Kompetenzen, Budget und digitale Integration gefragt: Warum der Einkauf einen Zahn zulegen sollte

WIEN – 11. Juli 2019 – JAGGAER, das weltweit größte unabhängige Spend Management-Unternehmen, EdgeVerve und der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) veröffentlichen heute den neuesten Report in puncto digitaler Transformation im Einkauf. Dieser zeigt, dass sich wenig geändert hat, seit JAGGAER 2017 seinen ersten Bericht veröffentlichte. Nur eine kleine Minderheit von Beschaffungsfachleuten gab an, dass es ihren Organisationen gelungen sei, die Beschaffungsaktivitäten vollständig digital umzugestalten. Mehr als die Hälfte hat jedoch bereits damit begonnen, ihre Standardbeschaffungsprozesse zu automatisieren.

"In unserem Report hat sich der Mangel an Budget und erforderlichen IT-Kenntnissen sowie der Mangel an Fortschritten bei der Datenintegration und an digitalem Wissen unter den Beschaffungsfachleuten als eine der größten Hürden für einen schnelleren Fortschritt herausgestellt", sagte Rob Bonavito, CEO, JAGGAER. "Der Mehrheit der Unternehmen entgeht daher eine großartige Gelegenheit, ihre Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern."

Der Report "Digitale Transformation in der Beschaffung: Wie weit sind wir wirklich?" basiert auf einer globalen Umfrage, die zwischen Januar und April 2019 durchgeführt wurde und 321 Beschaffungsfachleute umfasst.

Die wichtigsten Ergebnisse des Digital Procurement Reports sind:

50 % der Beschaffungsexperten bewerten ihre digitalen Kenntnisse als "up-to-date" oder "exzellent" – hier zeigen sich kaum Änderungen zu 2017.
54 % der Organisationen haben zumindest mit der Digitalisierung und Automatisierung standardmäßiger Beschaffungsprozesse begonnen. Aber nur 2 % sagen aus, dass ihre Beschaffungsprozesse vollständig automatisiert sind. Mehr als ein Fünftel vertraut weiterhin auf Fax und Papier.
Wie zu erwarten war, sind größere Unternehmen hinsichtlich des technologischen und personellen Stands weiter als kleine und mittelständische Unternehmen.
Eine bedeutende Anzahl (40 %) an Organisationen vertraut bereits auf automatisierte Procure-to-Pay-Prozesse (P2P).
Hinsichtlich der Investitionsprioritäten führen Predictive Analytics, Internet of Things (IoT) und die robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) die Liste an. Aber 64 % der Unternehmen verfügen über keine Vision bzgl. der Investition in Blockchain und 62 % über keine Roadmap zur Integration eines digitalen Assistenten.
Das Interesse an Predictive Analytics konzentriert sich vor allem auf das Risikomanagement und Spendmanagement.
RPA stellt einen Investitionsschwerpunkt für die Automatisierung von Procure-to-Pay-Prozessen dar.
Der Integrationsgrad ist in den vergangenen zwei Jahren nicht weiter vorangekommen: 30 % der Organisationen integrieren keine Daten aus vor- bzw. nachgelagerten Prozessen, 54 % tun dies von Hand und nur 16 % verfügen über eine automatische End-to-End-Integration.
Organisationen geben als Gründe für die mangelnden Fortschritte hauptsächlich mangelndes Budget und fehlende IT-Kenntnisse an.

Dr. Silvius Grobosch, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) sagt: "Neue Anwendungen, künstliche Intelligenz und die Vernetzung aller Glieder sorgen für eine ungleich höhere Effizienz. Trotzdem existiert bei Global Playern als auch bei KMUs noch erhebliches Optimierungspotenzial. Ein Gedanke sollte bei der digitalen Neuausrichtung des Einkaufs im Vordergrund stehen: Der Shared-Intelligence-Ansatz, das heißt das Sammeln, Analysieren und Teilen von Informationen und Einsichten mit den Business Partnern im Unternehmen. Nur so ist gewährleistet, dass sämtliche Unternehmensbereiche passgenau interagieren und voneinander profitieren können."

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