Ergotherapie-Schulen in Baden-Württemberg fordern gleiche Bedingungen bei staatlicher Ausbildungsfinanzierung von Therapieberufen

Vertreter baden-württembergischer Ergotherapie-Schulen sowie des Deutschen Verbandes der Ergotherapie (DVE) und des Verbandes Deutscher Ergotherapie-Schulen (VDES) haben sich versammelt, um die ungleiche staatliche Förderung von schulischen Therapie-Ausbildungen zu thematisieren.

Gleiches Recht für alle Ausbildungen der Therapieberufe – das fordern Schulleiter von Ergotherapie-Schulen in Baden-Württemberg. Aus diesem Grund haben sich Vertreter von DVE und VDES sowie betroffene Schulleitungen an der SRH Fachschule für Ergotherapie in Karlsbad-Langensteinbach getroffen, um die ungleiche Finanzierung von Ausbildungen der Bereiche Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie zu diskutieren und Maßnahmen zur Behebung dieser Ungleichheit zu definieren.

Mit der Umsetzung des baden-württembergischen Privatschulgesetzes zum August 2018 sind private Schulen für Physiotherapie und Logopädie dazu verpflichtet worden, das Schulgeld auf den Betrag von monatlich 160,– Euro zu senken. Als Ausgleich für diese Ersatzschulen ist die Landesfinanzierung erhöht worden. Da Ergotherapie-Schulen den Ergänzungsschulen, nicht den Ersatzschulen, zugeordnet sind, sind sie von der angepassten Bezuschussung ausgeschlossen – das Schulgeld kann in diesem Ausbildungsbereich demnach nicht gesenkt werden.

Schulleiter und Verbände sind sich einig, dass bereits jetzt eine Abwanderung von Ausbildungsinteressenten in andere Therapie-Berufe spürbar ist. Auch der Umzug von Nachwuchskräften in andere Bundesländer, in denen die Ergotherapie-Ausbildung stärker bezuschusst wird, stellt eine mögliche Konsequenz dar. Dadurch wird sich der bestehende Fachkräftemangel in der Ergotherapie in Baden-Württemberg nach Meinung der Anwesenden verschärfen.

„Es ist Zeit zu handeln! Wir erhoffen uns, dass die Politik das bestehende Problem erkennt und entsprechende Maßnahmen ergreift “, sagt Thomas Berger, Schulleiter der SRH Fachschule für Ergotherapie in Karlsbad-Langensteinbach. „Die Ergotherapie leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesundheitsversorgung – auch in Baden-Württemberg. Durch die aktuelle Situation ist dieser Beitrag gefährdet“, erläutert Berger weiter. Somit arbeite das Land entgegen den bundesweiten Bestrebungen, die ergotherapeutische Versorgung in Deutschland zu sichern.

Um die Wettbewerbsgleichheit innerhalb der Therapieberufe zu erreichen, wurden verschiedene Arbeitsgruppen gebildet. Diese sollen Politik und Gesellschaft über die Bedeutung von Ergotherapie aufklären und die Diskrepanz der Förderung aufzeigen. Ziel ist nicht nur die Anhebung des Fördersatzes für Ergotherapie-Schulen, sondern auch die im Koalitionsvertrag vereinbarte Schulgeldfreiheit für alle Therapieberufe.

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