Der Traum von einer besseren Zukunft und eine Reise zwischen den Zeiten

Man sagt, dass von jeher Geheimorden die Fäden des politischen und gesellschaftlichen Lebens aus dem Hintergrund zogen. Illuminati und Rosenkreuzer sind auch heute noch vielen Menschen ein Begriff.

Die Ziele des um 1510 gegründeten Ordo Bucintoro, der seinen Hauptsitz auf Murano hatte, reichten weit in die Zukunft hinein. Mit dem Wissen der Templer ausgestattet lag das Bestreben des Ordens in der Schaffung des Imperium Novum, des neuen Reiches, in dem nicht mehr die Kirche dominieren sollte, sondern der freie, sich selbst bestimmende Mensch. Bürgern wurden persönliche Grundrechte zugestanden,  Frauen sollten die gleichen Rechte besitzen wie Männer und der Wert des einzelnen nicht an seiner Herkunft, sondern an seiner Leistung bemessen werden. Geheimnisse ranken sich um den Ordo Bucintoro, dessen Bestreben es war, die Gesetze von Zeit und Raum mit Hilfe zweier magischer Steine, dem Ilua und dem Garil (auch als Gral bekannt)  zu durchbrechen.  Was ist aus dem Geheimorden und seinen hohen Zielen geworden?

 

Mystica Venezia

Eine verschwundene Braut, ein Sensenmann als Gondoliere, eine blinde Malerin, ein seltsames Zeichen an einer Mauer und ein geheimnisvoller Orden, Guido hat sich seine Hochzeitsreise nach Venedig dann doch etwas anders vorgestellt. Verzweifelt macht er sich gemeinsam mit seiner Schwägerin Ana Karina in den Wirren des Karnevals, der durch die engen Gassen der Lagunenstadt tobt, auf die fast aussichtslose Suche nach Christina Maria und stößt dabei auf eine uralte Legende.

Leseprobe:

Prolog:

 

„Oh Isais, die du einst kamst aus dem Reich der Dämonen und aufstiegst zu uns in die Welt der Götter, rein ist dein Herz und licht deine Seele! Nur du vermagst es, den von niederen Geistern entwendeten Stein aus den Tiefen der Unterwelt zurückzuholen, wohin er geschaffen wurde, um die göttlichen weiblichen Kraftschwingungen für alle Zeiten von der Erde zu verbannen. So geh nun, und bring den Stein zurück an einen sicheren Ort, auf dass er dort verwahrt werde, bis die Zeit gekommen ist, die weibliche und die männliche Lichtkraft, den Ilua und den Garil zu vereinen.”

Marco wich ihr nicht von der Seite. An einem von Menschen umlagerten Stand, wo ein knuspriges Ferkel am Spieß gedreht wurde, erfuhr sie, dass dies die letzte Gelegenheit sei, noch einmal Fleisch zu essen.

„Morgen werden die Glocken von San Francesco della Vigna die Fastenzeit einläuten”, raunte er ihr ins Ohr.

Verwirrt und ein wenig verzaubert nahm Christina die Worte und das Menschengewühl in sich auf. Obwohl die Maskerade durchaus der in ihrer Zeit glich, herrschte eine ganz andere Atmosphäre.

,Wie alt doch dieser Brauch schon ist’, fuhr es ihr durch den Kopf und laut fragte sie:

„Seit wann gibt es eigentlich den Karneval hier in Venedig?”

„Man sagt, er gehe bis in das elfte Jahrhundert zurück. In der Karnevalszeit mischen sich Arm und Reich. Der gesellschaftliche Stand spielt keine Rolle mehr. Eigentlich sollte es immer so sein. Ein Ziel, das der Orden anstrebt”, erwiderte Marco und sah sie dabei seltsam prüfend an.

„Was strebt der Orden an? Einen ewigen Karneval?”, fragte Christina Maria verblüfft.

„Nein. Gleiche Voraussetzungen und Chancen für alle Menschen, egal welcher Bevölkerungsschicht sie angehören, egal ob Mann oder Frau.”

„Das klingt gut, ist aber unrealistisch. In der Zeit, aus der ich komme, existieren diese Unterschiede weiterhin. In manchen Ländern haben sie sich sogar noch verstärkt. Geld und Besitz spielen eine immer größere Rolle in der Welt von heute. So gibt es Völker, die Hunger leiden und nicht mehr fähig sind, sich allein zu ernähren. Sie sind abhängig von den Mächten, die sie zuvor kolonialisiert und ausgebeutet haben. Heute nennt man das Globalisierung. Aber auch in den Industrienationen nimmt die Armut zu. Es wird immer Arm und Reich geben.”

Marco hörte ihr aufmerksam zu. Manche Begriffe wie Industrialisierung und Globalisierung verstand er nicht. Sie existierten nicht in seinem Wortschatz, denn noch hatte all dies ja nicht stattgefunden. Und dennoch begriff er die Grundaussage, die Essenz dessen, was Christina ihm mitteilen wollte. Seine Miene hatte sich verfinstert. Er sah zu Boden und schwieg.

Als er endlich aufsah, war sein Blick seltsam leer.

„Dann haben wir versagt.” Ganz ruhig und bestimmt kam es ihm über die Lippen, bevor er sich umdrehte und in der Menge verschwand.

Christina Maria stand plötzlich allein im Menschengewirr. Hastig wollte sie ihm nach, doch der Weg wurde ihr durch eine Ansammlung von Schaulustigen versperrt. Überall Masken, Kostüme, Menschen, Stimmen …

Und dann plötzlich Explosionen … das mittelalterliche Feuerwerk hatte begonnen. Farbige Funken sprühten, begleitet von Knallen und Zischen, durch die abendliche Dämmerung und tauchten den Himmel in ein diffuses Licht.

Das spannende und mysteriöse Buch um den Ordo Bucintoro, das zwei Zeitalter miteinander verbindet, gibt es im Onlinehandel, beim Buchhändler Ihres Vertrauens und natürlich im Karina-Verlag.

 

©byChristine Erdic 

Firmeninformation

Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei. 
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab 
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen. 

Veröffentlicht von:

Frau Christine Erdiç

115 sok no 30
35050 Izmir
TR
Homepage: https://christineerdic.jimdo.com

Ansprechpartner(in):
Christine Erdic
Herausgeber-Profil öffnen


      

Firmenprofil:

Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei. 
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab 
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen. 

Informationen sind erhältlich bei:

Christine Erdic
35050  Izmir 
Tel:0000/000000  
info.christineerdic@yahoo.de
christineerdic.jimdo.com 

Themenverwandte Pressemitteilungen: