Krise bei US-Gewerbeimmobilien lässt Banken sterben
US-Regierungsbericht zeigt Ausmaß der neuen Krise bei US-Gewerbeimmobilien
Pressemitteilung von Investment24 AG
Nachdem Investment24 Research bereits Anfang Februar über die Probleme des US-Gewerbeimmobilienmarkts berichtete, verdichten sich nun die Hinweise auf die große Tragweite der neuen US-Immobilienkrise. Ein Bericht des Congressional Oversight Panel (COP), eines Untersuchungsausschusses zur Überwachung der Verwendung von Konjunkturhilfen, offenbart die gravierenden Probleme: Im gewerblichen Immobilienmarkt befinden sich rund 3,4 Billionen US-Dollar an Finanzierungskrediten, davon werden 1,4 Billionen zwischen 2010 und 2014 fällig. „Abgesehen von diesen astronomischen Summen ist vor allem beunruhigend, dass fast für die Hälfte der Hypotheken der Wert der Immobilien nicht mal mehr den Kredit deckt“, kommentiert Bernd M. Otto von Investment24 Research. „Die höchsten Verluste werden für 2011 erwartet. Die Vielzahl von nicht refinanzierbaren Krediten wird den Bankensektor erneut hart treffen.“
Dieser Prozess ist bereits in vollem Gange, am vergangenen Freitag (5. März) hat die amerikanische Einlagensicherungsbehörde FDIC gleich vier Banken geschlossen. Damit erhöhte sich die Zahl der gescheiterten Finanzinstitute auf ganze 26 - allein für das Jahr 2010. Zum Vergleich: Im gesamten Krisenjahr 2008 wurde „nur“ 25 Banken von der Aufsichtsbehörde geschlossen. „Ungefähr 45 Prozent der Verbindlichkeiten im gewerblichen Immobilienmarkt werden von Banken gehalten, besonders engagiert sind hier kleinere Regionalbanken“, erklärt Bernd M. Otto, CEO der Investment24 AG.
Sollte sich dieser negative Trend weiter fortsetzen, lauert hier eine latente Gefahr für die US-Konjunktur. Denn die regionalen Banken dienen auch als Kreditgeber für mittelständische Firmen, eine wachsende Kreditklemme könnte Auswirkungen auf die noch schwache Konjunkturerholung in den USA haben. Bernd M. Otto: „Die Verbindlichkeiten des Gewerbeimmobilienmarktes wurden zudem oft in verschiedene Derivate verpackt, die wiederum über viele Investoren weit gestreut sind. Man darf davon ausgehen, dass das Beseitigen der Folgen ein langwieriger und komplizierter Prozess sein wird.“
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