Allg. Zeitung Mainz: Brandgefährlich / Kommentar zu USA und Nordkorea / Von Christian Matz

Bis vor wenigen Tagen war Donald Trump noch ein schwer angeschlagener US-Präsident, der auf großmäulige Ankündigungen nur große Misserfolge folgen ließ. Mit dem Angriff in Syrien und der Entsendung von Kriegsschiffen vor die koreanische Küste zeigt Trump Tatkraft – und dass bei ihm mit allem zu rechnen ist, auch mit einer kompletten Kehrtwende. Statt isolationistischer "America first"-Parolen demonstriert er in zwei Krisenregionen Entschlossenheit. Innenpolitisch betrachtet hat er sich damit vorerst aus der Defensive herauslaviert. Wohin diese außenpolitische Entschlossenheit führt, und ob ihr überhaupt eine Strategie zugrunde liegt, ist aber völlig ungewiss. Bezogen auf Ostasien jedenfalls ist ein Kräftemessen zwischen Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un das letzte, was die Welt noch braucht. Nicht zu erwarten ist, dass sich der Nordkoreaner von ein paar US-Kriegsschiffen beeindrucken lässt; stattdessen wird er dies wie den als Warnung verstandenen Angriff in Syrien zum Anlass nehmen, das Atomprogramm voranzutreiben. Und dann? Will Trump tatsächlich einen Präventivschlag wagen und eine nukleare Konfrontation riskieren? Die einzige Lösung liegt, wie in Syrien, am Verhandlungstisch, auch wenn man sich dies in beiden Fällen nur schwer vorstellen kann. Und die einzige Hoffnung ist, auch das eine Parallele zu Syrien, dass die weitere Großmacht im Spiel – hier China, dort Russland – ihren Einfluss auf den Diktator zur Mäßigung nutzt. Nicht mit Peking und Moskau abgestimmte Alleingänge können als Provokation verstanden werden, und dass Trump aufgrund seiner Unberechenbarkeit genau dazu neigt, ist brandgefährlich.

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