Berliner Schönheits-Chirurgin auf chirurgischer Mission in einem Schwellenland

Vor zehn Jahren gründet die Fachärztin für Chirurgie gemeinsam mit ihren Kollegen Dr. Horst Schuster und Dr. Roberto Spierer das Interplast-Team Berlin-Paraguay, eine Unterorganisation der auf plastische Chirurgie spezialisierten Hilfsorganisation Interplast Germany. Das Team aus Berlin betreut nun im zehnten Jahr ein Projekt in Ciudad del Este am Rande des Dschungels von Paraguay an der Grenze zu Brasilien. Zwölf Ärzte und Pflegekräfte aus Deutschland bringen ihre berufliche Qualifikation und Arbeitszeit ein und operieren im November zwei Wochen lang ehrenamtlich und kostenlos Patienten ohne Krankenversicherung. In Paraguay sind dies zumeist Angehörige der indigenen Bevölkerung.

Plastische OPs, die Kindern neue Lebensqualität und Perspektiven schenken

Behandelt werden vorzugsweise Säuglinge und Kinder mit schwersten Verbrennungen und Mund-Kiefer-Lippen-Gaumenspalten. Diese angeborenen Fehlbildungen im Gesicht sind in Paraguay keine Seltenheit. Sie verursachen schwere funktionelle Einschränkungen. So können Säuglinge nicht ausreichend an der Mutterbrust saugen und auch die Sprachentwicklung ist bei diesen Kindern stark beeinträchtigt. Die Kinder sind im sozialen Miteinander eingeschränkt und werden sehr häufig ausgegrenzt. Um ihnen ein normales Leben zu ermöglichen, müssen sie frühzeitig und nachhaltig in verschiedenen Wachstumsstadien behandelt werden. Darum kümmert sich das Interplast-Team in den provisorischen OP-Baracken in Presidente el Franco.

Vertrauen schaffen und umfassend informieren

Warmherzig und unprätentiös schafft sie es, dass sich die Patienten öffnen und ihr Vertrauen schenken. Der furchteinflößende Kittel wird nur im OP getragen. Ein Vorgehen, das sie auch in ihrer eigenen Praxis pflegt, um eine persönliche Atmosphäre zu schaffen. Denn, nur wer sich wohlfühlt, traut sich Fragen zu stellen, weiß Dr. Kleinschmidt. So erfährt sie alles, was medizinisch wichtig ist und der Patient fühlt sich wohlinformiert und aufgehoben, ob in Berlin, München oder am Fuß des paraguayischen Dschungels.

Beglückend für Patienten, Angehörige und auch für Helfer

Leicht ist dieses Projekt für Dr. Kleinschmidt wahrlich nicht. Seit 2009 hat es sich immer weiterentwickelt und immer wieder wird das Team vor neue Herausforderungen gestellt. Selbst als frischgebackene Mutter erfuhr sie 2012 von ihrer Familie viel Unterstützung, um Fundraising und das Projekt in Paraguay durchführen zu können. Auch das Schließen der eigenen Praxis ist jedes Jahr eine hohe Investition, die Mitarbeiter- und Fixkosten laufen schließlich weiter. Doch spätestens, wenn eine Mutter ihr Kleinkind nach OP der Kiefergaumenspalte das erste Mal mit „normalem“ Gesicht sieht und Tränen bei allen Beteiligten fließen, dann weiß sie, dass sie alles richtig gemacht hat. Denn, wie sie so schön sagt „nicht nur wir haben ein Anrecht auf eine angemessene und gute medizinische Versorgung“. 

Spendengelder kommen direkt an

Das Projekt finanziert sie durch eigene Spendengenerierung. Dabei werden die Spendengelder ausschließlich für Verbrauchsmaterialien, Transport, Unterbringung, Übergepäck und für Leihgebühren vom Geräten und Medizintechnik verwendet. Es fallen keine Verwaltungskosten an. Alle Organisations- und Planungsarbeit sowie die Arbeit vor Ort erledigen die Teammitglieder ehrenamtlich neben ihrem Beruf. Der diesjährige Einsatz findet vom 08.11.- 23.11.2019 statt.

Das Spendenformular finden Sie unter docure.de/soziales-engagement.

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DOCURE Berlin

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Annett Kleinschmidt
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Über Dr. med. Annett Kleinschmidt, DOCURE Berlin:

Sie hat bei den wohl renommiertesten Chirurgen im Bereich der ästhetischen Medizin gelernt. In Brasilien bei Ivo Pitanguy, der Koryphäe in der plastischen Chirurgie, bei Antonio Graziosi, dem Pionier des Stirnlifts sowie bei Fausto Viterbo und Osvaldo Saldanha. Solche Erfahrungen prägen. Die Vollblut-Medizinerin setzt höchste Maßstäbe an sich selbst. Das betrifft den chirurgischen Eingriff aber auch die umfassende vorbereitende Aufklärung und eine kompetente medizinische Nachsorge.

Dr. med. Annett Kleinschmidt absolviert ihr Medizinstudium an der Medizinischen Hochschule Hannover und an den Universitätskliniken Zürich (Schweiz), Newport Beach / Orange County (U.S.A.), Kapstadt (R.S.A.) und Peking (China). Den Facharzt für Allgemeinchirurgie und die anschließende Ausbildung zur Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie macht sie im Martin-Luther-Krankenhaus, Berlin, in Brasilien an der Universitätsklinik USP Sao Paulo und im Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin. Dort ist sie sieben Jahre als Oberärztin in der Abteilung für Plastische und Ästhetische Chirurgie tätig bevor sie 2016 ihre Praxis DOCURE mit ambulantem OP- Zentrum nah am Kurfürstendamm eröffnet. Wer etwas für seine Schönheit tun möchte, findet hier geballte chirurgische Kompetenz gepaart mit einer von medizinischer Verantwortung geprägten Haltung.

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