Lernen macht Spaß – Kimonos, Tempel und Kinderfeste

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Kann Lernen wirklich Spaß machen? Es kann! Mit diesem Buch lernen Kinder auf eine interessante Art und Weise so allerlei über Geografie, Geschichte, Kultur, fremde Völker und die Tierwelt exotischer Länder.  Das Buch ist eine Empfehlung von Spaß und Lernen und wurde in Österreich bereits erfolgreich für Unterrichtszwecke eingesetzt.

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Mit Nepomuck auf Weltreise

Wie funktioniert eigentlich ein Heißluftballon, und wie leben die Eskimos heute? Was passiert, wenn ein norwegischer Kobold auf einen irischen Leprechaun trifft, und was kann man im Karina-Verlag so alles anstellen? Begleitet den lustigen Kobold Nepomuck auf seinen Reisen durch Europa, Asien, Amerika, Afrika und Australien und lernt Menschen, Tiere und verschiedene Kulturen hautnah kennen. Folgt ihm auf den Spuren der Hobbits, und werft mit ihm seinen ersten Bumerang. Die tollsten Abenteuer warten auf euch, denn wo Nepomuck sein Unwesen treibt, da wird es nie langweilig!

ISBN-13: 978-3961112760

 

Leseprobe aus dem Buch

 

Kimonos, Tempel und Kinderfeste

 

Nepomuck dreht sich geziert vor dem Spiegel: Oh, ich gefalle mir großartig in dem seidenen roten Kimono mit dem blauen Blumenmuster!

Die vierjährige Akina hat ihm als Schmuck außerdem noch einen Kamm in sein krauses dunkles Haar gesteckt und klatscht erfreut in die Hände.

„Ja, so geht es“, kichert sie. Ihr glattes schwarzes Haar ist kunstvoll hochgesteckt, und sie selbst trägt einen gelbbunten Kimono. Nepomuck hat nicht lange betteln müssen, nachdem Akina ihm von der „Goldenen Woche“ erzählt hat. Die beginnt Anfang Mai – also schon in drei Tagen – und viele Japaner besuchen zu diesem Anlass die Tempel hier in Kyoto, der alten Kaiserstadt.

„Dazu kommen auch immer ganz viele Touristen aus dem Ausland hierher“, plappert die Kleine mit den dunklen Mandelaugen munter. „Außerdem sind dann zehn Tage Ferien, und Akio kann mitkommen“, freut sie sich. Akio, ihr achtjähriger Bruder, hat ein anstrengendes Schulprogramm. Er verlässt morgens schon ganz früh in seiner schmucken dunklen Schuluniform das Haus und kehrt meist erst zum Abendessen wieder heim, da in der Schule nach den regulären Stunden noch interessante Kurse und sportliche Aktivitäten angeboten werden.

Doch er hat trotzdem immer gute Laune und strahlt oft über das ganze runde Gesicht.

„Deshalb haben meine Eltern ihn auch ‚Akio’ genannt, das bedeutet „fröhlicher oder leuchtender Junge“, erklärt das Mädchen dem Kobold. Nepomuck findet, dass der Name gut zu ihrem Bruder passt.

„Und was bedeutet denn Akina?“

„Frühlingsblume, weil ich doch im Frühling geboren bin!“

Das erinnert Nepomuck daran, dass er das Kirschblütenfest verpasst hat, das er so gern sehen wollte. Und am 3. März fand das Puppenfest statt. Da stellte die Familie extra für Akina ein rot verkleidetes Stufengestell in der Wohnung auf und schmückte es mit vielen schönen Puppen in kaiserlichen Trachten. Nepomuck durfte leider nur noch die Fotos bewundern.

„Haben Jungen auch ein Fest?“

 Akina nickt. „Ja, da hast du Glück! Das findet auch in der ‚Goldenen Woche’ statt. Da hängen wir Fahnen in Karpfenform vor den Häusern auf.“ Akinas Mutter steht plötzlich im Raum – und bricht in unterdrücktes Gelächter aus.

„Nepomuck! Ja, wie siehst du denn aus?!“ Nepomuck wird rot und fühlt sich auch ein wenig beleidigt. Er findet sich in dem Kimono sehr schön. Die Mutter betrachtet ihn erheitert und schüttelt den Kopf.

„Das ist doch ein Kimono für Mädchen, und richtig gewickelt ist er auch nicht.“ Anscheinend ist es gar nicht so einfach, das lange Gewand, das um die Taille von einer Art Seidenschal gehalten wird, richtig zu binden. Nepomuck schmollt.

„Ich möchte aber zum Tempelbesuch auch gern einen Kimono tragen!“

„Ich nähe dir einen – aber einen für Jungen“, verspricht Akinas Mutter, die in einer Schneiderei Kimonos fertigt und verkauft. Viele Japaner leihen sich diese traditionellen Gewänder für besondere Festtage nur aus, denn Kimonos sind sehr teuer. Sie verkneift sich einen erneuten Lachanfall: Der Koboldjunge sieht aber auch zu komisch aus – mit diesem Kamm als Krönung im Haar. Verstohlen wischt sie sich Lachtränen aus den Augen.

Die Familie bewohnt ein traditionelles Haus im Altstadtviertel von Kyoto. Davon gibt es nicht mehr allzu viele, die meisten Japaner leben inzwischen in großen Wohnsilos auf sehr beengtem Raum, zumindest in den Städten. Die Atmosphäre Kyotos wirkt noch angenehm, verglichen mit den sich auf den Gehsteigen drängenden Menschenmassen der Millionenstadt Tokyo.

Das Haus ist klein, und der Kobold beobachtet immer wieder fasziniert, wie die Familie morgens den Schlafraum mit ein paar Handgriffen wieder in einen gemütlichen Wohnraum verwandelt. Matratzen und Decken, hier „Futon“ genannt, werden zusammengelegt und in Wandschränken verstaut. Stattdessen werden tagsüber gemütliche Sitzkissen rund um einen niedrigen Holztisch verteilt. An dem Tisch wird auch gegessen – Nepomuck denkt schaudernd an seine erste Begegnung mit „Sushi“. Die Häppchen sahen so dekorativ und appetitlich auf dem schwarzen Teller aus, und ich griff beherzt zu. Woher sollte ich auch wissen, dass sie aus rohem Fisch und Essigreis bestanden? Da hielt er sich dann in Zukunft doch lieber an Nudelgerichte, frittiertes Gemüse und Dora-Yaki – Pfannkuchen mit einer roten Bohnenpaste. Allerdings erwies es sich anfangs als echte Herausforderung, richtig mit den Essstäbchen umzugehen, die Japaner anstelle einer Gabel benutzen. Auch jetzt noch verteilt der Kobold während der Mahlzeiten hin und wieder unfreiwillig Reis und Erbsen im ganzen Zimmer.

 

 

©byChristine Erdic 

 

Firmeninformation

Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei. 
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab 
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen.

 

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Frau Christine Erdiç

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Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab 
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