Sylter Unternehmer in der Perspektive

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Der Verein Sylter Unternehmer (SU) ist seit 1966 eine feste Größe auf der Insel – und mit 540 Mitgliedern vermutlich der größte Zusammenschluss von Unternehmern und Führungskräften im Norden. Wir sprachen mit dem Vorsitzenden Karl Max Hellner über eine mögliche Wiederwahl, über aktuelle Herausforderungen und über Sylter Defizite. – 

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Der Hauptvorstand und der Vorstandssprecher, also der Vorsitzende, werden erst am 1. Juli gewählt. Ich stehe noch für eine Amtszeit zur Verfügung, wenn die Kollegen mich gerne wählen wollen. Natürlich muss meine Amtszeit irgendwann auch mal ein Ende haben. Ob es noch zwei Amtszeiten werden, kann ich heute noch nicht sagen.

Wofür steht der Verein Sylter Unternehmer heute, 53 Jahre nach der Gründung?

Wir haben viel für die Insel, für die Unternehmer, aber auch für den Tourismus auf der Insel geleistet. Unser Wort hat Gewicht. Durch das breite Knowhow im Vorstand decken wir ein weites Spektrum dessen ab, was auf der Insel wichtig ist.

Was sind denn heute die größten Probleme?

Natürlich gibt es diverse Herausforderungen für die Zukunft. Wir sind ständig in Gesprächen zum Thema Personalwohnungen. Die Gemeinde will gemeindeeigene Grundstücke nur noch selbst vom KLM bebauen. Wir haben vor 30 Jahren rund 100 Personalwohnungen gebaut, von denen 98 Prozent immer noch im Besitz der Sylter Unternehmer sind. Damit sind wir sehr ordentlich aufgestellt, die Gewinnoptimierung steht nicht im Vordergrund. Grundsätzlich müssen Mitarbeiterwohnungen als Dauerwohnraum zur Verfügung stehen und dürfen nicht meistbietend verkauft werden.

Könnte der Verein Sylter Unternehmer heute nochmal zum Bauherrn werden?

Wir sind in sehr intensiven Gesprächen und prüfen mit der Gemeinde und dem KLM, welche Grundstücke bebaut werden könnten. Und dann ist da eigentlich nur die Frage, wie Dauerwohnraum langfristig gesichert werden kann, um allen Spekulationen aus dem Weg zu gehen.

Aber auch die Pendler sind wichtig. Was tut der Verein für das Transportwesen?

Wir haben durch unsere vielen Gesprächen mit Verkehrsminister Buchholz und seinen Vorgängern gemeinsam mit der Pendlerinitiative sehr viel erreicht. Ich glaube, wir haben maßgeblich zur Zweigleisigkeit beigetragen. Natürlich dauert das alles. Mir wäre es eigentlich lieber gewesen, wir bauen eine Straße zum Festland und erheben eine Maut. Aber das ist nur ein frommer Wunsch und heute nicht mehr umzusetzen.

Ich wäre aber für eine Verlagerung der Autoverladung aus der Innenstadt, weil damit viele Punkte erschlagen wären: Die Fahrzeit wäre kürzer, die Innenstadt wäre an Abreisetagen nicht überfüllt und vieles mehr. Eine Zweigleisigkeit zwischen Keitum und Tinnum wird es nicht geben, schon wegen der engen Bebauung. Deshalb würde eine Auslagerung der Verladung der gesamten Insel gut tun.

Gut tun würde ihr auch eine Reduzierung des Autoverkehrs …

Wir sehen auch, dass immer mehr Gäste mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die Insel war hier lange Zeit nicht auf dem richtigen Weg. Jetzt ist gerade ein Radweg von Wenningstedt über Braderup nach Keitum wieder in der alten Breite asphaltiert worden – das ist einfach zu wenig. Das gleiche gilt für den vor drei Jahren fertiggestellten Radweg nach Hörnum. Der Radweg ist zu eng, wenn es Gegenverkehr gibt. Wir haben da einen Trend verpasst. Wir hätten innovativer sein und mehr machen können.

Aktuell wird auch über die Zahl der Gästebetten und über die innerstädtische Bebauung diskutiert …

Ich glaube nicht, dass ein Bebauungsplan für die Innenstadt jetzt noch etwas bringt, weil die unterschiedlichsten Anforderungen und Gebäude davon betroffen wären. Wer bis dato gebaut hat, hat Glück, und die, die irgendwann mal bauen wollen, haben Pech – das passt nicht.

Was die gesamte Gästekapazität der Insel angeht, könnte man sich mit allen Gemeinden zusammensetzen und eine Obergrenze an Betten festlegen, die wir uns selbst auferlegen. Es ist die Frage, ob man das will. Es kann nicht sein, dass wir die Insel überfrachten. Wir müssen die Saison erweitern und auch außerhalb der Hauptsaison Attraktivität schaffen – da sind wir noch nicht so gut aufgestellt.

Wie stehen Sie zu der Forderung aus der Politik, den nächsten Wintermarkt finanziell zu fördern?

Wir haben damals gesagt, wir wollen als Sylter Unternehmer nicht den Wintermarkt ausrichten, würden ihn aber einmalig unterstützen, weil er für die Innenstadt wichtig ist. Aber wir sind auch ein Sylter Unternehmerverein. Wir können nicht mit Beiträgen aus Kampen, List oder Hörnum nur diesen einen Markt bezuschussen. Fairer wäre ein gemeinsamer Geldtopf, aus dem sich alle Gemeinden zu einem gewissen Prozentsatz bedienen.

Alles in allem betrachtet – steht Sylt im Wettstreit der Urlaubsziele gut da?

Die Insel muss aufpassen, dass sie nicht ins Hintertreffen gerät. Da gibt es moderner aufgestellte Bäder an der Ostsee, mit guter Infrastruktur und besserer Parkplatzsituation. Wir leben noch ein bisschen von unserem alten Ruf von der "Insel der Schönen und Reichen". Dieser Ruf zieht nach wie vor Gäste an. Aber wir müssen alles tun, damit wir jedem unserer unterschiedlichen Gäste auch gerecht werden. Das dürfen wir nicht aus den Augen verlieren

– Quelle: https://www.shz.de/24350002 ©2019

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