Erste Zeugnisse einer mittelalterlichen Siedlung im Nürnberger Stadtteil Leyh gefunden

Nürnberg, 12.08.2019 – Im Zuge des Neubauprojekts der Bayernhaus Wohn- und Gewerbebau GmbH wurden bei Grabungsarbeiten erstmals Reste eines mittelalterlichen Dorfkerns im Stadtteil Leyh entdeckt. Sie machen es möglich, die Entstehungsgeschichte Leyhs mehr als 200 Jahre vor die erste urkundliche Erwähnung zurück zu datieren und liefern wichtige neue Erkenntnisse über die Siedlungs- und Sozialstruktur. 

Nürnberg im Mittelalter – eine Zeitreise   

Weite Felder, grüne Wiesen, Wälder und Weiden soweit das Auge reicht – dazwischen ein kleines Dorf aus fünf oder sechs Bauernhöfen. So sah das Gebiet Leyh, das heute Teil des pulsierenden Nürnberger Stadtlebens ist, im Mittelalter aus. Doch wer lebte dort? Wie sah der Alltag der Bewohner und wie ihre Unterkünfte oder ihre Speisen aus?    

All das können Archäologen dank der ersten Ausgrabungen in diesem Stadtteil, die Anfang August abgeschlossen wurden, nun beantworten. Mehr als 508 Befunde geben einen Einblick in das mittelalterliche Leben in Leyh. Von Keramikscherben über Tierknochen bis hin zu Resten von Öfen und Brunnen ist das Grundstück, auf dem heute das Neubauprojekt „LEYH 634 – Beide Städte leben“ entsteht, reich an mittelalterlichen Schätzen. 

Verborgene Schätze, die Bände sprechen 

„Bisher wussten wir nur wenig über die Geschichte des Stadtteils Leyh. Das hat sich mit den Ausgrabungen in der Rauhäckerstraße 12 grundlegend geändert. Wir können jetzt Aussagen über das mittelalterliche Dorf Leyh und seine Bewohner machen, die bisher nirgends urkundlich erwähnt wurden.“, erklärt John Zeitler, Stadtarchäologe der Bauordnungsbehörde für den Bereich Denkmalschutz. 

Der Fund eines Brunnens aus dem späten 13. Jahrhundert war dabei die Sensation und erklärt viel über die Lebensumstände der Bewohner. „Wir hätten nicht gedacht, dass wir hier auf eine reiche Hofstelle treffen, in der es einen privaten Brunnen und damit eine eigene Wasserversorgung gab. Typisch für den Ortsrand wäre ein einfacheres Hirtenhaus gewesen.“, so Zeitler. „Im Brunnen fanden wir reichlich Keramik und Tierknochen, die uns viel über die damaligen Lebensverhältnisse sagen. Das ist sehr spannend.“, erzählt der Stadtarchäologe begeistert. Dank dieser Funde konnten die Archäologen die erste Besiedlung Leyhs um 200 Jahre auf das 13. Jahrhundert zurückdatieren und kennen nun sogar den Speiseplan der damaligen Bewohner. Ganz hoch im Kurs standen Schwein, Ziege und Schaf. Dies sagt viel über die soziale Stellung der Siedler aus: „Hier lebten keine armen Tagelöhner. Es wurden viele Schweineknochen gefunden. Schwein ist das gehobene Fleisch – eigentlich eine städtische Nahrung. Den Leuten hier ging es also gut.“, sagt Zeitler.  

Leyh: damals wie heute eine attraktive Lage    

Zu diesem Wohlstand verhalf nicht zuletzt die gute Lage des Dorfes. „Im 13. Jahrhundert gab es hier einen Bach, eine Straße und der Nürnberger Hauptmarkt war mit einer Wagentour nur eine Tagesreise entfernt. Außerdem gab es ringsherum ausreichend Ackerland und Wälder. Das war eine strategisch attraktive Lage für landwirtschaftliche Zubringer.“, erklärt Ann-Kathrin Biermann, Archäologin der Kreuzschnitt GmbH und Grabungsleitung. 

Noch heute macht seine zentrumsnahe Lage – sowohl Nürnberg als auch Fürth sind in wenigen Minuten zu erreichen – Leyh zu einem attraktiven Wohnort für alle, die einen Rückzugsort für sich und ihre Familie suchen und dennoch in der Stadt leben möchten.

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