft habe es drauf angelegt, die deutschen Steuerzahler auszuplündern. Wie die Faust aufs Auge passe dazu exakt die Lobbygruppierung "Freunde der Plünderer (FDP)".


Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft (CDAK)
Postfach 421431
55072 Mainz
(Deutschland)
Telefon: 0171-1049920
Ansprechpartner: BUNDESVERBAND CHRISTLICHE DEMOKRATEN GEGEN ATOMKRAFT (CDAK), CDU/CSU - Mitglieder für die Überwindung der Kernenergie

Pressekontakt:
Pressesprecherin: Petra Pauly


Unternehmensprofil:

Die Christlichen Demokraten gegen Atomkraft (CDAK) wurden nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gegründet. Sitz der Organisation ist Mainz. Zu ihnen gehören Abgeordnete und ehemalige Minister, Lehrer und Journalisten sowie hauptamtliche Mitarbeiter aus dem Bereich von Gewerkschaft, Politik und Kirche. Ebenso sind Naturwissenschaftler und Landwirte, Rechtsanwälte und Richter, ja sogar Kriminal- und Polizeibeamte vertreten. Sie haben sich unter dem Motto "Unsere Kinder sollen lachen und nicht strahlen" zusammengefunden und sind allesamt in CDU, CSU und deren Vereinigungen organisiert.

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