Lohnt eine Familienpartei?

Ein Bericht von Horst Krebs

Der Name „Familienpartei“ hört sich gut an. Familie geht immer, sollte man meinen.
Parteien leben gerne von ihren Sprüchen, und je mehr gesprochen wird, je höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Wähler zuhört. Die Familienpartei ist eine deutsche, konservative Kleinpartei, die 1981 gegründet wurde. Hätten sie das gewusst? Die meisten wohl nicht, weil man denkt, dass unsere Parteien im Bundestag das Thema Familie ausreichend im Programm haben, zum Wohle des Volkes, zum Wohle der Familien. Zum Beweis stellt die Bundesregierung seit 1953 eine Familienministerin unterbrochen 1982 durch einen Familienminister. Es ist also alles gut gelaufen, sollte man meinen.

Die Anforderungen an die Familien sind heute wichtiger denn je, es reicht politisch nicht mehr aus, nur darüber zu reden. Es muss das wieder zusammenkommen, was wir früher gelernt haben. Der Kern des Lebens ist die Familie, und der Kern der Familie ist das Leben.
So schaue ich in die Präambel der Familienpartei Deutschlands und bin erstaunt der Werte, die ich fast vergessen hatte. Die Präambel aus dem Parteiprogramm der Familienpartei Deutschlands habe ich hier wortgleich übernommen, man hätte sie nicht besser schreiben können.
„Die Familien-Partei Deutschland ist eine freiheitlich-demokratische Partei im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist eine Partei der politischen Mitte. Die Familien-Partei Deutschlands wendet sich an alle Menschen unseres Staates, die in der Solidarität zwischen den Generationen die Grundlage für die Zukunft der Bundesrepublik Deutschlands sehen. Ihre Parteiarbeit bezieht auch die hier lebenden Ausländerinnen und Ausländer ein.
Die Familien-Partei Deutschland fördert die Familie mir Kindern als existenzielles Bindeglied zwischen den Generationen. Die Familien-Partei Deutschland tritt für die Verwirklichung des besonderen Schutzes der Familie durch die staatliche Ordnung (Grundgesetz, Artikel 6.1) ein.
Familiäre Lebensstrukturen verändern sich in einer dynamischen Gesellschaft. „Familie“ bedeutet für die Familien-Partei Deutschland eine Lebensgemeinschaft von Eltern und Kindern. Es werden ausdrücklich auch Getrennterziehende und nichteheliche Lebensgemeinschaften von Eltern mit Kindern unter dem Sammelbegriff „Familie“ zusammengefasst.
Die Familie ist die Grundzelle des Staates. Jeder Staat hat nur dann eine Zukunft, wenn kontinuierlich Kinder und damit neue leistungsfähige Generationen heranwachsen. Es liegt also gerade auch im Interesse einer Gesellschaft, die weiter existieren will, Familien nicht mehr zu benachteiligen, sondern ihre Leistungen zu würdigen.

Die Familien-Partei Deutschland will eine Entwicklung aufhalten, in der die Familie zur Randgruppe wird. Sie möchte mit politischen Mitteln für Frauen und Männer die Wahlfreiheit schaffen, sich für Kinder zu entscheiden, ohne dass sie gegenwärtig und zukünftig wirtschaftliche, politische oder soziale Nachteile im Vergleich zu Kinderlosen in Kauf nehmen müssen.
Alle Menschen sind im Alter auf die solidarische Unterstützung der nachfolgenden Generationen angewiesen. Dabei geht es nicht allein um die persönliche finanzielle Absicherung, sondern auch um den Erhalt der Infrastruktur durch menschliche Arbeit. Weil also die Zukunft Aller von den nachfolgenden Generationen getragen wird, fordert die Familien-Partei Deutschland die vorausgehende Solidarität aller Mitglieder dieser Gesellschaft mit den Familien ein, denn ohne Kinder ist eine Gesellschaft nicht überlebensfähig. Deshalb fordert die Familien-Partei Deutschland, dass die Kosten für die Erziehung und Versorgung der Kinder von der gesamten Gesellschaft getragen werden.

Alles politische, soziale und wirtschaftliche Handeln muss dem Prinzip der Nachhaltigkeit entsprechen: Die Lebensweise der gegenwärtigen Generationen darf nicht in unerträglicher Weise künftige Generationen belasten. Dieses Ziel und dieser Anspruch gelten auch für den Bereich der Staatsfinanzen, für die Umwelt und für die natürlichen Ressourcen. Deshalb ist Politik für Familien in der Fassung der Familien-Partei Deutschland keine Klientelpolitik, sondern umfassende und nachhaltige Gestaltung der Gegenwart und Zukunft für alle Bürgerinnen und Bürger.
Die etablierten Parteien haben den von der Natur der Sache her gebotenen Drei-Generationen-Vertrag (Heranwachsende – Erwerbstätige – Ruheständler) ersetzt durch einen Zwei-Generationen-Vertrag, der in der Endbilanz einer kinderarmen Gesellschaft auf systematische Transferleistungen zu Gunsten des kinderlosen Teils ausgerichtet ist. Das ist weder zukunftsfähig noch gerecht.
Die Familien-Partei Deutschland will einen wirksamen, alle drei Generationen umfassenden Generationenvertrag. Darin unterscheidet sie sich wesentlich von den anderen Parteien".

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