Caravaggios Meisterwerk aus dem Vatikan zum ersten Mal in den Niederlanden

Utrecht, Niederlande (ots/PRNewswire) –

Der Vatikan hat zugesagt, dem Centraal Museum Utrecht eines der Meisterwerke des italienischen Malers Caravaggio (1571-1610) zu leihen. Es ist das erste Mal, dass dieses Werk in den Niederlanden gezeigt wird. Es kann nur vier Wochen lang ab dem 15. Dezember 2018 im Rahmen der Ausstellung "Utrecht, Caravaggio und Europa" bewundert werden.

Die Grablegung Christi ist ein monumentales Altarbild, das mehr als drei mal zwei Meter misst. Es ist eines der wichtigsten Stücke in der Sammlung der Vatikanischen Museen und wird daher selten ausgeliehen. Für die große Ausstellung Utrecht, Caravaggio und Europa, die vom 15. Dezember 2018 bis 24. März 2019 laufen wird, wurde eine Ausnahme gemacht.

Utrecht, Caravaggio und Europa wird mehr als 60 ausgeliehene Werke zeigen, von denen 46 noch nie die Niederlande besucht haben. Diese Leihstücke stammen aus Museums-und Privatsammlungen in den USA und Europa, unter anderem aus den Vatikanischen Museen, dem Musée du Louvre in Paris, der Galleria degli Uffizien in Florenz, der National Gallery of Art in London und der National Gallery of Art in Washington, sowie aus Kirchen in Rom. Neben Caravaggios Grablegung wird auch sein Heiliger Hieronymus in Meditation in der Meditation vom Monasterio de la Virgen de Montserrat gezeigt, ein weiteres Stück, das noch nie in den Niederlanden ausgestellt wurde.

Caravaggios Grablegung

Caravaggio malte Die Grablegung Christi um 1602/1604 für die Familienkapelle von Girolamo Vittrice in der Chiesa Nuova in Rom. Laut dem römischen Maler und Künstlerbiographen Giovanni Baglione (1566-1643) betrachteten Caravaggios Zeitgenossen dieses majestätische Gemälde als seine bei weitem beste Arbeit. Der Leib Christi schimmert vor dem dunklen Hintergrund, in dem der Eingang des Grabes gerade noch sichtbar ist. Sein Torso ruht auf dem stützenden rechten Arm von Johannes; Nikodemus trägt seinen Unterkörper. Er umklammert die Knie Christi mit beiden Armen, seine Hände zusammengefaltet, um seinen Griff zu stärken. Hinter ihnen stehen drei Frauen. Der müde, traurige Blick der Jungfrau Maria ist nach unten gerichtet; die schöne Maria Magdalena wischt sich die Tränen ab, die aus ihren geschlossenen Augen fließen. Maria von Cleophas richtet im Gegensatz dazu ihre Augen zum Himmel, die Arme ausgebreitet und den Mund zu einem verzweifelten Schrei geöffnet. Erhoben auf dem steinernen Grabdeckel, auf dem er gesalbt und in Stoff gewickelt werden wird, zeigen sie uns, den Zuschauern, den Leib Christi.

Utrecht, Caravaggio und Europa

1600 war Rom der Mittelpunkt der Welt. Junge Maler aus allen Ecken Europas reisten in die Ewige Stadt, wo – so besagten die Gerüchte – Caravaggio eine Revolution in der Kunst der Malerei anzettelte: ein neuer Realismus, mit einer Helldunkelmalerei von beispielloser Intensität. Die Utrechter Maler Dirck van Baburen, Hendrick ter Brugghen und Gerard van Honthorst sind hierher gereist, um es mit ihren eigenen Augen zu sehen.

Zwischen 1600 und 1630, als der europäische Caravaggismus seinen Höhepunkt erreichte, waren an die 2700 Künstler in Rom registriert; 572 davon waren Ausländer. Diese Künstler besuchten die selben Kirchen und Sammlungen. Sie führten Gespräche miteinander. Und sie malten. Die Themen waren die gleichen, die Quellen der Inspiration waren die gleichen, aber die endgültigen Ergebnisse waren alle ganz einzigartig. Es sind diese Unterschiede zwischen den europäischen Anhängern von Caravaggio, die "Utrecht, Caravaggio und Europa" untersucht. Die thematische Präsentation der Stücke zeigt, wie die Werke jedes Künstlers in seinem eigenen kulturellen Hintergrund verwurzelt geblieben sind.

Starke Partnerschaft

Das Centraal Museum organisiert Utrecht, Caravaggio und Europa in enger Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München. Die Ausstellung wird im Centraal Museum Utrecht am 15. Dezember 2018 eröffnet und wird bis zum 24. März 2019 laufen; danach wird sie in die Alte Pinakothek in München umziehen (vom 17. April 2019 bis 21. Juli 2019).

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