LichtBlick-Schwarmstrom-Konzept bekommt Konkurrenz in der eigenen Stadt
Nach LichtBlick und VW drängt jetzt mit EnVersum und SenerTec die zweite Unternehmens-Kooperation in den jungen Markt des Contractings vernetzter Mini-BHKW
Pressemitteilung von BHKW-Prinz.de
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stellt die wichtigsten Aspekte der neuen Contracting-Modelle vor.Große Hemmschwellen
Obwohl die grundsätzlichen ökonomischen und ökologischen Vorteile der „stromproduzierenden Heizungen“ auf der Hand liegen, ist die Eintrittsbarriere für Immobilienbesitzer hoch. Den ersten Schock erhalten Interessenten, wenn sie den vollen Umfang der Anfangsinvestition realisieren: 25.000 Euro und mehr sind die Regel, nicht die Ausnahme. BHKW-Anbieter halten diesem finanziellen Schwergewicht gerne die verschiedenen Fördermöglichkeiten entgegen: Investitionszuschüsse, Steuerrückerstattungen, Einspeisevergütungen, Zuschläge etc.. Typisch deutsch verteilen sich die diversen Fördertöpfe und Geldquellen über verschiedene Ämter, Behörden und Unternehmen und sind immer an Bedingungen, Anträge und Formulare geknüpft. Für jemanden, der eigentlich nur eine Alternative zu seiner alten Heizung gesucht hat, ist das oft „harter Tobak“.
Contracting-Modell als Lösungsansatz mit Potenzial
Richtig Schwung kam in den Mini-BHKW-Markt erst im letzten September, als das Hamburger Energieversorgungsunternehmen LichtBlick gemeinsam mit VW sein SchwarmStrom-Konzept auf der Basis eine Vielzahl vernetzter Mini-BHKW vorstellte. Plötzlich war medialer Druck auf dem Kessel! Immerhin stellte LichtBlick in Aussicht, mit einer Armada von rund 100.000 ferngesteuerten Mini-BHKWs gleich zwei Atomkraftwerke ersetzen zu wollen. Angesichts dieser elektrisierenden Vision wurde ein anderer wichtiger Aspekt gerne übersehen: die Mini-BHKW werden von LichtBlick im sogenannten Contracting-Modell betrieben. Der Contractor LichtBlick bleibt Besitzer des BHKWs und kümmert sich in einem rundum Sorglos-Paket sowohl um die Erstinstallation als auch den Betrieb der Anlage - inklusive aller Formalien. Der Hausbesitzer stellt lediglich seinen Heizungskeller zur Verfügung und zahlt über eine einmalige Sonderzahlung hinaus nur einen vereinbarten Preis für abgenommenen Strom und Wärme.
LichtBlick & VW: Frühe Ankündigung, später Start
Nach der Ankündigung im September 2009 können die ersten Hamburger LichtBlick-Kunden allerdings frühestens im Sommer 2010 mit der Installation des VW-Blockheizkraftwerks rechnen. Die BHKW-Branche erwartet den Pilotbetrieb der VW-Anlagen mit größtem Interesse. Während die Experten die Qualität der VW-Großserien-Gasmotoren kaum anzweifeln, steht man der Kompetenz im Heizungsanlagen-Bereich durchaus kritisch gegenüber. Immerhin haben andere BHKW-Hersteller in diesem Bereich schon viel Lehrgeld zahlen müssen.
Enversum kooperiert mit Marktführer SenerTec
Um diesem Betreiberrisiko von vorne herein aus dem Weg zu gehen, hat sich EnVersum gleich mit dem absoluten Marktführer im Bereich der Mini-BHKW zusammen getan. Die Schweinfurter SenerTec GmbH hat bereits jenseits der 20.000 ihrer „Dachs“ genannten Mini-BHKWs ausgeliefert und installiert. Anders als bei Lichtblick, steht das "Miniversum" genannte Mini-BHKW von Enversum bereits jetzt zur Verfügung. Anträge werden telefonisch oder über das Internet entgegen genommen.
BHKW-Contracting mit kalkulierbaren Kosten
Beim BHKW-Contracting zahlt der Kunde zunächst ein einmaliges Bereitstellungsentgelt von 4.800 Euro (EnVersum) bzw. 5.000 Euro (LichtBlick). Wie beim Auto-Leasing hat das Bereitstellungsentgelt den Charakter einer einmaligen Sonderzahlung, der Kunde erwirbt damit kein Eigentum am Mini-BHKW. Die laufenden Kosten des „BHKW-Leasing setzen sich aus einer Servicepauschale von 25 Euro, einem Wärmemengenpreis (EnVersum 6,0-9,0 ct/kWh) und einem Strompreis (EnVersum: 18,5 ct/kWh) zusammen.
Vertragslaufzeiten
Den Vertrag schließt der Hausbesitzer bei EnVersum über eine unkündbare Mindestlaufzeit von 5 Jahren und eine maximale Laufzeit von 10 Jahren ab. Das MiniVersum ist zunächst nur im Raum Hamburg erhältlich und in der Startphase auf 100 Nutzer begrenzt. Grundsätzlich kann ein MiniVersum überall betrieben werden, wo ein Mindesjahresenergiebedarf von 65.000 kWh (Heizung + Warmwasser) besteht. Das ist z.B. meist bei großen Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern, Hotels, Pensionen, kleineren und mittleren Gewerbebetrieben, öffentliche Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Gemeindezentren der Fall.
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