Artenvielfalt bei Bienen erhalten: Rettet die dunkle Biene

(Windeck) – „Retter die Bienen“ – aber wie? Bioimker Hans-Joachim Werner aus Windeck ging in einer Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) auf die Artenvielfalt bei den Bienen ein. Besonders am Herz lag ihm die heimische dunkle braune Biene. Diese ist in Deutschland akut vom Aussterben bedroht. „Gerade aber diese Bienenrasse ist die, die über Jahrtausende bei uns heimisch war.“ so Werner.

Den Zuhörern verschaffte Imker Werner einen Einblick in die Welt der Bienenzucht. Biene ist nicht gleich Biene; und unterschiedliche Bienenrassen sind unterschiedlich bedroht. Durch Importe von Fremdrassen wurde die heimische dunkle Biene immer mehr verdrängt. In Deutschland gibt es derzeit keine einzige funktionierende Belegstelle der Dunklen Biene. Eine Belegstelle ist der Ort, an dem für eine Bienenrasse eine Befruchtung der Königin durch Drohnen der gleichen Rasse sichergestellt ist. Nötig wären, um den Bestand zu erhalten, aber mindestens für jeden Ökotyp der Dunklen Biene eine Belegstelle in Deutschland.

Imker Werner, der sich dem Erhalt des Ökotyps der dunklen braunen Biene verschrieben hat, findet die nächste Belegstelle in Belgien: über 300 Kilometer hin, dann wieder über 300 Kilometer zurück mit der Hoffnung, dass die Befruchtung geklappt hat. Ein großer Aufwand zur Sicherstellung des Artenschutzes.

Dabei wäre es relativ einfach, in Nordrhein-Westfalen Schutzgebiete für die heimische Biene auszuweisen. Diese brauchen einen Durchmesser von ca. 10 km, in denen keine andere Bienenart gehalten wird. Erfolgen diese Schutzmaßnahmen nicht, wird bald die heimische Bienenrasse verschwunden sein.

Das Verhalten der dunklen Biene ist unserem Klima und unserer Landschaft seit Jahrtausenden angepasst. Dies bedeutet auch, dass sie kein größeres Brutnest, als es unbedingt nötig ist, anlegt. „Aus eigener Anschauung kann ich bestätigen, dass sie im Vergleich zu anderen Bienenrassen, dank ihrer Widerstandskraft bei niedrigeren Temperaturen und z.T. sogar bei Regen eher ausfliegt.“ So Imker Hans-Joachim Werner.  „Zwei wissenschaftliche Untersuchungen bestätigten: Die Dunkle Biene fliegt andere und mehr einheimische Blütenarten an als Buckfast- und Carnicabienen.“ Somit gibt es deutliche Hinweise, dass die Bestäubungsleistung der dunklen braunen Biene unserer Gegend besser angepasst ist.  Buckfast- und Carnicabienen sind Bienenrassen, die aus Produktionsgründen hier angesiedelt wurden.

In Deutschland kamen 4 Ökotypen der dunklen braunen Biene vor: die Alpenländische Dunkle, die Pommernbiene, Die (belgische) Braune und die Heidebiene. Die Pommernbiene ist zwischenzeitlich durch Kreuzungen verschwunden. Für Nord-rhein-Westfalen sind die Ökotypen der belgischen Braunen und der Heidebiene relevant.

Den Teilnehmern der Veranstaltung konnten sich dann an Ort und Stelle über die Bienenzucht und deren Rahmenbedingungen informieren. Imker Werner verschaffte ihnen nicht nur verbal, sondern auch ganz konkret Einblick in die Arbeit der Bienenzucht.

Nach einer höchst interessanten ÖDP-Veranstaltung gingen die Teilnehmer mit der Erkenntnis nach Hause: Der Schutz der Bienen ist eine herausfordernde Aufgabe. Hierbei ist es auch sehr wichtig, auf die Artenvielfalt der Bienenpopulation Wert zu legen. Es ist weitaus mehr erforderlich, als die Vermeidung von Bienengiften und die Einrichtung von Blühstreifen für Insekten. Es müssen zusätzlich dringend Maßnahmen zur Erhaltung der Bienenvielfalt durch die Ausweisung von Schutzgebieten ergriffen werden.

Foto: dunkle braune Bienen
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