Schüleraustausch USA und weltweit: Auslandsjahr trotz Schulzeitverlängerung – sechs wichtige Punkte

Eine der wichtigsten Fragen bei der Planung eines Schüleraustausches ist regelmäßig, ob die Schüler nach ihrer Rückkehr in die alte Klasse zurück kommen, oder ob sie ein Jahr anhängen, also „wiederholen“. Viele junge Leute fragen sich, ob sie dann überhaupt ein Auslandsjahr machen sollen. Die Antwort hängt von mehreren Punkten ab.

 

1. Schüleraustausch und die Beurlaubung in Deutschland. Wenn es erforderlich ist, dass die Schüler das Schuljahr in Deutschland zu wiederholen, hat das nichts mit Sitzenbleiben zu tun. Richtig ist stattdessen: Die Schüler nehmen ihr Recht wahr, sich von der deutschen Schule beurlauben zu lassen, weil sie im Schüleraustausch wertvolle Erfahrungen machen, die ihrer weiteren Schullaufbahn zugute kommen.

2. Schüleraustausch: Wovon hängt es ab, ob man das Schuljahr wiederholen muss? Ob die Schüler im Endeffekt ein Jahr länger in die Schule gehen, hängt davon ab, ob die Schulleistungen aus den USA oder einem anderen Land hier angerechnet werden. Das ist in den Bundesländern unterschiedlich. Außerdem sind die Regelungen für G8- und G9-Schulen verschieden. In jedem Fall hat die Schule einen Beurteilungsspielraum. Daher sollte man dort nachfragen.

3. Schüleraustausch: Die Entscheidung, man länger in die Schule gehen will. Viele Schüler, die ins Ausland gehen, entscheiden von sich aus, das Jahr in Deutschland „anzuhängen“, weil sie damit sowohl das Auslandsjahr als auch die restlichen Schuljahre hier entspannter genießen können. Der Schulerfolg giebt ihnen Recht.

4. Schüleraustausch ist eine einmalige Chance im Leben. Nur im Schüleraustausch haben die Menschen die Chance, Erfahrungen in einer anderen Kultur so intensiv zu sammeln. Das ist gut für die persönliche Entwicklung, für die Sprachkenntnisse, die weitere Schulzeit und das Berufsleben. Außerdem gewinnt man in den USA oder einem anderen Land Selbstvertrauen und Freunde fürs Leben.

5. Eine längere Schulzeit ist in Deutschland ohne Probleme möglich. Wer sich für einen Auslandsaufenthalt beurlauben lässt und dann ein Jahr länger in die Schule geht, ist das in Deutschland kein Problem. Das legen die Schulgesetzte aller Länder fest. Für den Beruf ist wichtiger, dass die Schüler zeigen, dass sie aktiv sind, dass sie internationale Erfahrungen gewonnen haben und gut Englisch sprechen.

6. Schüleraustausch und Wiederholen: Das beste Vorgehen. Die Schüler sollten das Auslandsjahr gut vorbereiten, vor allem die Auswahl der Austausch-Organisation. Es gibt viele Austausch-Organisationen; Leistungen und Kosten unterscheiden sich deutlich. Bewährt hat sich, in Schritten vorzugehen: (1) Klärung der Rahmenbedingungen für die Beurlaubung mit der Schule in Deutschland (2) Überlegung, was wichtig ist: Programm, Region, Schule, Sport, Kosten etc. (3) Marktrecherche. Dabei muss man darauf achten nur solche Anbieter in den Blick zu nehmen, die seriös und leistungsfähig sind. Im Internet gibt es dafür die Anbietersuche auf dem Schüleraustausch-Portal (www.schueleraustausch-portal.de/organisationen). (4) Das persönliche Gespräch mit den Austausch-Organisationen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen – die deutschen Schüleraustausch-Messen – der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur qualifizierte Anbieter zulässt. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist frei.

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