Freie Apothekerschaft unterstützt Petition zum Versandverbot verschreibungspflichtiger Arzneimittel – Petent Bühler beschämt Standesvertretung

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Die Freie Apothekerschaft unterstützt vorbehaltlos die e-Petition von Benedikt Bühler zum Versandverbot verschreibungspflichtiger Arzneimittel. Dieses hatte sich der Bundesverband bereits seit Jahren auf die Fahnen geschrieben und in zahlreichen Veröffentlichungen dafür gekämpft.

Dass die Petition nun doch nach nicht nachvollziehbaren Widerständen des Petitionsausschusses veröffentlicht wurde, ist der Hartnäckigkeit des 19-jährigen Pharmaziestudenten zu verdanken. „Eine Hartnäckigkeit, die selbst die sog. Standesvertretung ABDA seit Jahren vermissen lässt“, meint Dr. med. Helma Gröschel, 1. Vorsitzende der Freien Apothekerschaft. „Bühler als Nicht-Apotheker beschämt mit der Veröffentlichung seiner Petition die meisten der 17 Apothekenkammern und 17 Apothekerverbände, die Mitglied der ABDA sind“ so Gröschel weiter. „Diese hatten sich immer weiter von der Forderung nach einem Versandverbot entfernt im Vertrauen auf einen loyalen Gesundheitsminister Spahn, der sein Versprechen u.a. der finanziellen Aufwertung weiterer Dienstleistungen der Apotheken jedoch ständig nach unten korrigierte.“

Experten sind sogar der Meinung, dass das sog. Apothekenstärkungsgesetz die ausländischen Onlinehändler weiter bevorzugt. Die Partei Die Linke mit ihrer fachpolitischen Sprecherin für Arzneimittelpolitik und Patientenrechte Sylvia Gabelmann geht sogar so weit, dass sie in einer Kleinen Anfrage das Bundesgesundheitsministerium auffordert, zu 30 Fragen hinsichtlich der Verbindung zwischen den EU-Versendern und dem Ministerium Auskunft zu geben. Spahn hatte immer deutlich gemacht, dass er sich entgegen dem Koalitionsvertrag von einem Versandverbot verschreibungspflichtiger Arzneimittel distanziert. Den Grund dafür sehen viele in Spahns früherer Geschäftsbeziehung zu dem jetzigen DocMorris-Vorstandsmitglied Max Müller.

Mit der Veröffentlichung der Petition von Benedikt Bühler keimt nun neue Hoffnung bei den inhabergeführten Apotheken dahingehend auf, dass sich der Bundestag offiziell mit dem Versandverbot beschäftigen muss, wenn innerhalb von 28 Tagen das Quorum von 50.000 Unterzeichnern erfüllt wird. Zahlreiche Gutachten attestieren einem Versandverbot gute Aussichten, die hohen EU-Hürden zu nehmen. Gröschel: „Denn gerade das verschreibungspflichtige Arzneimittel ist keine Ware wie Schuhe oder Bekleidung und muss besonders geschützt werden! Wir rufen daher alle Apotheken auf, in diesen 4 Wochen bis zum 13. August Gas zu geben, die Kunden über die Petition aufzuklären und ihnen die Zeichnung zu ermöglichen.“

Auf ihrer Webseite wird die Freie Apothekerschaft die relevanten Links und Dateien zum Download bereitstellen und die Petition über die Sozialen Medien verbreiten.

Links

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2019/_04/_24/Petition_94089.html

https://www.benedikt-buehler.de

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/07/16/linke-fragen-nach-kontakten-zwischen-bmg-und-eu-versendern?utm_campaign=kurzNach6&utm_source=20190716&utm_medium=newsletter&utm_keyword=article

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Freie Apothekerschaft e.V.

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