09.03.2010 - 18:56 Uhr

Übersetzungen: Chinesisch ist nicht gleich Chinesisch - was man im Business über die Sprache(n) wissen sollte

Simplified oder traditionelles Chinesisch? Mandarin oder Kantonesisch? Was man über die Sprache wissen sollte, bevor man eine Übersetzung beauftragt

Pressemitteilung von Elanex Inc.

Geschäfte machen in und mit China gehört für die meisten großen deutschen Unternehmen heute zum Alltag und auch immer mehr Mittelständler entdecken die riesige Volkswirtschaft im Fernen Osten für sich. Ob als Absatzmarkt oder Produktionsstätte - China ist attraktiv. Doch China ist auch sehr anders als Europa, nicht zuletzt die Sprache stellt für viele Unternehmen eine Hürde für den Eintritt in den chinesischen Markt dar. Doch das muss nicht sein, wenn man bei der Übersetzung der Unternehmenskommunikation ins Chinesische und im Umgang mit der chinesischen Sprache sorgfältig vorgeht. Folgende Infos über die chinesische Sprache helfen dabei:

Die gesprochenen Sprachen Chinas:
17 größere Regionalsprachen verteilen sich auf das Staatsgebiet Chinas. Untereinander sind diese Sprachen so unterschiedlich, dass sich ihre Sprecher untereinander oft nicht verstehen. Dolmetschen vom Chinesischen ins Chinesische kann da also nötig werden. Allerdings sind diese 17 Sprachen keineswegs zu gleichen Teilen verbreitet. Mit Abstand am meisten wird Mandarin gesprochen: Etwa 840 Millionen Menschen - und damit mehr als es Europäer gibt - haben diese Form des Chinesischen als Muttersprache. Wu, Min und Kantonesisch sind die drei nächst-bedeutendsten chinesischen Sprachen. Auch jede dieser Sprachen hat immerhin noch mehr Muttersprachler zu bieten als Frankreich Einwohner hat. Und selbst die in ihrer Verbreitung an fünfter, sechster und siebter Stelle folgenden chinesischen Sprachen Hakka, Xiang und Gan werden noch von je über 30 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. In sich weist jede dieser Sprachen wiederum eine große Anzahl von regionalen Dialekten auf, die das Sprachengewirr Chinas noch komplexer machen.

Putonghua - das offizielle gesprochene Chinesisch
Mithilfe eines Standard-Mandarin - Putonghua - versucht China seit dem 20. Jahrhundert die Kommunikationsschwierigkeiten innerhalb des Landes zu mildern. Diese heute als offizielle Sprache Chinas, Taiwans und Singapores geltende Form des Mandarin basiert auf dem in Peking gesprochenen Chinesisch - eine Verdrängung der Dialekte und anderen chinesischen Sprachen ist aber nicht festzustellen. Die chinesische Realität ist vielmehr vielsprachig. Im Privaten spricht man den Dialekt oder die Sprache der Heimatregion, im Geschäftsleben, in der Politik und den Medien findet Putonghua Anwendung.

Schrift-Chinesisch
Für Europäer mag das unvorstellbar klingen, aber so sehr sich die gesprochenen chinesischen Sprachen unterscheiden, das Schrift-Chinesisch ist fast für alle gleich. Das heißt: Auch wenn sie sich in der gesprochenen Sprache vielleicht gegenseitig nicht verstehen, so können zwei Chinesen doch beinahe immer schriftlich kommunizieren - ohne Übersetzung.
Doch auch in der chinesischen Schriftsprache gibt es eine Besonderheit und die heißt „Simplified Chinese“, vereinfachtes Chinesisch. Um die Alphabetisierung voranzutreiben hat China ebenfalls im vergangenen Jahrhundert diese vereinfachte Schriftsprache eingeführt, die auf die allzu komplizierten und schwierig zu schreibenden Schriftzeichen verzichtet. Dieses Schrift-Chinesisch wird heute in China, Singapore und Malaysia angewendet, während in Hong Kong, Macau, Taiwan und anderen chinesischen Gebieten noch immer die weit komplexere Form des traditionellen Chinesisch geschrieben wird.

Und was heißt das für eine Übersetzung ins Chinesische?
Chinesisch ist also nicht gleich Chinesisch. Wer erfolgreich in China Geschäfte machen möchte sollte dies immer im Hinterkopf behalten, wenn er eine Übersetzung ins Chinesische in Auftrag gibt. Für wen ist der Text? Wo befinden sich die Leser? Gerade in den wirtschaftlich wichtigen Gebieten Hong Kong und Taiwan hat sich das traditionelle Schrift-Chinesisch unterschiedlich entwickelt. Braucht man eine Übersetzung für Verbraucher oder Geschäftspartner in diesen Gegenden, so sollte der Auftraggeber auf jeden Fall darauf achten, dass die Übersetzer aus der jeweiligen Region stammen und mit den dortigen Variationen des traditionellen Chinesisch vertraut sind.

Zielt ein Unternehmen auf den breiten chinesischen Markt ab mit seiner chinesischen Website, dem übersetzten Marketing-Material, der Gebrauchsanweisung oder einem Business-Angebot, dann ist Simplified Chinese die richtige Wahl für die Übersetzung. Möchte man das Textmaterial in beide Varianten übersetzen lassen so ist es am kosteneffizientesten, zuerst die Übersetzung in Simplified Chinese anfertigen zu lassen und von dort dann in traditionelles Chinesisch übersetzen zu lassen.

Tipp zur Webseiten-Übersetzung ins Chinesische:
Wenn man eine Website auch auf Chinesisch anbieten möchte, dann sollte man nicht nur an die eigentliche Übersetzung denken, sondern auch an den richtigen Zeichencode - sonst kann es passieren, dass nichts als kryptische und bedeutungslose Zeichen auf der Website angezeigt werden. Generell empfiehlt sich für mehrsprachige Webseiten auf Unicode zurückzugreifen - damit können beinahe alle Schriftsprachen abgebildet werden. Ist das nicht möglich, so benutzt man Big5 für traditionelles Chinesisch und GB2312 für Simplified Chinese.


Elanex Inc.
Via Calcutta 21
00144 Rom
(Italien)
Telefon: +4917686338091
Ansprechpartner: Regina Deckart

Homepage: www.elanex.com

Pressekontakt:
Regina Deckart
regina.deckart(at)elanex.com

Unternehmensprofil:
Elanex ist ein US-amerikanisches Übersetzungsunternehmen mit Hauptsitz in San Francisco. Über höchste Qualitätsstandards, die durch einen internen Qualitätssicherungsprozess gewährleistet werden, hebt sich der Übersetzungs-Dienstleister vom Wettbewerb ab. Dank selbst entwickelter Technologien bleibt Elanex dabei mit den Preisen für Übersetzungen in mehr als 100 Sprachen meist unter dem Wettbewerb.

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