27.01.2010 - 15:28 Uhr

Polen, Erika Steinbach, das Zentrum für Flucht, Vertreibung und Versöhnung

Der Tod der Freiheit ist nicht die Freiheit, zu töten: „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerspruchslos hinnehmen.“ (Ernst Bloch) Lesen Sie die Betrachtung im Magazin GT - www.gt-worldwide.com

Pressemitteilung von GT Worldwide

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas ist zentrale Holocaust-Gedenkstätte. Foto: Gisder
Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas ist zentrale Holocaust-Gedenkstätte. Foto: Gisder
Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Die Dokumente, die während der Nürnberger Prozesse veröffentlicht wurden, besagen, dass in diesem KZ auf polnischem Boden 2,8 Millionen Menschen von den Nationalsozialisten in der größten Todesfabrik aller Zeiten umgebracht worden sind.
Zum internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust, der aus diesem Grund seit fünf Jahren am 27. Januar begangen wird, zeigt GT die Stelen der zentralen Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas zwischen Behren-, Ebert-, Gertrud-Kolma- und Hannah-Ahrendt-Straße im Herzen Berlins.

Doch der Tod der Freiheit ist nicht die Freiheit, zu töten. Zu diesem universalen Prinzip, über das Sterben, die Qual und das Mahnmal schreibt GT eine umfassende historische Würdigung: über das Zentrum für Vertriebene und Versöhnung und über Polen - von Peter Haisenko.

Fast 65 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges ist kaum einer derjenigen, die damals Verantwortung für die Gräuel trugen, heute noch zu fassen und zur Rechenschaft zu ziehen. Es gibt auch kaum noch Betroffene, die aus eigenem Augenschein Zeugnis ablegen können. Vor diesem Hintergrund ist ein Mahnmal wie jenes im Zentrum Berlins, das an die ermordeten Juden Europas erinnert, mehr als wichtig. Es ist ein Zeugnis für die Kultur einer Zivilisation, sich mit der Vergangenheit in geeigneter Form auseinanderzusetzen.

Das gilt für die Deutschen sicher ganz besonders! In jeder Hinsicht.

Deswegen muss auch die Frage zu einem zentralen Zeugnis kultureller Reife werden, weshalb es in Deutschland immer noch kein Zentrum oder Mahnmal gibt, das an die Schicksale der Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten erinnert. Wer sich dieser Frage verschließt, dem kann man ohne weiteres kulturelle, spirituelle, aber auch historisch Unreife attestieren: Es gäbe vieles aus der Zeit zwischen 1945 und 1949, das nicht so einfach in Vergessenheit geraten sollte.

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Denn:

„Die Utopie ist möglich. Wenn wir uns für sie entscheiden, dann besiegen wir die versklavende Vergangenheit, bezwingen die harte Gegenwart, erzwingen ein neues Morgen.“ Pedro Casaldáliga

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