BFH: Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge als steuerbarer Arbeitslohn

Diese Pressemitteilung erscheint nur noch bis zum 24.05.2019.

Als Herausgeber(in) können Sie die Laufzeit für nur 99 Cent pro Monat oder sogar alle unter derselben E-Mailadresse in einem Benutzerkonto veröffentlichten Pressemitteilungen für nur 4,99 € pro Monat um ein ganzes Jahr prolongieren (jeweils zzgl. MwSt.).

Allgemeine Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge des Arbeitsgebers können zu steuerbarem Arbeitslohn führen. Das hat der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 21. November 2018 entschieden (Az.: VI R 10/17).

Gesundheitsvorsorge spielt auch am Arbeitsplatz eine immer größere Rolle. Arbeitgeber müssen aber aufpassen: Gewähren sie ihren Mitarbeitern gesundheitspräventive Maßnahmen, kann das zu steuerbarem Arbeitslohn führen. Nach der Entscheidung des BFH sollten Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge der Belegschaft daher auf berufsspezifische Erkrankungen und Beeinträchtigungen gerichtet sein, um so steuerliche Nachteile zu vermeiden, erklärt die Wirtschaftskanzlei GRP Rainer Rechtsanwälte.

Der BFH hatte in einem Fall zu entscheiden, in dem der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern die Teilnahme an einer sog. "Sensibilisierungswoche" ermöglicht hatte. Im Rahmen dieser Maßnahme wurden unter anderem Kurse zu gesunder Ernährung, Bewegung, Herz-Kreislauf-Training, Stressbewältigung, Achtsamkeit, Eigenverantwortung oder Nachhaltigkeit angeboten. Die Aufwendungen für diese Maßnahme behandelten sowohl das zuständige Finanzamt als auch das Finanzgericht als Arbeitslohn.

Die Revision des Arbeitgebers gegen das Urteil des Finanzgerichts scheiterte. Der Bundesfinanzhof erklärte, dass den Teilnehmern bei dem einwöchigen Seminar grundlegende Kenntnisse zu einer gesunden Lebensführung vermittelt wurden. Diese Kenntnisse hätten allgemeine Gültigkeit und seien keine berufsspezifischen Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge und seien deshalb als steuerbarer Arbeitslohn zu behandeln. Maßnahmen des Arbeitgebers zur Gesundheitsvorsorge der Belegschaft führten dann zu Arbeitslohn, wenn sie bei objektiver Würdigung aller Umstände eine Entlohnung darstellen. Dies sei hier der Fall gewesen, da es sich um eine allgemeine Maßnahme zur Gesundheitsvorsorge auf freiwilliger Basis handele, so der BFH.

Anders seien solche Maßnahmen nur dann zu bewerten, wenn die Vermeidung berufsspezifischer Erkrankungen im Mittelpunkt stehe und die Maßnahmen daher auch im eigenen Interesse des Arbeitgebers liegen. Solche Maßnahmen seien nicht als Arbeitslohn einzustufen. Außerdem komme für Leistungen des Arbeitgebers zur betrieblichen Gesundheitsförderung auch eine Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 34 des Einkommensteuergesetzes in Betracht, führte der Bundesfinanzhof weiter aus.

Im Steuerstreit mit den Finanzbehörden können im Steuerrecht erfahrene Rechtsanwälte beraten.

https://www.grprainer.com/rechtsberatung/steuerrecht/steuerstreit.html

* * * * *

Publiziert durch PR-Gateway.de.

Veröffentlicht von:

GRP Rainer LLP

Hohenzollernring 21-23
50672 Köln
Deutschland
Telefon: +49 (221) 272275-0
Homepage: www.grprainer.com

Ansprechpartner(in):
Michael Rainer
Herausgeber-Profil öffnen

Firmenprofil:

Über GRP Rainer LLP

GRP Rainer LLP Rechtsanwälte Steuerberater www.grprainer.com ist eine überregionale, wirtschaftsrechtlich ausgerichtete Sozietät von Rechtsanwälten und Steuerberatern. An den Standorten Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf berät die Kanzlei Unternehmen aus Industrie und Wirtschaft, Verbände, Freiberufler und Privatpersonen.

Zur Veröffentlichung, honorarfrei. Belegexemplar oder Hinweis erbeten. Der Presseverteiler, press2day ( p2d ), übernimmt mit Verweis auf die AGB unter www.press2day.de keine Verantwortung für den Inhalt der Pressemitteilung.

Informationen sind erhältlich bei:

GRP Rainer LLP
Michael Rainer
Hohenzollernring 21-23
50672 Köln
info@grprainer.com
+49 (221) 272275-0
www.grprainer.com/Pressemitteilungen.html
Themenverwandte Pressemitteilungen: