24.02.2010 - 11:26 Uhr

Häusliche Gewalt wie entsteht sie?

Warum sieht denn niemand was los ist?

Pressemitteilung von Gabriele Remscheid

Häusliche Gewalt

Wie entsteht sie?

Häufig hört man die Frage wie entsteht häusliche Gewalt? Warum bin gerade ich betroffen? Warum hast Du Dir dies gefallen lassen? Fragen die man nicht mit einem Satz beantworten kann.

Häusliche Gewalt findet überwiegend im sozialen Nahraum, also zuhause statt, und gehört leider für viele Betroffene zum Alltag. Sie kommt in allen sozialen Schichten vor, und Studien belegen das 85% der Täter männlich sind.

Der Schutz von Betroffenen im sozialen Nahbereich ist bisher ungenügend gesichert, da diese Form der Gewalt von der Gesellschaft tabuisiert wird. Häusliche Gewalt wird verharmlost, entschuldigt und nicht ernst genommen. Die Betroffenen schweigen aus Angst, Scham und mangelndem Vertrauen in die öffentlichen Institutionen. Ohne Beratung und fachkundige Hilfe und gesellschaftliche Unterstützung können sich die Opfer nicht aus einer oft jahrelangen Gewaltbeziehung lösen.

Eine Gewaltbeziehung verläuft fast immer nach einem gewissen Schema. Es beginnt mit Spannungsaufbau der sich in Beleidigungen, Beschimpfungen, Wutausbrüchen und kleinen gewalttätigen Zwischenfällen äußert. Das Opfer findet Entschuldigungen für den Täter, suche die Fehler bei sich selber oder in ihrem nahen Umfeld. Wie lange es in dieser Spannungsphase bleibt, kann man nicht genau sagen. Sicher wiederum ist, das sie sich in einer Gewalthandlung entlädt. In dieser zweiten Phase kommt es zu massiven körperlichen und häufig auch sexuellen Übergriffen. Für den Betroffenen die schwierigste und vor allem gefährlichste Zeit. Meistens folgt darauf eine Ruhephase. Der Täter beteuert wie leid ihm dies alles tut, gelobt Besserung. Beschwört das Opfer bei ihm zu bleiben und überhäuft es mit Geschenken. Durch sein Verhalten bekommt das Opfer Schuldgefühle, weil es über Trennung nach gedacht hat, oder es bekommt sie vom Täter suggeriert. Der Gewaltzyklus beginnt unmerklich von vorn. Je mehr Zyklen ein Opfer erlebt umso schwieriger gestaltet sich ein Ende. Gegenüber Außenstehenden bagatellisiert das Opfer das Ausmaß der erlittenen Gewalt.

Es gibt keine einzelne Ursache für häusliche Gewalt. Es kommen individuell-persönliche und soziale Bedingungen zusammen. Bei vielen Betroffenen sind die Gründe schon im Elternhaus zu finden. Ein Kind welches nie gelernt hat sich selbst zu lieben, Selbstbewusstsein auf zu bauen wird viel leichter Opfer von häuslicher Gewalt, als eins welches von seinen Eltern immer gestärkt wurde und sich seines Wertes bewusst ist.

Gabriele Remscheid


Gabriele Remscheid
Postfach 1226
41838 Wegberg
(Deutschland)
Telefon: 02436/382377
Ansprechpartner: Gabriele Remscheid

Pressekontakt:
Gabriele Remscheid
Postfach 1226
41838 Wegberg
02436/382377
gabrieleremscheid@ymail.com
http//www.gabriele-remscheid.net


Unternehmensprofil:

Die Autorin Gabriele Remscheid hat 13 Jahre häusliche Gewalt erlebt, mit ihrem Buch "Gesprengte Fesseln" möchte sie über das Thema häusliche Gewalt informieren.

Permanenter Link:

Vorherige Pressemitteilung Nächste Pressemitteilung

Das könnte Sie auch interessieren:

Pressemitteilungen News-Ticker

Weitere Pressemitteilungen »