neues deutschland: Kommentar zu strengen CO2-Ziele für die Autokonzerne: Wer spielt hier Vabanque?

Berlin (ots) – »Es wird Vabanque mit den Arbeitsplätzen gespielt.« Die IG Metall stellt sich mal wieder voll hinter die falsche Strategie der deutschen Autokonzernchefs, die nicht nur den Dieselskandal, sondern auch den Klimawandel möglichst lange aussitzen wollen. Aus dieser Perspektive heraus ist die Einigung in der EU auf eine Reduktion des CO2-Ausstoßes von Neuwagen um 37,5 Prozent bis 2030 nichts weiter als ein Störfeuer. Zumal 2017 und auch 2018 die Emissionen der deutschen Flotte sogar noch gestiegen sind, ohne dass in der Branche die Warnlichter angingen.

Dabei weiß die Autoindustrie seit vielen Jahren, dass es im Entwicklungsbereich in erster Linie um Emissionsminderung gehen müsste. Tut es aber nicht. Und es braucht mitnichten einen unverzüglichen Elektroautoboom, auf den jetzt alle schielen und der tatsächlich viele Jobs gefährden könnte. Eine drastische Abrüstung gerade der übermotorisierten deutschen PS-Boliden – seit vielen Jahren von Verkehrsexperten gefordert – würde es zumindest zunächst auch tun.

In den kommenden Jahren wird sich die globale Autoindustrie massiv verändern – nur, wer rasch den Schalter umlegt, wird hier bestehen können. Alle anderen spielen Vabanque mit den Arbeitsplätzen. Wer die Interessen der Beschäftigten vertritt, sollte ambitionierte CO2-Ziele daher geradezu einfordern. Sie könnten Teil einer progressiven Industriepolitik sein, die die Konzerne dazu zwingt, sich endlich zukunftsfähig aufzustellen.

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