Risikomanagement beim Finanzamt
Pressemitteilung von Steuerberater Günter Zielinski
Nach der Abgabenordnung hat das Finanzamt die Aufgabe Sachverhalte von Amts wegen zu ermitteln und dabei alle bedeutsamen Umstände, auch zu Gunsten der Steuerpflichtigen, zu berücksichtigen (§ 88 Abgabenordnung). Da dies in einem Massenverfahren wie der Einkommensteuerveranlagung nicht möglich ist, hat der Gesetzgeber dem Bundesfinanzministerium seit dem Jahr 2009 die Möglichkeit eröffnet automatisierte Verfahren zur gleichmäßigen und gesetzmäßigen Festsetzung und Erhebung der Steuern einzusetzen.
Diese Möglichkeit hat das Bundesfinanzministerium genutzt und ein maschinelles Risikomanagement eingeführt. Dieses Projekt, das verwaltungsintern "RMS Veranlagung 2.0" genannt wird, sollte zum 1. Februar 2010 bundeseinheitlich eingeführt werden. Dieses Einführungsdatum wird aber nicht eingehalten - längst nicht alle Sachbearbeiter haben den Zugang zu der notwendigen Software. Jetzt wird beim Bundesfinanzministerium von einer flächendeckenden Einführung im 2. Halbjahr 2010 ausgegangen.
Das maschinelle Risikomanagement ist wie folgt geplant: die eingehenden Steuererklärungen, soweit sie nicht schon elektronisch eingereicht werden, werden EDV-mäßig erfasst. Nach der Erfassung der Daten aus der Steuererklärung wird eine Prüfberechnung durchgeführt. Ergeben sich keine Auffälligkeiten oder größere Abweichungen zu den Vorjahren wird sofort ein Steuerbescheid erteilt. Diese Steuererklärung wird nicht weiter geprüft und nur noch abgelegt.
Ergeben sich Auffälligkeiten, so bekommt der Sachbearbeiter einen Hinweis und geht diesem Hinweis nach. Es wird aber nur dieser Hinweis bearbeitet, nicht die gesamte Steuererklärung.
Der Bundesrechnungshof lässt an diesem Verfahren in seinen "Bemerkungen 2009 zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes" kein gutes Haar. Sein Fazit: Das maschinelle RMS verletzt wichtige Besteuerungsgrundlagen. Der Untersuchungsgrundsatz und die Gleichmäßigkeit der Besteuerung werden nur unzureichend beachtet.
Der Bundesrechnungshof sieht die Gefahr von großen Steuerausfällen, da falsche Eintragungen in der Steuererklärung nicht mehr entdeckt werden. Wie das FAP-Institut für Steuerfragen in Hamburg in einer Studie festgestellt hat, sind unvollständige Steuererklärungen viel häufiger. Insbesondere Arbeitnehmer erstellen die Steuererklärungen mit Hilfe von EDV-Programmen selber oder sind Mitglied in einem Lohnsteuerhilfeverein. Aus Unkenntnis werden viele rechtliche Möglichkeiten nicht ausgenutzt und nicht in den Steuererklärungen geltend gemacht.
Das Bundesfinanzministerium nimmt durch die falschen oder unvollständigen Eintragungen in den Steuererklärungen nach groben Schätzungen mehr als 2 Milliarden Euro zuviel ein. Dies ist der Beitrag des "kleinen Mannes" zur Sanierung des Bundeshaushaltes.
Weitere Informationen: FAP Institut für Steuerfragen GmbH post@fap-institut.de
und Steuerberater Günter Zielinski g.zielinski@steuerberater-zielinski.de
Steuerberater Günter Zielinski
Rolfinckstrasse 37
22391 Hamburg
(x)
Telefon: 040 536 40 10
Ansprechpartner: Günter Zielinski
Pressekontakt:
Steuerberater Günter Zielinski
Günter Zielinski
Rolfinckstrasse 37
22391 Hamburg
g.zielinski@steuerberater-zielinski.de
040 536 40 10
www.steuerberater-zielinski.de

Unternehmensprofil:
Dies ist das Leitbild unserer Arbeit, denn wir nehmen unsere Berufsbezeichnung "Steuerberater" ernst und wollen ein Berater sein, der auch in schwierigen Situationen eine Hilfe ist.
Permanenter Link:
Das könnte Sie auch interessieren:
Pressemitteilungen News-Ticker
-
26.05.2012 - 23:42 - Mein Bau - Das Onlinemagazin, A-6833 Klaus in Vorarlberg
Dächer aus Metall Renaissance und Nachhaltigkeit

-
26.05.2012 - 22:07 - BERLINER MORGENPOST
BERLINER MORGENPOST: Regieren bedeutet Kompromisse - Leitartikel von Hajo Schumacher

-
26.05.2012 - 20:10 - Oberstdorf Event GmbH, 87538 Fischen
Das 4-Sterne Hotel Oberstdorf im Allgäu feiert 10-jähriges Jubiläum!

-
26.05.2012 - 19:54 - DEMOS Wohnbaugesellschaft GmbH, 80337 München
www.demos.de: Lukrative Immobilien in München und Umgebung für mehr Wohnqualität

-
26.05.2012 - 18:04 - Schluga Camping Welt, 9620 Hermagor-Pressegger See
Campen: Programm inklusive
In der Schluga Camping Welt in Kärntens Süden

-
26.05.2012 - 16:43 - Knieper Projektmanagement, 53113 Bonn
Aufsteller mit Informationsflyer zum Thema Zahnunfall und Zahnrettungsbox zur Auslage in Zahnarztpraxen, Apotheken, etc. jetzt NEU bei Zahnrettungsbox.com erhältlich

-
26.05.2012 - 16:12 - Communication Office Düsseldorf, 40239 Düsseldorf
Komplexität als Chance

-
26.05.2012 - 15:48 - Creditum.eu, SW1E 5RS London, Greater London
http://creditum.eu : Kredit auch in schwierigen Fällen möglich

-
26.05.2012 - 15:40 - change.project gmbh, 70563 Stuttgart
Zufriedene Kunden? Ja bitte!

-
26.05.2012 - 14:19 - Der Tagesspiegel
Der Tagesspiegel: EU-Parlamentschef Schulz hält Streckung von Griechenlands Reform-Zeitplan für möglich





















