Studieren an internationalen Hochschulen: Die Angebote und Voraussetzungen für Deutsche Abiturienten

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Für alle Schülerinnen und Schüler, die im Jahr 2019 ihr Abitur machen, stellt sich die Frage: Was mache ich dann? Die Alternativen sind vielfältig: Eine Ausbildung, ein Studium oder vorab ein Gap Year, um die Welt kennen zu lernen. Der zeitliche Vorlauf für die Recherche und die Bewerbungsfristen für internationale Studiengänge beträgt ein bis zwei Jahre. Daher ist es gut, mit den Überlegungen frühzeitig vor dem Abitur zu beginnen.

Wer international studieren will, erwartet davon international ausgerichtete Studieninhalte mit Abschlüssen, die auch in anderen Ländern und Großunternehmen den Berufseinstieg erleichtern, eine internationale Zusammensetzung des Lehrpersonals und der Studenten, das Studium in englischer Sprache, weniger Bürokratie als an den staatlichen deutschen Hochschulen, Kontakte zu international aufgestellten Firmen, die Praktika und später einen attraktiven Arbeitsplatz bieten, einen Studienablauf, der ganz oder zumindest teilweise im Ausland stattfindet sowie generell bessere Chancen und mehr Optionen auf dem internationalen Arbeitsmarkt.

International studieren können deutsche Abiturienten wegen der weltweit fast uneingeschränkten Anerkennung des Abiturs als Zugangsqualifikation fast überall weltweit, ob an staatlichen und privaten Hochschulen in Europa und weltweit, vor allem in den USA; Kanada, Australien und in China sowie an staatlichen Hochschulen in Deutschland, die beginnen, internationale Studiengänge einzurichten

Der Begriff der Hochschule umfasst international  klassische wissenschaftliche Hochschulen mit umfassendem Fächerangebot, fachlich spezialisierte Hochschulen mit wissenschaftlichem Anspruch, praxisorientierte Hochschulen, die der deutschen Fachhochschule ähneln, sowie Hochschulen mit berufspraktischer Ausbildung; das bekannteste Beispiel sind die Community Colleges in den USA.

Die Voraussetzungen für den Zugang zum Studium. Klassisch bietet das deutsche Abitur eine gute Grundlage. Zusätzlich verlangen viele internationale Hochschulen Eingangstests, im Ausland auch im Hinblick auf die Unterrichtssprache. Bei thematisch spezialisierten Hochschulen kommen oft fachbezogene Anforderungen hinzu, die ein vorher absolviertes Praktikum und spezielle Prüfungen umfassen können.

Die Kosten des Studiums international sind sehr unterschiedlich. Während auch internationale Studiengänge an staatlichen Hochschulen in Deutschland ohne oder nur mit geringen Studiengebühren verbunden sind, ist das weltweit anders: Jedenfalls von Studierenden aus dem Ausland, d.h. also auch von Deutschen, werden auch von staatlichen Hochschulen Studiengebühren verlangt. Ein Sonderfall ist hier nur Österreich, wo in den meisten Studienfächern von Deutschen keine oder nur geringe Studiengebühren verlangt werden. Private Hochschulen finanzieren sich weltweit und auch in Deutschland zu wesentlichen Teilen aus den Studiengebühren.

Eine Finanzielle Förderung des Studiums ist an vielen internationalen Hochschulen möglich. Das betrifft vor allem Stipendien, die die Hochschulen selbst oder mit ihnen verbundene Firmen vergeben. Die Förderung durch den deutschen Staat ist für Studiengänge in Deutschland für ein Vollstudium im Ausland allerdings sehr begrenzt. Die Aufenthaltsgenehmigung, ob mit oder ohne Visum, ist in der Regel kein Problem, wenn man eine Zugangsbestätigung der Hochschule hat.

Gute Informationen zu internationalen Hochschulen gibt die gemeinnützige Stiftung Völkerverständigung im Internet (www.internationale-hochschulen.de)  und auf ihren bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen: Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist frei.

Veröffentlicht von:

Deutsche Stiftung Völkerverständigung

An der Reitbahn 1
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Auf dem Gebiet des Schüler- und Studentenaustausches und der internationalen Bildung engagiert sich die Stiftung aktuell mit den Austausch-Stipendien, Universitätsstipendien, den bundesweiten „Auf in die Welt“-Messen, dem SchülerAustausch-Preis, Fachtagungen und Publikationen. Mit den Informations- und Vergleichsportalen (www.internationale-hochschulen.de, www.schueleraustausch-portal.de, www.sprachreise-suche.de) gibt die Stiftung unabhängige Informationen im Internet.

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Dr. Michael Eckstein
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