Rheinische Post: Kommentar / Terror-Macht Iran = Von Martin Kessler

Düsseldorf (ots) – Über den Iran machen sich manche Politiker Illusionen. Weil die staatliche Struktur dort noch einigermaßen intakt ist und die Mullahs trotz aller Menschenrechtsverletzungen einer rationalen Machtstrategie folgen, sind viele im Westen versucht, den Iran für einen zwar schwierigen, aber verlässlichen Partner zu halten. Die terroristischen Aktivitäten der iranischen Agenten in Westeuropa sprechen eine andere Sprache. Das Regime ist skrupellos genug, Menschen zu ermorden, die es als Feinde oder als israelfreundlich einschätzt. Anders als etliche arabische Staaten hat der Iran als Staatsziel die Vernichtung Israels in der Verfassung verankert. Das ist keine leere Drohung. Für Deutschland heißt es, dass Berlin weiter mit dem Iran in Kontakt bleiben muss. Auch Verträge wie das Atom-Abkommen schließt man nicht mit Freunden, sondern mit Feinden ab. Regierung und Sicherheitskräfte müssen sich aber im Klaren sein, dass der Iran die israelfreundlichen Kräfte in Deutschland treffen will – mit allen Mitteln. Gegenüber dem Terror-Regime in Teheran ist Wehrhaftigkeit gefragt.

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