Brauchen wir eine Partei für die Schultoiletten?

Die Frage für einen Schüler heute ist es nicht, ob er sein Klassenziel erreicht sondern ob er es schafft, die Schultoiletten nicht täglich benutzen zu müssen.
Da man mit schmutzigen Schultoiletten keinen Blumentopf gewinnen kann, bleibt das Thema aus den Medien, die Kommunalpolitik hat kein Geld, die Landespolitik ist nicht zuständig.

Bleiben wir einfach mal sachlich. Unsere Toiletten zu Hause sind sauber und ansehnlich, für unsere Hausgäste gibt es oft eine Gästetoilette mit Tageszeitung. Auch die Lehrer in den Schulen haben saubere und ansehnliche Toiletten, es gibt sogar oft parfümierte Feuchttücher für die Hände.

Wie es aber für unsere Kinder bestellt ist, die von uns Eltern auch für Sauberkeit und Hygiene erzogen werden, können wir uns nur schwer vorstellen. Der Wunsch unserer Kinder die Schultoiletten nicht benutzen zu müssen, hat fatale gesundheitliche Auswirkungen, auf die ich später noch zu sprechen komme.
Wenn 80% der Schulkinder die Toiletten ihrer Schulen als schmutzig, stinkend und unangenehm empfinden, dann braucht man keine Argumente mehr. Bleiben noch die gesundheitlichen Probleme durch Klovermeidung.
Dass Kinder aus Ekel vor den Schultoiletten ihr Bedürfnis unterdrücken, wird im Deutschen Ärzteblatt als Folge von Flüssigkeitsmangel angeprangert. Viele Schüler trinken weniger, um seltener die Schultoilette benutzen zu müssen. Flüssigkeitsmangel kann zu Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten führen, Verweigerung des Toilettenbesuchs zu Verstopfungen. Ekel ist ein Zeichen von Abneigung und dient eigentlich der Prävention von Krankheiten. Ekel vor Schultoiletten dient in deren Verhinderung allerdings oft zu Krankheiten in Form von Übelkeit, Brechreiz, Schweißausbrüche, Blutdruck aus. Damit eingeschlossen ist auch die instinktive Reaktion.
Nun, das alles wissen wir mittlerweile, etliche Studien sind geschrieben, nichts Neues weiß die Tagesordnung. Viele Schulen versuchen, das Problem privatwirtschlich zu lösen, und manchmal gelingt es auch, meist temporär durch Initiativen von Schulen und Eltern. Der Kern des Problems allerdings ist monetär und kommunal untergeordnet. Als Vater dreier Kinder, deren Kinder auch bald zur Schule gehen, brauche ich Hilfe, jetzt.
Um gehört zu werden suche ich jetzt kommunale Hilfe in der Familien-Partei Deutschlands.
Horst Krebs

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