Vorsicht im CERN! - Offene Bedenken aus der zweiten Physikerreihe
Adressiert an ahnungslose Laien!
Pressemitteilung von Privat
Um den von Menschenhand und -kopf geplanten Urknall in den richtigen Zusammenhang zu stellen, möchte ich als Erstes erwähnen, dass die weltgrößte Maschine nicht ohne Grund als "Gottesmaschine" bezeichnet wird, die gesuchten Higgs-Teilchen werden "Gottesteilchen" genannt. Der Mensch macht sich hier selbst zum Schöpfer und "spielt" Gott. Meine Lebenserfahrung sagt mir: "Das kann vom Ansatz her nicht gut gehen!"
Das Experiment findet auf extraterritorialem Gebiet statt. Nach meinem jetzigen Wissensstand (13.02.2010) entscheiden Politiker und hochrangige Fachkräfte nach bestem Wissen und Gewissen - das setze ich hier einmal voraus - über die Wahrscheinlichkeit, mit der die Menschheit mitsamt unseres kostbaren blauen Planeten und allen darauf befindlichen Lebewesen und Errungenschaften auf Grund des Experimentes zunichte gemacht werden darf. Darf eine Minderheit zudem von rechtlich unzugänglichem Gelände aus die ganze Menschheit so gefährden? Falls ja, d.h. die gesamte betroffene Weltbevölkerung würde dieses Machtgefüge so schweigend akzeptieren, dann muss hierzu ein Urteil mit katastrophalen Folgen gesprochen werden. Gruppierungen beliebiger Fachrichtungen könnten sich ab sofort hierauf berufend in vergleichbarer Weise organisieren und ähnliche Entscheidungsbefugnisse über Milliarden von Menschen hinweg beanspruchen. Wollen Sie das befürworten, liebe LeserInnen?
Um es konkret werden zu lassen: Welche Risikowahrscheinlichkeit für den selbstverursachten Weltuntergang würden Sie akzeptieren? a) 0% Risiko b) nur ein fast vernachlässigbares Risko (Wie groß genau?) c) bis max. 1% d) bis max. 15% e) egal ?
Schon mein Sachverstand sagt mir, dass selbst die Risikowahrscheinlichkeit für einen möglicherweise eintretenden Supergau von Sachverständigen nicht seriös abgeschätzt werden kann, da wir naturgemäß davon ausgehen müssen, dass auch den Fachleuten nicht alle Komponenten, von denen der Ausgang des Experimentes z. Zt. abhängt, bekannt sein können. Wären alle Komponenten 100%-ig bekannt, so wäre das geplante Experiment ja überflüssig. Doch das Experiment soll geradezu dazu dienen a) bestehende Theorien zu bestätigen bzw. zu widerlegen und b) "neue Physik" zu entdecken. Das widerspricht sich!
Neben diesen weitreichenden, aber eher allgemeinen Bedenken möchte ich in bewusst einfachen Worten einige fachliche Aspekte nennen, die m. E. bis dato ungeklärt sind, und weshalb die Risikowahrscheinlichkeit uneinschätzbar bleibt:
a) Im Experiment können theoretisch "Mini Schwarze Löcher" (MBH) entstehen. Das wird nicht mehr bestritten. Diese könnten sich stabilisieren, wenn die so genannte "Hawking-Strahlung" nicht existiert. Die "Hawking-Strahlung" ist bislang hierfür nicht nachgewiesen, sondern reiner Bestandteil einer schwer nachvollziehbaren, komplexen Theorie. Selbst Fachleute streiten sich über die Interpretationen Hawkings. Darüber hinaus ist nicht vollständig bekannt, wie solche Mini Schwarze Löcher ggf. akkretieren, d. h. durch ihre zunehmende Gravitation statisch oder rotierend Energie aufnehmen.
b) Unklar ist bislang auch, ob die Spezielle Relativitätstheorie (SRT) oder eher die Äthertheorie richtig ist. Die SRT hat die meisten Anhänger, doch beide Theorien existieren gegenwärtig und können nicht gleichzeitig richtig sein.
c) Die bislang stärkste, da allgemeinste Theorie, die "Stringtheorie", erwartet sogenannte Extradimensionen. Das sind Raumdimensionen außerhalb unserer 4-dimensionalen Raumzeit. Solche Dimensionen sind für die Entstehung Schwarzer Löcher Voraussetzung. Wir wissen weder, ob diese Dimensionen existieren, noch wissen wir 100%-ig genau, wie und ob sie mit der 4-dimensionalen Raumzeit wechselwirken.
d) Erhaltungssätze sind die Säulen der Physik. Die Quantenphysik ist aber gerade in den letzten Jahrzehnten zu einem immer größeren Rätsel herangewachsen. Selbst in der Bewusstseinsforschung stößt man neuerdings auf quantenmechanische Effekte (Neurotubuli als "Empfänger jenseitiger Informationen" aus Nahtoderfahrungen), für die man noch Erklärungen sucht. Quantenphysikalische Berechnungen sind eine wesentliche Grundlage der verwerteten Theorien. Interpretiert man z. B. den Doppelspaltversuch (s. Welle-/Teilchen-Dualismus), den Tunneleffekt (kurzzeitiges Unterwandern einer energetisch höher gelegenen Potenzialwand) und die Vakuumfluktuationen (Paarbildung in Teilchen und Antiteilchen) 100%-ig richtig?
Und noch ein recht spezieller Aspekt: Der Energiebetrag des Pointingvektors verdoppelt sich bei destruktiver Interferrenz gleichläufiger Photonen. Da sich elektr. und magn. Felder gegenseitig aufheben, ist diese Energie aber nicht messbar. Während die Richtung des Vektors in Richtung der Ausbreitung des (vorherigen) Lichtes zeigt, ist die Wirkung dieser Energie spurlos verschwunden. Hier wäre theoretisch auch eine Umkehrung denkbar, d. h., dass auf Grund der Singularitäten Energien als polarisierende Rückwirkungen aus Extradimensionen in der 4D-Raumzeit freigesetzt werden könnten, die nicht mehr einschätzbar sind.
e) Ein sehr eigenwilliger Aspekt von mir ist der, dass die Kreiszahl Pi (3,1415..), die sich in fast allen phyiskalischen Formeln irgendwo niederschlägt, im Falle entstehender Raumkrümmungen nicht mehr rein mathematisch eingerechnet werden darf, auch nicht mathematisch verallgemeinert, sondern unter quantenmechanischen Aspekten die Einwirkungen der Gravitation mitberücksichtigen muss. (Einzelheiten hierzu gebe ich in den nächsten Wochen auf pi-theory.org bekannt.) Pi entsteht in den meisten Formeln durch räumliche oder zeitl. wiederkehrende Phänomene. Aber selbst in der Wahrscheinlichkeitsrechnung taucht die Zahl Pi auf. Sollte diese These stimmen, so wäre Pi nicht mehr gegen den Raum invariant und müsste mittels partieller Ableitungen beachtet werden. Eine sehr komplizierte Angelegenheit mit großen Auswirkungen auf die gesamte Physik.
Neben den genannten Aspekten warten noch viele andere wie beispielsweise die mögliche Erzeugung sogenannter Strangelets, deren Verhalten man auf Grund der entstehenden Singularitäten kaum abschätzen kann, weil sie sich wie ihr zugewiesener Name schon sagt "seltsam" verhalten.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass gute Argumente aus vielen Ecken zu vernehmen sind, die insbesondere in diesem Fall nicht deswegen überhört werden dürfen, weil den Sprechern in oftmals zynischer Sprache Inkompetenz unterstellt wird. Argumente überzeugen erst im robusten Zusammenhang. Erst der Laie hat oft den nötigen Abstand von der akribischen Betriebsblindheit des Fachmanns. Wer klug ist, macht sich heute noch schlau!
Mit herzlichen Grüßen
und einem dringenden Appell an die Vernunft!
Raimund Welsch,
Physiker (Ehemal. Studienabbrecher der RWTH Aachen) u. geprüfter Diplom-Physikingenieur (FH Jülich)
Privat
Am Feldrain 72
52428 Jülich
(Deutschland)
Ansprechpartner: Raimund Welsch
Pressekontakt:
Raimund Welsch
Am Feldrain 72
52428 Jülich
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