Flächendeckendes IoT-Netz in Regensburg gestartet

Regenburg verfügt seit heute als erste Stadt Deutschlands über ein öffentlich zugängliches Netz für das Internet der Dinge (IoT), das stadtweit verfügbar ist. Es ergänzt den bisherigen Breitbandausbau der Stadt um eine neue Ultraschmalbandtechnologie und ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Hochschulen sowie Behörden uneingeschränkten Ultra-Schmalband-Zugang zum Internet der Dinge. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Wirtschafts- Wissenschafts- und Finanzreferent Dieter Daminger nahmen das neue Funknetz gemeinsam mit Aurelius Wosylus und Maximilian Fenzl von der Betreiberfirma Sigfox in Betrieb.

„Dass die Firma Sigfox gerade Regensburg als erste Stadt gewählt hat, in der sie die Ultraschmalbandtechnologie flächendeckend zur Verfügung stellt, ist ein starkes Signal für unsere Stadt“, sagt Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. „Das Internet der Dinge eröffnet die Chance auf viele neue Geschäftsmodelle und Services, die unsere Bürgerinnen und Bürger sowie die hier ansässigen Unternehmen künftig nutzen können.“ Mit Hilfe der Ultraschmalbandtechnologie können Sensoren und Gegenstände mit dem Internet verbunden werden, für die Breitbandtechnologien wie WLAN oder Mobilfunk zu teuer oder zu energiehungrig sind. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von Brand- und Wasserrohrbruchsmeldern über den Glascontainer, der sich selbst meldet, wenn er voll ist, bis hin zu Feinstaubsensoren zur Lenkung des Stadtverkehrs in Echtzeit oder die Fernauslesung von Verbrauchszählern für beispielsweise Gas oder Wasser. „Die Stadt wird evaluieren, welche Einsatzfelder sich anbieten, um das Netz auch selbst zu nutzen“, so die Bürgermeisterin.

„Für die Digitale Transformation sind nicht nur Breitband-, sondern insbesondere auch Ultraschmalbandtechnologien wichtig. Das Sigfox-Netz arbeitet mit dieser Technologie, mit der man Sensoren und Systeme besonders kostengünstig, energiesparend und sicher an das Internet der Dinge anbinden kann“, erklärt Aurelius Wosylus, Sales & Country Director bei Sigfox Germany. Interessant sei bei diesem neuen Netz auch die Tatsache, dass seine Nutzung nicht nur auf öffentliche Straßen und Plätze in einem Radius von rund 300 Metern rund um eine WLAN-Basisstation beschränkt sei, sondern dass man es überall im Stadtgebiet nutzen könne, auch zuhause und im Betrieb, sofern man sich in einem Radius von rund fünf bis zehn Kilometern um die nächst gelegene Funkstation bewege.

Dieter Daminger, Referent für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen, sieht im Internet der Dinge erhebliches Potenzial für die Entwicklung datenbasierter Geschäftsmodelle: „Die Bereitstellung einer Infrastruktur allein schafft noch keinen Mehrwert. Es kommt jetzt darauf an, dass vorhandene Gegenstände oder Geräte mit moderner Sensortechnik digitalisiert werden. Erst über die wohldurchdachte Integration von IoT-Funktionalitäten beispielsweise in Produkte oder Dienstleistungen generiert die Vernetzung von Dingen mit anderen Dingen jenen Mehrwert, den sich etwa die Industrie vom Internet der Dinge erhofft. Mit unserem Cluster Sensorik, der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz DGO und der TechBase verfügen wir in Regensburg über strategisch schlagkräftige Strukturen für die Entwicklung eines breiten Spektrums an Anwendungsgebieten.“

„Industriekunden nutzen das Sigfox-Netz vielfach zur Sammlung von Prozessdaten“, erläutert Maximilian Fenzl, Business Development Director bei Sigfox. „So können Produkte entwickelt werden, die dann in Abhängigkeit von ihrer Nutzungshäufigkeit bezahlt werden. Auch kann man vorausschauende Wartung sehr effizient umsetzen oder einfach Energieverbrauchszähler auslesen, was beispielsweise Stadtwerken immens viel Verwaltungsaufwand sparen kann.“ Ein großes Feld seien auch Applikationen zur Lokalisierung von einfachen Gegenständen. „So entstehen derzeit viele neue Logistikapplikationen, bei denen Waren und Ladungsträger wie Paletten beim Transport unabhängig vom Fahrzeug geortet werden.“

Für die Regensburger Unternehmen wird die Stadt zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft Informationsveranstaltungen organisieren, um sie über mögliche Anwendungen der neuen Technologie zu informieren. Zudem findet zu dem Thema am 5. November 2018 im Regensburger Innovationszentrum TechBase ein Kongress zur LPWAN Technologie von Sigfox statt, der federführend von der Strategischen Partnerschaft Sensorik e.V. – dem regionalen bayerischen Netzwerk für die Branche Sensorik – veranstaltet wird.

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    Sigfox ist der weltweit führende IoT-Serviceprovider. Das Unternehmen hat ein globales Netzwerk aufgebaut, um Milliarden von Geräten an das Internet anzubinden, die höchste Energieeffizienz und Benutzerfreundlichkeit bieten. Das einzigartige Konzept für die Kommunikation von Geräten mit der Cloud von Sigfox geht auf die drei Haupthindernisse hinsichtlich der weltweiten IoT-Verbreitung ein: Kosten, Energieverbrauch und globale Skalierbarkeit.
    Das Netzwerk ist derzeit in 45 Ländern vertreten und soll bis 2018 auf 60 Länder ausgeweitet werden. Mit mehreren Millionen vernetzter Geräte und einem rasch wachsenden Partner-Ökosystem versetzt Sigfox Unternehmen in die Lage, ihr Geschäftsmodell auf einen Zuwachs digitaler Dienste auszurichten. Das 2010 von Ludovic Le Moan und Christophe Fourtet gegründete Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Labège, in der Nähe von Toulouse, dem „IoT Valley“ Frankreichs. Darüber hinaus unterhält Sigfox Niederlassungen in Paris, Madrid, München, Boston, San Francisco, Dubai, Singapur, Sao Paulo und Tokio.

    Informationen sind erhältlich bei:

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