Auswandern mit kleinen Hindernissen

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So manch einer hat wohl schon vom Auswandern geträumt … und einige haben ihren Traum sogar verwirklicht. Kommen Sie mit auf eine Reise in den Orient, folgen Sie der Autorin in eine unbekannte Welt!

 

Endstation Anatolien 

Auswandern? Mit fast vierzig Jahren und zwei schulpflichtigen Töchtern? Und noch dazu in den Orient? 
Christine Erdic hat es gewagt!
Das Morgenland lockt mit bunten Basaren, leuchtenden Farben, einem unvergleichlich blauen Himmel und geheimnisvollen mondbeschienenen Nächten. Doch wie ist das wirkliche Leben hinter dem Schleier der Illusionen?
Ein Buch, das das Leben schrieb!

 

Taschenbuch

 

ISBN-13: 978-3752897111

 

E-Book- Kindle

ASIN: B07H7NG5DN

 

 

Leseprobe

 

Im städtischen Krankenhaus, an dem Hugos Geschäftspartner tätig war, wurden Gallensteine festgestellt. „Die Gallenblase muss raus“, stellte der behandelnde Arzt fest und zog eine Augenbraue hoch.

Oh nein, doch nicht jetzt! Wir erwarteten die Woche Gäste aus Deutschland und befanden uns zudem im Fastenmonat Ramadan. Was, wenn der Arzt fastete und ohne Wasser getrunken zu haben die Operation vornahm. Das ging ja gar nicht!

Ich sagte, dass ich noch warten wolle. „Geben Sie Bescheid, wenn Sie bereit dazu sind, aber warten Sie nicht mehr zu lange“, lautete die Antwort.

Der Besuch kam und ging, die Schmerzen blieben. Ich erinnere mich, dass ich mit unseren Töchtern eines Tages in der Stadt unterwegs war und wir schnell irgendwohin laufen mussten. Unterwegs dachte ich, ich breche zusammen. Mit Mühe und Not hielt ich die Einkäufe durch. Am nächsten Tag fasste ich den Entschluss und meldete mich im Krankenhaus. Nun ging alles ganz schnell. Noch in der gleichen Woche bekam ich einen OP-Termin. Natürlich musste ich schon am Vortag erscheinen – nochmals Untersuchungen, Gespräch mit dem Narkosearzt, und ich hatte die Nacht im Krankenhaus zu verbringen. Die OP war auf den Morgen festgesetzt. „Du kommst gleich als erste dran“, sagte die Krankenschwester zu mir. Das war gut so, nun wollte ich es auch hinter mir haben. Ich bekam ein einfaches Zimmer mit drei schmalen Betten zugwiesen, das Gemeinschafts-WC befand sich auf dem Flur. Mein Mann hatte in der Firma zu tun, und kurzerhand schickte ich ihn fort. „Ich schaffe das schon“, sagte ich. Interessiert schaute ich in den Raum nebenan, wo drei Patientinnen auf dem Boden kauerten und auf einem Propangaskocher Tee kochten. Was es hier nicht alles gab! In einem deutschen Krankenhaus wäre das undenkbar gewesen. Kurze Zeit später erschien die Krankenschwester und fragte mich, ob ich Essgeschirr dabei habe. Ich war verwundert. Ja, gab es das denn hier nicht gestellt?! Jeder Patient bringe sein eigenes mit, wurde mir erklärt. „Oje, das wusste ich nicht. Mein Mann ist schon weg. Dann kann ich eben nichts essen oder trinken“, erwiderte ich. Die nette Schwester winkte ab und brachte mir kurz darauf eine Tasse mit dampfendem Tee. „Das ist meine eigene“, erklärte sie lächelnd. „Lass ihn dir schmecken!“ Ich dankte verblüfft. Essen durfte ich ohnehin nichts mehr. Dann verbrachte ich eine schlaflose Nacht auf dem hohen, viel zu schmalen Bett und bekam prompt Kopfschmerzen. Ich war froh, als morgens eine Schwester erschien und ich den OP-Kittel überreicht bekam. Nachdem ich umgezogen war, musste ich mich auf ein noch schmaleres Bett setzen und wurde durch den Gang Richtung OP geschoben. Unterwegs winkten mir andere Patienten zu: „Geçmiş olsun!“ – Gute Besserung oder genauer: Möge es vorbei sein! Ich bedankte mich und winkte zurück. Vor der Tür zum OP übernahm ein Pfleger das Bett mit mir darauf und erzählte mir alles Mögliche auf Deutsch, er habe in Deutschland gearbeitet, und aus welcher Stadt ich denn käme. Mein Kopfschmerz verstärkte sich, als er mit dem Bett gegen eine Tür stieß. Noch eine Tür – ich war angekommen und musste nun auf den OP-Tisch umsteigen. „Mensch, ist das kalt hier!“ Anklagend wies ich auf das Thermometer an der Wand gegenüber. Vier Grad zeigte es mir an. Jetzt sollte ich die Narkose bekommen, doch die Nadel wurde fehlerhaft in den Arm eingeführt. „Das war nichts, ich muss es nochmal machen“, entschuldigte sich der junge Mann mit hochrotem Kopf. Keine Spur vom Arzt, doch rings um mich herum tauchten immer neue Gesichter auf. „Beeilt euch doch mal mit der Narkose! Ich habe Kopfschmerzen, und mir ist kalt!“, sagte ich verärgert.

 

 

©byChristine Erdic

 

Firmeninformation
Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei.
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen.

 

Veröffentlicht von:

Frau Christine Erdiç

115 sok no 30
35050 Izmir
TR
Homepage: https://christineerdic.jimdo.com

Ansprechpartner(in):
Christine Erdic
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Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei. 
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab 
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen. 

Informationen sind erhältlich bei:

Christine Erdic
35050  Izmir 
Tel:0000/000000  
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christineerdic.jimdo.com 

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