27.01.2010 - 16:03 Uhr

Ökostrom benachteiligt die sozial Schwächeren

Eine technische Errungenschaft kann niemals isoliert, sie muss immer in ihrer Gesamtsicht bewertet werden. Was für die Atomkraft gilt, gilt auch für Solarstrom. Das Online-Magazin GT liefert die Hintergründe - mehr unter www.gt-worldwide.com

Pressemitteilung von GT Worldwide

GT-Autor Peter Haisenko. Foto: Norbert Gisder
GT-Autor Peter Haisenko. Foto: Norbert Gisder
Wer als Hausbesitzer etwas für die Umwelt tut und sich eine Solarstromanlage auf sein Dach montieren lässt, hat sein Umweltgewissen entlastet. Er wird einen kleinen Gewinn machen, wenn er „seinen Sonnenstrom“ ins Netz speist und hat ein reines Gewissen. Genau dieses dürfte er nicht haben, denn die aktuelle Gesetzgebung zur Förderung alternativer Energie belastet die sozial Schwächeren überproportional.

Für die Einspeisung von Strom aus Solardächern und Windmühlen kann der Betreiber bis zu 39 Cent pro Kilowattstunde kassieren. Auch wenn diese Vergütung auf 33 Cent gesenkt wird, ist das immer noch gut sechs Mal mehr, als aktuell an den Strombörsen für die Kilowattstunde bezahlt wird. Da kommt ein Mehraufwand für die Bürger zusammen, der die Haushaltskassen jetzt schon mit acht Milliarden Euro pro Jahr belastet. Nun könnte man sagen, dass uns der Schutz unserer Umwelt schon soviel wert sein sollte, wenn, ja wenn es nicht das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) gäbe, insbesondere den § 40. Dieser sieht vor, dass Unternehmen, die besonders viel Strom verbrauchen, keinen teuren Ökostrom bezahlen müssen.

Mit Ökostrom wird richtig Geld verdient und die soziale Schere wird weiter geöffnet. Die Kosten für Ökostrom bleiben bei den Ärmeren hängen, ob sie das wollen oder nicht. Nur Grundstückseigentümer und Hausbesitzer können ihren risikofreien Anteil an den Förderungen genießen.

Lesen Sie den Kommentar über unsozialen Ökostrom von GT-Autor und Wirtschaftsexperte Peter Haisenko auf GT-worldwide.com

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