Gesellschaft 4.0: Neue Wege für die frühe Bildung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Zukunftskongress für Bildung und Betreuung "Invest in Future" ging gestern zu Ende

Beim Fachkongress "Invest in Future" am 26. und 27. September 2017 in Stuttgart verließen Gestalterinnen und Gestalter von Bildungs- und Arbeitswelten alte Denkmuster. Sie skizzierten und diskutierten neue Ideen und Konzepte für eine gute frühe Bildung & Betreuung. Außerdem präsentierten sie Trends und gaben Impulse für eine familien- sowie pflegefreundliche Arbeitswelt in einer sich rasant verändernden Gesellschaft.

Rund 300 Fachleute aus Bildungs- und Zukunftsforschung, aus Pädagogik, Wirtschaft und Politik kamen am 26. und 27. September 2017 in Stuttgart zusammen. Sie beschrieben die Auswirkungen aktueller Mega-Trends auf unsere Gesellschaft, allen voran den der Digitalisierung. Sie diskutierten, was diese Entwicklungen für die künftige Arbeitswelt, die Vereinbarkeit von Familie bzw. Pflege und Beruf und vor allem für die Betreuung und Bildung in Kindertagesstätten bedeuten (sollten).

"Unser Kongress ist eine Ideenschmiede: Hier sind Gedankenexperimente erwünscht", sagt Waltraud Weegmann, Geschäftsführerin der Konzept-e für Bildung und Betreuung gGmbH, die das Symposium zusammen mit der element-i-Bildungsstiftung veranstaltet. Über 30 Referentinnen und Referenten, die ihre Ideen und Erfahrungen in vier Plenumsvorträgen und 18 Themenforen mit dem Fachpublikum teilten, füllten das Kongress-Konzept mit Leben. Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, engagierte sich als Schirmherr für "Invest in Future".

Gesellschaft 4.0
Eröffnungsredner Roger Spindler vom Zukunftsinstitut in Frankfurt am Main präsentierte zu Beginn des ersten Kongresstags ein Feuerwerk an Impressionen aus Forschung, Werbung und Medien, das das Lebensgefühl und die Zukunftsvisionen einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft spiegelte. Dr. Florian Langenscheidt, ehemaliger Verlagsvorstand und studierter Philosoph, stellte neben die ungeheuren Chancen, die sich durch die Digitalisierung unter anderem für Bildung und Demokratieentwicklung ergeben, die ebenso großen Risiken und mahnte: "Schnelligkeit und Effizienz sind schön. Doch die Seele liegt woanders. Das Glück nimmt nicht das Auto, sondern das Fahrrad!"

Pädagogik 4.0
Die Sozialpädagogin und Autorin Freya Pausewang appellierte an die Erwachsenen, Kindern weniger "vorzudenken", sondern sie im freien Spiel mit anderen die Welt selbst entdecken zu lassen. Dabei entwickelten sie wichtige soziale Kompetenzen, lernten problemlösendes Denken und kultivierten ihren Ideenreichtum. Kreativität – das könnte die Schlüsselkompetenz der Zukunft sein. Doch welche Geisteshaltung ist nötig, damit Menschen wirklich kreativ sein können? Dieser Frage ging der "Denkagent" Prof. Tilo Staudenrausch in seinem Plenumsvortrag zu Beginn des zweiten Kongresstages nach.

Qualität 4.0
Ein neues Bildungsverständnis verschiebt die Koordinaten, wenn es darum geht, die Qualität einer Bildungseinrichtung zu beurteilen. Was ist gute Kita-Qualität? Und wie gelingt es, sie in allen Bundesländern gleichermaßen sicherzustellen? Detlef Diskowski, ehemaliger Referatsleiter im Jugendministerium in Brandenburg, sowie Matthias Ritter-Engel vom AWO Bundesverband diskutierten darüber.

Familie, Pflege und Beruf 4.0
"Es ist eine Frage der Offenheit des Denkens", rief die Vernetzungsexpertin Ute Blindert den Unternehmerinnen und Unternehmern im Auditorium zu. "Die Digitalisierung bietet die Chance, Arbeit anders zu organisieren und dadurch für Beschäftigte Beruf und Familie bzw. Pflege besser vereinbar zu machen."

Im Rahmen eines Themen-Specials unter dem Titel "Auch Babyboomer werden alt! Wie lassen sich Pflege und Beruf sinnvoll koordinieren?" riet Jennifer Zeilfelder vom FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe den Verantwortlichen in Betrieben ihre Beschäftigten beim herausfordernden Spagat zwischen Beruf und Pflege zu unterstützen und stellte digitale Hilfsmittel vor, die die Sicherheit für Pflege- und Hilfebedürftige erhöhen und ihre Angehörigen entlasten.

Verleihung des KitaStar
In der pädagogischen Praxis in der Kita zählt – auch in der digital geprägten Gesellschaft 4.0 – analoge Welterfahrung. Beispielgebende Kitas, die zeigen, wie sie Kindern Erfahrungsräume außerhalb der Einrichtung eröffnen, zeichnete die element-i-Bildungsstiftung mit dem diesjährigen KitaStar aus. Der mit 5.000 Euro sowie Sachpreisen dotierte Kita-Innovationspreis stand 2017 unter dem Motto "Die Welt da draußen". Während der festlichen "Invest in Future"-Abendveranstaltung erhielt die Kita Anne Frank aus Cottbus den KitaStar in Gold. Über die Auszeichnung in Silber freute sich das Team der Kita SieKids Ackermäuse aus Braunschweig. Mit den KitaStar in Bronze ehrte die Ausloberin die Kita am Burghof in Troisdorf.

Weitere Informationen zum Kongress
Der Zukunftskongress für Bildung und Betreuung "Invest in Future" findet alle zwei Jahre in Stuttgart statt – das nächste Mal am 15./16. Oktober 2019. Weitere Informationen gibt es unter www.invest-in-future.de. Wer eine Einladung zum Kongress "Invest in Future" 2019 erhalten möchte, kann sich bei Projektkoordinatorin Nicole Lessig unter Telefon 0711-656960-35 dafür vormerken lassen.

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Publiziert durch PR-Gateway.de.

Veröffentlicht von:

Konzept-e für Bildung und Betreuung gGmbH

Wankelstraße 1
70563 Stuttgart
Deutschland
Telefon: 0711-656960-35
Homepage: http://www.konzept-e.de

Ansprechpartner(in): Nicole Lessig

Firmenprofil:

Das Konzept-e-Netzwerk ist seit seiner Gründung 1988 kompetenter Partner für Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher Kindertagesstätten mit hohem Qualitäts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten Geschäftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk rund 40 element-i-Kinderhäuser, zwei element-i-Grundschulen, drei Freie Duale Fachschulen für Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-Pädagogik formuliert.

Zum Konzept-e-Netzwerk gehören die Trägergesellschaften Kinder in Stuttgart gGmbH, Kind und Beruf gGmbH, Konzept-e für Kindertagesstätten gGmbH und die Konzept-e für Schulen gGmbH. Das Netzwerk beschäftigt bundesweit rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet alle zwei Jahre den Zukunftskongress für Bildung und Betreuung Invest in Future, der die zeitgemäße Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern bis 10 Jahren sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege in den Fokus nimmt. Er findet das nächste Mal am 26. und 27. September 2017 in Stuttgart statt.

Informationen sind erhältlich bei:

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