Große Nachfrage bei der Caritas Suchtberatung Ludwigsburg

Ludwigsburg, 16.04.2018: Mehr als 1.000 Personen wurden 2017 in der Caritas Suchtberatung Ludwigsburg betreut. Damit bleibt die Zahl der Klientinnen und Klienten hoch. Durch eine zusätzliche Stelle, die der Landkreis bewilligte, kann die Qualität der Betreuung verbessert werden.

Die Caritas Suchtberatungsstelle in Ludwigsburg verzeichnete auch 2017 eine hohe Zahl an Hilfesuchenden: 1.112 Personen wurden in der Beratungsstelle betreut. Der Großteil von ihnen (93
Prozent) kam aufgrund einer eigenen Suchtproblematik, der Rest suchte Unterstützung für betroffene
Angehörige und Bekannte. 74,5 Prozent der Hilfesuchenden waren männlich, 25,5 Prozent
weiblich. Erfreulich ist, dass sich der Anteil der ALG-II-Beziehenden mit 15 Prozent auf einem
Tiefstand befindet, 2009 lag er noch bei 31 Prozent. Nahezu gleich gewichtet sind die beiden
Hauptdiagnosen: 440 Klienten wiesen eine Alkoholproblematik und 455 eine Drogenproblematik
auf.

Auch die Anzahl der Individualkontakte in Einzelberatungen war mit 3.890 unverändert hoch. Allein
in den Sprechstunden wurden durchschnittlich 6,5 Personen pro Sprechstunde beraten. Bei
den Gruppenkontakten (2.288) wurde wiederum ein Anstieg verzeichnet, was Caritas unter anderem
auf gut belegte Kursangebote zurückführt. Der überwiegende Teil der Beratungs- und Behandlungsprozesse (58 Prozent) endete 2017 regulär, bei 44 Prozent der Klienten war die Suchtproblematik behoben oder hatte sich gebessert.

Bessere Versorgung durch eine zusätzliche Stelle

Mit einer erfreulichen Aussicht ist das Geschäftsjahr für die ambulante Suchthilfe zu Ende gegangen. Der Landkreis Ludwigsburg trägt der hohen Zahl an substituierten, opiatabhängigen Klienten, die eine längerfristige psychosoziale Betreuung brauchen, Rechnung und bewilligte für die Versorgung dieser Zielgruppe eine zusätzliche Stelle. „Damit können wir nachhaltig die Kooperation mit den behandelnden Substitutionsärzten und die psychosoziale Betreuung für unsere Klienten verbessern“, so Dorothea Aschke, Leitung Caritas Suchthilfe.

Seit 1979 bietet Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz mit der Psychosozialen Beratungsstelle Lud-wigsburg einen wichtigen Anlaufpunkt für Suchtgefährdete, Suchtkranke und deren Angehörige. Zum Angebot gehören Sprechstunden, Informationen und Beratungen, Krisenintervention und –begleitung, psychosoziale Betreuung, Therapievermittlung, medizinische Rehabilitation und Sucht-prävention. Regelmäßige und offene Sprechstunden sichern einen niedrigschwelligen und diskre-ten Zugang für Betroffene.

Jahresbericht: https://www.yumpu.com/s/hpkfPSyX8W1jTIsC

Veröffentlicht von:

Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz

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