Allg. Zeitung Mainz: Gut und Böse / Kommentar von Reinhard Breidenbach zu Hackerangriffen

Mainz (ots) – Es war 1983, der Kalte Krieg auf einem Höhepunkt, die Computertechnologie noch in den Kinderschuhen. Im Kinofilm WarGames sagt ein Computer: „Ein seltsames Spiel. Der einzig gewinnbringende Zug ist, nicht zu spielen." Dann unterlässt es der Computer, einen Atomkrieg auszulösen. 35 Jahre später lässt sich nur mit immenser Phantasie vorstellen, was Computertechnologie bewegen könnte, im positiven wie im schlimmsten Fall. Insofern grenzt es an ein Wunder, dass es noch keine Mega-Cyber-Katastrophe gab. Ein Trost ist das nicht. Die „Bösen" versuchen mit Cyber-Attacken materielle, strategische oder politische Vorteile zu erringen, die „Guten" haben alle Mühe, das zu verhindern. Wobei die Zuordnung nach „Bösen" und „Guten" schwierig ist und Urteile auch mal revidiert werden müssen. Es steht zu vermuten, dass die Bösen oft die Nase vorne haben, die Guten aber so schlecht gar nicht sind. Das Ganze spielt sich in weitgehend rechtsfreien Räumen ab, und wenn es Gesetze gibt, fesseln sie in der Regel die Guten. Das ist der Preis, den die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts für die technologische Entwicklung zu bezahlen hat. Der Prozess ist unumkehrbar, altmodisch formuliert: Niemand bekommt die Zahnpasta zurück in die Tube. Niemand darf sich Illusionen darüber machen, dass der Respekt vor Autoritäten jedweder Art derzeit dramatisch sinkt und die Gewaltbereitschaft, auch in Form von Computerattacken, stetig zunimmt. Helfen kann im Grunde nur Kommunikation. Vor allem: Niemand sollte nachlassen in dem Versuch, jungen Generationen die Sinnhaftigkeit ethischer Prinzipien zu vermitteln.

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